Weihnachtsgruß

Für das bevorstehende Weihnachtsfest wünscht Ihnen der Hessische Bob- und Schlittenverband frohe und besinnliche Stunden im Kreise Ihrer Lieben und für das neue Jahr 2018 alles Gute!

 

Schnupperrodeln im Winterberger Eiskanal

Nachdem der Reichelsheimer Rodelnachwuchs durch sein imponierendes Abschneiden auf nationaler und internationaler Ebene bewiesen hat, dass auch für hessische Jugendliche die Chance besteht, in den Eiskanälen vorne mitzufahren, bieten nun die Verantwortlichen ein weiteres Mal ein Schnupperrodeln an.  Mit dieser Nachwuchssichtung werden  Mädchen und Jungen zwischen 6 und 12 Jahren eingeladen,  sich mit diesem tollen Sport vertraut zu machen. 

 Am Samstag, dem  30. Dezember 2017 findet nun dieser  neue Schnupperrodellehrgang des hessischen Verbandes statt. Nähere Informationen hierzu gibt es unter der Mailadresse  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

 

Seibert/Meister erneut für Junioren-Weltcup qualifiziert

Obwohl sich die beiden jungen Rennrodler aus Reichelsheim in der vorjährigen Saison als deutlich bestens deutsches Nachwuchsteam im Doppel hervorragend präsentiert hatten blieben ihnen zu Beginn der neuen Saison nicht die Mühlen der Qualifikation erspart. Dies ist nur zum Teil der Leistungsdichte im deutschen Nachwuchslager sondern auch durch andere Faktoren der Team- und Kaderzusammenstellung geschuldet.

Die beiden Reichelsheimer stellten sich jedoch mit Zuversicht und großem Ehrgeiz dieser Herausforderung und meisterten die aufgestellten Hürden mit Bravour. Nach drei Qualifikationsrennen (Winterberg/Altenberg/Oberhof),  einem Athletiktest sowie einem Starttest hat Junioren-Bundestrainer Steffen Wöller die beiden Odenwälder Jungs für die internationalen Doppelsitzer Wettkämpfe ins Junioren-Team berufen.

Bereits in dieser Woche stehen die ersten beiden Weltcups im thüringischen Oberhof auf dem Programm. Hier gilt es die guten Ergebnisse aus der Qualifikation zu bestätigen, damit am Ende eine Platzierung unter den ersten 10 realisiert werden kann. Dies ist zumindest die Hoffnung von Sportwart  Rodeln Stefan Meister aus Reichelsheim, der seinen Schützlingen großen Trainingsfleiß bescheinigt und eine hohe Wettkampfbereitschaft.

Anschließend geht es dann gleich weiter nach Berchtesgaden, wo am Königssee der 3. Weltcup der Saison ansteht, bevor es wegen der olympischen Spiele eine relativ kurze Weihnachtspause geht. 

 

Licht und Schatten in Altenberg

Ereignisreiche Tage mit Höhen und Tiefen gab es für die Wiesbadener Bobsportler beim zweiten Europacup-Wettbewerb auf der anspruchsvollen  Bahn im sächsischen Altenberg.

Am ersten Renntag griff Issam Ammour mit Pilot Bennet Buchmüller im Zweierbob ins Renngeschehen ein und fuhr mit Platz 3 auf das Podest. Einen Tag später ging dann die Wiesbadener Pilotin Kim Kalicki mit Lisa-Sophie Gericke als Favoritin ins Rennen und lag bis zu ihrem Sturz kurz vor dem Ziel in Kurve 14 sehr gut im Rennen. Mit Verdacht auf eine Halswirbelsäulenverletzung wurde sie per Helikopter  ins Krankenhaus nach Dresden geflogen. Dort kam aber wenig später die Entwarnung, sie hatte nur schwere Prellungen davon getragen und konnte mit Halskrause den Rückweg nach Altenberg antreten.

Dort gingen am Samstag ihre Trainingspartner im Viererbob an den Start. Costa Laurenz schob dabei mit Paul Krenz und Christian Hammers den Bob von Bennet Buchmüller zur zweitbesten Startzeit im zweiten Lauf. In einem Wimpernschlagfinale verpassten sie trotz Laufbestzeit um 2/1oo  Sekunden ihre erste Podestplatzierung dieser Saison. Schlechter erging es Issam Ammour der diesmal im Bob mit Pablo Nolte an den Lenkseilen sowie Florian Bauer und Marcel Kirstges am Start war und im ersten Durchgang stürzte, dabei aber alle glücklicherweise unverletzt blieben.  Das Team konnte zum zweiten Lauf antreten und erreichte den 5. Rang, was im Gesamtklassement nicht mehr zu einer Verbesserung führte.

 

Gelungener Europacup - Auftakt für Bobsportler

Mit guten Ergebnissen sind die hessischen Bobsportler in die Europacup-Saison 2017/18 gestartet. Wie schon bei der Selektion zu den deutschen Kadern zeigte es sich, dass alle deutlich erkennbare Vorschritte gemacht haben und durch das Training im Sommer am Athletikstützpunkt in Wiesbaden  die richtige Grundlage erarbeitet wurde. Im norwegischen Lillehammer fanden in der olympischen Eisrinne nun die ersten Rennen statt und sowohl Kim Kalicki als auch Issam Ammour und Costa Laurenz konnten mit ihren Leistungen überzeugen. Ganz stark war der Auftritt von Kalicki (TuS Eintracht Wiesbaden), die mit ihrer Anschieberin Lisa-Sophie Gericke von Oberbärenburg zwei Mal aufs Treppchen fuhr, was den beiden als einzigem deutschen Damenteam gelang. Nicht zu schlagen waren in beiden Rennen Katrin Beierl/Jennifer Onasanya (Österreich), die mit überragenden Startzeiten imponierten. Am ersten Renntag lag die deutsche Kombination Christin Senkel/Franziska Bertels (Erfurt/Oberhof) knapp mit 15/100 Sekunden vor der Wiesbadenerin, während das dritte deutsche Paar Laura Nolte/Vanessa Mark (BSC Winterberg) Rang 4 belegte. Am zweiten Tag änderte sich das Bild unwesentlich. Erneut wurden Kalicki/Gericke Dritte, während Senkel und Nolte mit neuen Anschieberinnen die Plätze tauschten.

Ähnlich erfolgreich war auch Issam Ammour (Wiesbaden) mit seinem Piloten Bennet Buchmüller (Winterberg), die vor allem mit den zweitbesten Startzeiten aufhorchen ließen. Beherrscht wurde der Wettbewerb an beiden Tagen von den Schweizern Clemens Bracher/Michael Kounen, die jeweils deutlich die Nase vorn hatten. Mit Rang 6 im ersten Rennen waren Buchmüller/Ammour zweitbestes deutsches Team. Costa Laurenz war Anschieber von Pablo Nolte (Winterberg), zeigte eine starke Leistung am Start mit der Vierbesten Zeit und landete in der Endabrechnung auf Rang 8. Angesichts dessen, dass die beiden erst selten zusammen trainiert hatten, war dieses Abschneiden sehr erfreulich. Am zweiten Tag setzten Buchmüller/Assam  noch eins drauf und rasten ganz überraschend auf Platz 2. Mit diesem Auftakt sind Erica Fischbach, Präsidentin des hessischen Verbandes, und Bobtrainer Tim Restle sehr zufrieden und schauen zuversichtlich auf die nächsten Europacup-Rennen.

 

Auf geht es nach Lillehammer zum ersten 2er Bob Europacup für die Athleten des Wiesbadener Bobstützpunkt!

Bobpilotin Kim Kalicki und unseren Jungs, im 2er Issam Ammour, im 4er mit Costa Laurenz und Niklas Scherer sind mit ihrem Piloten Bennet Buchmüller für den Europacup nominiert.

„Da der 4er Bob letzte Woche in Altenberg witterungsbedingt ausgefallen ist, mussten die Herren am Königssee drei Rennen in zwei Tagen absolvieren.

Nach zwei Selektionsrennen im Zweier- und Viererbob am letzten Wochenende in Altenberg (28./29.10.) sowie diese Woche am bayerischen Königssee konnte sich das 4er Bob Teams Bennet Buchmüller mit Costa Laurenz, Niklas Scherer, Christian Hammers und Issam Ammour im 2er als die Besten herauskristallisieren.

Sie dominierten den Anschub nicht nur im 4er, sondern auch in der 2er Konkurrenz und bestätigten das gute Training mit und vom hessischen Landesverbandstrainer Tim Restle, Bob- und Athletikstützpunkt Wiesbaden. Damit sicherten sie sich nicht nur den Startplatz für die Junioren-Weltmeisterschaften Ende Januar in St. Moritz, sondern sind ebenso fester Bestandteil des Europacup-Teams 2017/18.

Bereits am Sonntag (05.11.) geht es für das EC-Team Kim Kalicki und Buchmüller/Ammour zum ersten 2er Bob Rennen der Saison ins norwegische Lillehammer.

Wir wünschen beiden Team viel Glück und drücken die Daumen!

Startbestzeit für RG BSC Winterberg/TUS Eintracht Wiesbaden

Beim Selektionsrennen im sächsischen Altenberg zeigten sich Bennet Buchmüller (Winterberg) und Issam Ammour (Wiesbaden, im Bild links) in aufsteigender Form. Unter den aufmerksamen Augen von Trainer Tim Restle (Bob – und Athletikstützpunkt Wiesbaden) legten die beiden im zweiten Lauf die absolut beste Startzeit hin  und brachten die bis dahin deutlich führenden Richard Oelsner/Alexander Schüller (BSC Sachsen Oberbärenburg) noch einmal in Bedrängnis. Nach dem ersten Lauf hatte dieses Team mit 17/100 Sekunden Vorsprung vor der Winterberger/Wiesbadener Formation die Führung übernommen. Obwohl Buchmüller dann auch seine Abfahrtszeit noch einmal deutliche verbessern konnte reichte es insgesamt nicht mehr den Hausherren den 1. Platz streitig zu machen. Die Oberbärenburger zeigten sich nervenstark, nutzten ihre Bahnerfahrung und legten ebenfalls nochmals ein wenig zu. Mit ihrem zweiten Platz in der Selektion war Restle mit seinen Mannen denn auch sehr zufrieden und blickt den weiteren Ausscheidungsfahrten zuversichtlich entgegen.

 

Hohe Auszeichnung für Kim Kalicki

Bei der Olympischen Ballnacht, die vom Landessportbund Hessen alljährlich ausgerichtet wird, standen auch Ehrungen von erfolgreichen hessischen Sportlern der letzten 12 Monate auf dem Programm, Dr. Rolf Müller, Präsident des LSBH, konnte hierzu im Wiesbadener Kurhaus gut 2000 Gäste begrüßen, die  neben vielen Tanzrunden vor allem über das im Hinblick auf die kommenden Winterspiele in südkoreanischen Pyeongchang  asiatisch geprägte Programm begeistert waren. Kreative Schattenspiele, Taekwondo und akrobatisch anmutende Trommler zogen das Publikum in ihren Bann und sorgten für reichlich Beifall.

Großen Applaus gab es auch für die hessischen Sportler, die für ihre hervorragenden Leistungen als  Sportler, Trainer und Verein des Jahres geehrt und gewürdigt wurden. Zu diesen neu gekürten Würdeträgern gehört auch Kim Kalicki von der Bobabteilung der TuS Eintracht Wiesbaden. Kalicki hat in den europäischen Bobbahnen in der vergangenen Wintersaison hervorragende Ergebnisse eingefahren und diesen Erfolgen  mit der Erringung der Junioren-Weltmeisterschaft U 23 im Zweierbob die Krone aufgesetzt. Sie betrachtete in ihren Sie betrachtete in ihren Dankesworten diese tolle Ehrung auch als Anerkennung der hervorragenden Arbeit im Wiesbadener Bob- und Athletikstützpunkt unter Leitung von Landestrainer Tim Restle und Erica Fischbach, Präsidentin des HBSV. Neben Kalicki gehören auch die Sportler Issam Ammour,  Costa Laurenz, Maureen Zimmer, Niklas Scherer und Peter Adjayi dem deutschen Kader an.                                                                                                     

 

Internationale Bob - Startmeisterschaft in Oberhof

Viel vorgenommen haben sich die hessischen Bobsportler für die kommende Olympia-Saison. Dass sie durch intensives Sommertraining  den besten Grundstock dafür gelegt haben zeigte sich im ersten Wettbewerb, der allerdings noch nicht  in der Eisrinne ausgetragen wurde. Bei einem internationalen Start- und Anschubwettkampf in Oberhof, in den auch die 2. deutschen Start-Meisterschaften eingebunden waren, zeigten sie bei den Männern sowohl im Zweier- als auch im Viererbob hervorragende Leistungen. In der Eisstarthalle der Thüringer Rennrodelbahn traf sich ein national und international hochkarätiges Teilnehmerfeld sodass sich nach Meinung des hessischen Stützpunkttrainers Tim Restle das Abschneiden schon sehen lassen kann. „Obwohl es natürlich noch zu früh ist um Lorbeeren zu verteilen können schon erste Schlüsse über die Leistungsfähigkeit unserer Athleten gezogen werden.  Offensichtlich sind wir auf einem guten Weg und haben im Sommer die richtige Aufbauarbeit geleistet“ kommentierte er das Abschneiden seiner Schützlinge.

Im Zweierbob stellte sich Issam Ammour (Wiesbaden) mit seinem Piloten Bennet Buchmüller (Winterberg) der Konkurrenz. Mit nur 4/100 Sekunden Rückstand verpassten sie knapp den 3. Platz und belegten in der internationalen Wertung den 6. Rang. Gewonnen wurde die Startmeisterschaft von Benjamin Maier/Markus Sammer (Österreich).

Noch besser lief es im Viererbob in der Besetzung Buchmüller, Costa Laurenz, Niklas Scherer (beide Wiesbaden) und Issam Ammour. Sie mussten sich nur um 2/100 Sekunden dem deutschen Meister geschlagen geben. Mit ihrer Zeit stiegen sie auch im internationalen Vergleich als 3. noch aufs Treppchen. Auch  hier hatte Maier (Österreich) mit seinem Team die Nase vorn vor dem deutschen Junioren-Weltmeister Richard Oelsner mit seiner Renngemeinschaft  Oberbärenburg/Potsdam.  Erica Fischbach, Präsidentin des hessischen Bob- und Schlittensportverbandes sieht damit einen erneuten Beweis der guten Trainingsarbeit im Wiesbadener Athletikstützpunkt  und schaut den kommenden Rennen im Eiskanal mit Zuversicht entgegen.

 

Hohe Ehrung für Bernd Sattler

Fast vollzählig vertreten waren die dem HBSV angeschlossenen Vereine bei der Jahreshauptversammlung, die in den Räumen des lsb h in Frankfurt stattfand.  Unter Leitung von Präsidentin Erica Fischbach (Wiesbaden) wurden fast ausnahmslos sehr positive Berichte vorgetragen, sodass sie am Ende der Versammlung ein mehr als zufriedenes Resümee ziehen konnte. Ihr Bericht als Präsidentin umfasste ihre eigenen umfangreichen Aktivitäten, die von zahlreichen Gesprächen mit potenziellen Sponsoren, dem Hessischen Ministerium des Inneren und für Sport, lsb h, BSD und dem Kooperationspartner NWBSV (Nordrhein-Westfälischer Bob- und Schlittensportverband) geprägt waren. Für den HBSV als recht erfolgreichem aber kleinem Verband sei es mitunter arg mühsam, beim BSD Gehör zu finden und die Beschaffung der finanziellen Mittel sei zwar auf Grund der guten sportlichen Leistungen etwas einfacher geworden aber immer noch ziemlich zeitraubend. Daher verband sie ihren Bericht auch mit einem Lob und Dank an alle Förderer und Unterstützer.                              

Mit berechtigtem Stolz berichtete Fischbach von den zahlreichen Erfolgen der hessischen Bobsportler in der abgelaufenen Wintersaison. Ganz besonders hervorzuheben sei der Junioren-Weltmeistertitel (U 23) von Kim Kalicki und gleichfalls der von Costa Laurenz (beide TuS Eintracht Wiesbaden), den er im Vierer-Bob von Bennet Buchmüller (BSC Winterberg) errungen hat. Des Weiteren zählen die Weltmeisterschaftsstarts von Ann-Katrin Strack (ebenfalls Wiesbaden) dazu, die mit ihrer Pilotin Senkel in Berchtesgaden auf den hervorragenden 9. Platz gefahren war.  Auch Costa durfte mit seiner Crew an dieser WM teilnehmen, wobei es die Vier als Debütanten auf den 20. Rang schafften und damit etliche Weltcupstarter hinter sich ließen. Die „Oldies“ hielten sich beim Europa-Cup der Senioren in Igls wieder wacker und belegten mit dem Team Thomas Lang/Rainer Liebau (BRC Michelstadt) in der AK 3 den zweiten Platz, Vierte wurden Martin Fischer/Rainer Gemmel und den 6. Platz belegten Uwe Hurych/Norbert Ley (beide BC Fürth). Insgesamt zahle sich die Zusammenarbeit mit dem Kooperationspartner in Nordrhein-Westfalen aus, auch wenn es hier und da etwas hakele. Bestätigt wurden ihre optimistischen Aussagen von Landestrainer und Sportwart Bob Tim Restle (Wiesbaden). Seine Trainingsgruppe beim Wiesbadener Landesstützpunkt ist mittlerweile auf 10 Frauen und Männer angewachsen, da sich herumgesprochen hat, welche gute Arbeit in seinem Stützpunkt geleistet wird. Nun gelte es den erfahrenen Zugängen den letzten Schliff zu verpassen und den Anfängern die richtige Einstellung zu ihrem neuen Sport zu vermitteln. Nach seinen ersten Eindrücken ist er jedenfalls sehr zuversichtlich, weitere Athleten aus seinem Kader in der Spitzengruppe der deutschen Bobfahrer und - fahrerinnen zu etablieren. 

Dem Bericht von Stefan Meister (Reichelsheim) für die Rodler war zu entnehmen, dass die jungen Sportler die guten Leistungen des Vorjahres noch getoppt und eine ganz hervorragende Saison hinter sich gebracht haben. Das Doppel Hendrik Seibert/ Calvin Meister (beide KSV Reichelsheim) belegte bei den nationalen Entscheidungen stets vordere Plätze und überraschte ganz besonders mit 2 Siegen beim Welt-Cup der Junioren A in Winterberg und Igls. Damit belegte das Paar in der Endabrechnung einen bravourösen 2. Platz knapp hinter einem amerikanischen Team, das allerdings 2 Rennen mehr bestritten hatte. Darüber hinaus funktioniere die Zusammenarbeit mit den Trainern des NWBSV nach wie vor recht gut. Ein kleiner Wermutstropfen bei diesem positiven Stimmungsbild kam lediglich aus dem Jugendbereich der Rodler, bei dem es laut Jugendsportwart Markus Seibert (Reichelsheim) doch einige Nachwuchssorgen gibt. Allerdings betreibe man sehr intensiv Werbung an den Grundschulen und hoffe, durch das Vorstellen dieser Sportart bei Ferienspielen und Schulveranstaltungen einige Neugierige „hungrig“ auf Abfahrten im Eiskanal zu machen.     

Der Kassenbericht des Schatzmeisters Klaus-Dieter Neumann (Michelstadt) war zufriedenstellend, wies er doch trotz gestiegener Kosten nach wie vor eine stabile Finanzlage aus. Dennoch sei auch zukünftig auf sparsame Haushaltsführung und hohe Ausgabendisziplin zu achten. Diese Einschätzung wurde auch von den Kassenprüfern Jürgen Göttmann und Melanie Lauser geteilt, die dem Schatzmeister eine einwandfreie Kassenführung testierten und daher der Versammlung die Entlastung des Vorstandes vorschlugen. Auf Antrag von Meister wurde dieser Vorschlag auch einstimmig angenommen. 

Der vorgelegte Haushaltsentwurf wurde nach kurzer Aussprache ebenfalls einstimmig genehmigt. Außerdem wurde über die sportlichen Perspektiven in den einzelnen Sparten des hessischen Verbandes diskutiert und bereits feststehende Termine besprochen. 

Abschließend oblag es Präsidentin Erica Fischbach, Bernd Sattler mit der Ehrennadel in Bronze des Bob- und Schlittensportverbandes für Deutschland zu würdigen.  In sehr persönlichen Worten ging sie auf das jahrzehntelange Engagement des Reichelsheimers ein, der von dieser Ehrung sichtlich sehr angenehm überrascht war.  Sattler war jahrelang einer der besten deutschen Rodler und schaffte es auch im Seniorenbereich bei den deutschen Meisterschaften der Masters zu Meisterehren und Plätzen auf dem Treppchen. Darüber hinaus gehörte er lange Zeit dem Präsidium des HBSV an und leitete diesen Verband 12 Jahre bis 2012.  

 

Starker Zuwachs bei hessischen Bobsportlern

Dass in Wiesbaden bei Landestrainer Tim Restle gute Arbeit geleistet wird zeigten nicht nur die  Erfolge der hessischen Bobdamen und – herren in der vergangenen Wintersaison. sondern hat sich auch bei den Athleten anderer Landesverbände herumgesprochen. Prominentester Neuzugang ist nun Niklas Scherer, der bisher für den BSC Winterberg an den Start gegangen ist und erst seit knapp 2 Jahren Bobsport betreibt. Seinen bisher größten Erfolg in der noch kurzen Karriere konnte der 24- jährige  im Januar 2017 bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Winterberg feiern als er im Schlitten des Piloten Bennet Buchmüller im Viererbob Junioren-Weltmeister wurde. Diese tolle Leistung  berechtigte zur Teilnahme an der Weltmeisterschaft am Königssee, wo er als Debütant im Wettbewerb mit den Weltklasseteams einen respektablen 20. Rang belegte. Auch im Zweierbob als Anschieber von Buchmüller wurde er bei der Junioren-Weltmeisterschaft mit Edelmetall belohnt. Die beiden errangen den Bronzeplatz und überzeugten mit der zweitbesten Startzeit des gesamten Feldes. Scherer folgt mit diesem Schritt seinem Stammpiloten Buchmüller, der schon vorher den Weg aus dem Sauerland an den Rhein gefunden hatte. Damit verfügt die Wiesbadener Trainingsgruppe über aktuell 4 Junioren-Weltmeister. Restle hält große Stück auf das neue Talent denn  „Niklas ist ein sehr disziplinierter und trainingsfleißiger Athlet, der sehr großes  Potenzial hat,  in naher Zukunft im Weltcup zu starten.“ 

Eine weitere Verstärkung erhält die Gruppe mit Peter Adjayi, der in der Wiesbadener Sprintszene kein Unbekannter ist. Restle ist auch von diesem Zugang begeistert, obwohl sein neuer Schützling noch keinerlei Bobsporterfahrungen hat. „ Als erfolgreicher Leichtathlet bringt er ein riesiges athletisches Potenzial mit“ meint der hessische Trainer, „ nun gilt es, diese Fähigkeiten in den Schlitten zu bringen. Ich sehe für ihn sehr gute Chancen für eine erfolgreichen Einstieg in eine völlig andere Sportart, aber wir werden ein bisschen Geduld und Ausdauer haben müssen.“

Sehr glücklich über diese Neuzugänge im Wiesbadener „ Talentschuppen „ ist auch die HBSV – Präsidentin Erica Fischbach. „ Es macht mich schon ein bisschen stolz, wenn erfolgversprechende Talente wie Scherer oder auch Neulinge wie Adjayi zu unserem hessischen Kader stoßen, der nun 10 Sportlerinnen und Sportler umfasst. Es ist für uns der beste Beweis, dass an unserem Landesstützpunkt sehr gute Arbeit geleistet wird, um Nachwuchsleuten den letzten Schliff für eine tolle Zukunft in den internationalen Eiskanälen zu verschaffen.“

Da der hessische Verband und seine Vereine nicht mit dem großen Geld locken können ist die hervorragende Trainingsarbeit die beste Werbung, um national vorne mit zu mischen und auch weiterhin Athleten in den deutschen Kader entsenden zu können. Fischbach bedankt sich bei dieser Gelegenheit auch für die große Unterstützung durch den LSBH, die Hessische Sporthilfe und den Olympiastützpunkt Hessen.