Rückschlag für Kalicki im Monobob
Beim Monobob Rennen in der Altenberger Eisrinne konnte Kim Kalicki (TuS Eintracht Wiesbaden) nicht an den guten Ergebnissen anknüpfen, die sie in den letzten Vergleichen erzielt hatte. Sie hatte mit den Kufen experimentiert und der Griff in die Materialkiste ging etwas daneben. Sie war nach Meinung von Bundestrainer René Spieß weder am Start noch in der Bahn konkurrenzfähig und musste mit dem 7. Platz vorliebnehmen.
Besser machte es da Breeana Walker aus Australien, die zu den Schützlingen vom hessischen Landestrainer Tim Restle gehört. Mit zwei recht guten Startzeiten legte sie den Grundstein für den 5. Rang unmittelbar hinter der Weltspitze aus Deutschland, Kanada und den USA. Mit einer Paradeleistung zeigte die „große alte Dame“ des Damen Bobsports Kaillie Humphries, dass sie immer für einen Sieg gut ist und gewann das Rennen souverän vor Laura Nolte (BSC Winterberg), die nach Bahnrekord im ersten Lauf noch geführt hatte. Für die dritte deutsche Starterin Lisa Buckwitz (BRC Thüringen) reichte es trotz überragender Startzeiten hinter das Kanadierin Cynthia Appiah nur noch für den 4. Platz.
Mit diesem Ergebnis haben die Ambitionen von Kim einen kleinen Dämpfer erhalten, der sie aber sicherlich nicht umwerfen wird, meinte Restle zu dem Ergebnis von Altenberg, während Breeana erneut bewiesen hat das sie ganz dicht an der Weltspitze dran ist.

Foto Viesturs Lacis: Breeana Walker untere Reihe in der Mitte

Hafer zum wiederholten Male auf Rang 4
„Alles beim Alten“ meinte HBSV-Präsidentin Erica Fischbach lapidar zum Abschneiden von Christoph Hafer (Eintracht Frankfurt/BC Bad Feilnbach) beim Zweierbob Wettbewerb in Altenberg. „Die beiden sind jedes Mal auf dem Sprung zur Spitze und dann fehlt doch wieder eine Kleinigkeit.“ Es nur knappe 16/100 Sekunden, die ihn mit seinem Anschieber Matthias Sommer (BSC Winterberg) von einem Podestplatz trennten. Vor allem die schwachen Startzeiten haben schon früh ein besseres Abschneiden verhindert, wobei Hafer seine leichte Fußverletzung nicht als Entschuldigung gelten ließ. „Wahrscheinlich ist dabei doch was im Kopf abgegangen“ kommentiere Landestrainer Tim Restle das Ergebnis, „da ja auch Francesco Friedrich angeschlagen ist, wäre vielleicht mehr drin gewesen. Christoph hat ja schon in einigen Läufen bewiesen, da er fahrerisch ganz vorne mitmischen kann.“ Immer besser in Fahrt kommt hingegen das Dou Johannes Lochner (BC Stuttgart Solitude) / Georg Fleischhauer (SC Potsdam), das mit einer hervorragenden Leistung erstmals in Altenberg gewinnen konnte. Zweite wurden die Briten Brad Hall/ Taylor Lawrence vor dem nach wie vor leicht gehandicapten Francesco Friedrich (BSC Sachsen Oberbärenburg), für den es auf seiner Heimbahn mit Alexander Schüller (SV Halle) dennoch zum 3. Platz reichte.

Dreifachtriumph für deutsche Zweierbob-Damen
Mit einem großartigen Erfolg endete das Rennen In Altenberg für die deutschen Damen. Alle drei Teams erkämpften ein Platz auf dem Podest. Unter ihnen auch Kim Kalicki, die mit der starken Anschieberin Leonie Fiebig (BSC Winterberg) in den Wettbewerb gegangen war. Bereits nach dem ersten Lauf lag das Dou trotz einiger kleiner Fahrfehler auf dem zweiten Platz. Im zweiten Lauf fuhr Kalicki Bestzeit, konnte jedoch den Rückstand nicht ganz egalisieren und war am Ende knapp geschlagen Zweite. Gewonnen wurde das Rennen von Lisa Buckwitz, die damit ihren ersten Sieg als Pilotin im Zweierbob feiern konnte. Mit Kira Lipperheide (TV Gladbeck) fuhr sie im ersten Lauf Tagesbestzeit, in beiden Abfahrten die besten Startzeiten und legte damit die Basis für den verdienen Erfolg. Dieses Mal „nur“ Dritte wurde nach ihrem Leistungshoch Laura Nolte mit Lena Neunecker (SC Potsdam), die sich diesen Platz mit Kaillie Humphries/Jasmine Jones aus den USA teilte. Ein Wochenende mit Licht und Schatten bezeichnete Landestrainer Tim Restle die Ergebnisse von Kalicki, Fahrfehler kommen ja immer wieder bei allen Pilotinnen vor, gerade in der anspruchsvollen Altenberg Bahn. Bei den Starts ist möglicherweise noch einiges an Ausbaupotential vorhanden.

Foto Viesturs Lacis: Kalicki obere Reihe Zweite von links

Hafer mit imponierender Leistung im Viererbob
Hafer schuf mit seinen Mannen Matthias Sommer, Kevin Korona (Mitteldeutscher Sportclub Magdeburg) und Tobias Schneider (BSC Bad Feilnbach) bereits mit der ersten Abfahrt eine hervorragende Ausgangsbasis für seinen Silberplatz. Mit nur 7/100 Sekunden Rückstand bestanden sogar Aussichten auf den Sieg. Hafer zeigte auch im zweiten Lauf eine solide kämpferische Leistung und fuhr voll auf Angriff. Aber mit einer beeindruckenden Leistung ließ sich das britische Team von Brad Hall nicht von der Spitze verdrängen und feierte seinen zweiten Sieg in dieser Saison. Hafer lag als bestes deutsches Team erstmals vor beiden BSD-Konkurrenten und war demzufolge auch stolz und recht zufrieden.
Mit auf den Podest schaffte es Johannes Lochner mit seinen Anschiebern Georg Fleischhauer, Erec Bruckert (BRC Thüringen) und Christian Rasp (WSV Königssee). Momentan ist das Team im Vierer noch ein bisschen am Experimentieren, ist aber optimistisch, bald das optimale Setup zu finden. Bei Francesco Friedrich machte sich am Start immer noch seine leichte Verletzung bemerkbar. Mit seinen starken Anschiebern Thorsten Margis (SV Halle), Alexander Schüller und Martin Grothkopp (Dresdner SC 1898/BSC Sachsen Oberbärenburg) schaffte er es dennoch, sogar mit Laufbestzeit in der zweiten Abfahrt, auf den vierten Rang. Grothkopp beendet mit diesem Rennen seine großartige und sehr erfolgreiche Karriere, die er 17 Jahre lang auf hohem Niveau bestritt.

Foto: Viesturs Lacis: Siegerehrung Viererbob


Erster Podestplatz für Kalicki im Monobob
Ihre hervorragende Frühform hat Kim Kalicki (TuS Eintracht Wiesbaden) gut über die Weihnachtspause ins neue Jahr hinübergebracht und knüpfte trotz einer gerade auskurierten Erkältung mit ihren Leistungen nahtlos an die hervorragenden Ergebnisse aus Nord-Amerika an. Bei der Fortsetzung der Saison in Winterberg kämpfte sie mit 14 Konkurrentinnen im Monobob-Wettbewerb um Sieg und Platz. Mit einer ordentlichen Fahrt lag sie nach dem ersten Lauf in einer eng zusammen liegenden Spitzengruppe auf Rang 5. Sie konnte im zweiten Lauf noch eine Schippe zulegen und fuhr in Abfahrt 2 die drittbeste Zeit. Das allein hätte für eine Resultats Verbesserung allerdings nicht ausgereicht. Sie profitierte jedoch davon, dass Lisa Buckwitz (BRC Thüringen) nach Startbestzeit in der Bahn strauchelte und vom 2. Rang auf den 4. zurückfiel. Noch ärger erwischte es Melanie Hasler aus der Schweiz, die von der führenden Position auf Rang 7 durchgereicht wurde. Damit war für Kalicki Platz 3 in trockenen Tüchern. Gewonnen wurde das Rennen von der Lokalmatadorin Laura Nolte (BSC Winterberg), die sich von Platz 4 mit Laufbestzeit an die Spitze vorkämpfte. Silber ging an Kaillie Humphries aus den USA, die sich ebenfalls um einen Platz verbessern konnte.
Sehr zufrieden war auch Breeana Walker (Australien), die von Tim Restle in der Frankfurter Trainingsgemeinschaft betreut wird. In diesem Weltklassefeld konnte sie dicht an die Spitze heranfahren und verbesserte sich durch einen starken zweiten Lauf im Gesamtklassement auf den 5. Platz.
Hessens Landestrainer Restle war mit den Ergebnissen der beiden sehr zufrieden und meinte, dass Kalicki von ihrem 3. Platz wohl selbst am meisten überrascht war. Damit habe sie zum bisher besten Monobob-Ergebnis des deutschen Verbandes beigetragen und ihre ansteigende Leistungstendenz in dieser Disziplin bestätigt. Walker sei sehr solide gefahren und habe ihr Potenzial fast komplett ausgereizt

Hafer knapp am Podest vorbei
Unter Wert geschlagen wurde Christoph Hafer (Eintracht Frankfurt/BC Bad Feilnbach) mit Anschieber Matthias Sommer (BSC Winterberg) beim ersten Zweierbob-Rennen in diesem Jahr. Bei einem starken Teilnehmerfeld von 18 Schlitten belegte er nach der Zwischenwertung mit nur 1/10 Sek. Rückstand den zweiten Platz. In der zweiten Abfahrt schlich sich dann allerdings ein gravierender Fehler ein und die beiden mussten die Schweizer Michael Vogt/Sandro Michel sowie die Briten Brad Hall/Taylor Lawrence vorbeiziehen lassen. Selbstkritisch nahm Hafer diese Enttäuschung auf seine Kappe, denn „die letzte Fuhre war einfach zu schlecht“. Einen sehr überzeugenden Auftritt boten Johannes Lochner (BC Stuttgart Solitude) /Georg Fleischhauer (SC Potsdam) und eroberten mit zwei Mal Laufbestzeit den hoch verdienten Sieg. Verletzungsbedingt reichte es dieses Mal für Top Pilot Francesco Friedrich (BSC Sachsen Oberbärenburg) mit Stammanschieber Thorsten Margis (SV Halle) nur für den 6. Platz.

Dreifacher Erfolg für deutsche Damen
Die richtige Spur im Sauerländer Eiskanal fand das deutsche Trio im Zweierbob-Wettbewerb. Ordentlich mitgemischt hat auch Kim Kalicki die mit Leonie Fiebig (BSC Winterberg) ins Rennen gegangen war. Nach dem ersten Lauf belegte dieses Dou mit 25/100 Sekunden Rückstand zur Spitze Position 3. Mit einer sauberen Vorstellung in der zweiten Abfahrt verteidigten die beiden diesen Rang und Kalicki zeigte sich angesichts der großen Konkurrenz mit Bronze auf dem Podest sehr zufrieden. Sie verteidigte damit ihre Führung im Gesamt-Weltcup.
Gewonnen wurde das Rennen von Laura Nolte mit Anschieberin Neele Schuten (TV Gladbeck), die nach ihrem Sieg im Monobob auf ihrer Hausbahn erneut dominierte. Schon etwas abgeschlagen wurden Lisa Buckwitz/Kira Lipperheide (TV Gladbeck) Zweite. Voll des Lobes war Bundestrainer René Spieß, der allen sechs Damen eine tadellose Leistung ohne Wenn und Aber testierte.
Für eine faustdicke Überraschung sorgte die Australierin Breeana Walker, die mit Anschieberin Sarah Blizzard in diesem 16er - Feld einen hervorragenden 5. Platz belegte und starke Konkurrenz aus Kanada und der Schweiz hinter sich ließ. Landestrainer Restle freute sich sehr über diesen Erfolg und meinte, dass der 5 Platz im Monobob schon sehr beachtlich gewesen war aber nun mit diesem Super-Ergebnis nochmals deutlich getoppt wurde.


Foto Viesturs Lacis: Kalicki obere Reihe 5. von links, Walker vordere Reihe 4. von links

Hafer auf Platz 4 abonniert
Duplizität der Ereignisse beim Viererbob Wettbewerb in Winterberg. Bei einem Starterfeld von 16 Schlitten fand sich Christoph Hafer mit seinen Anschiebern Matthias Sommer, Michael Salzer (BC Stuttgart Solitude) und Tobias Schneider (BC Bad Feilnbach) nach der ersten Abfahrt auf Platz 2 wieder und mit 15/100 Sekunden Rückstand in Schlagweite zur Führungsposition. Aber dann gelang ihm das Kunststück, genau wie im Zweier, diese hervorragende Ausgangssituation zu vergeigen und am Ende mit Platz 4 mit leeren Händen da zu stehen. Nun gilt es für ihn erst einmal diesen doppelten Nackenschlag zu verdauen und wieder in den Angriffsmodus zu schalten
Nicht zu schlagen war trotz seiner Muskelverletzung Francesco Friedrich, der mit Thorsten Margis, Candy Bauer (BSC Sachsen Oberbärenburg) und Alexander Schüller (SV Halle) im Schlitten im ersten Lauf die Führung übernahm und sich das Heft nicht mehr aus der Hand nehmen ließ. In einer furiosen Aufholjagd verbesserte sich das britische Team von Brad Hall vom 6.auf den 2. Rang und ließ dabei Johannes Lochner mit Florian Bauer (BRC Ohlstadt), Erec Bruckert (BRC Thüringen) und Christian Rasp (WSV Königssee), die sich vom 5. Platz noch auf den 3. Podiumsplatz nach vorne schoben, mit hauchdünnen 2/100 Sekunden hinter sich


9 Damen aus 4 Ländern traten zum Wettbewerb im Monobob an und lieferten sich ein spannendes Rennen. Nach dem ersten Lauf hatte Laura Nolte (BSC Winterberg) mit neuem Bahnrekord vor der sehr erfahrenen Amerikanerin Kaillie Humphries die Führung übernommen. Nach einem neuen Startrekord lag Lisa Buckwitz (BRC Thüringen) dicht dahinter und für Kim Kalicki (TuS Eintracht Wiesbaden) auf Rang 5 war auch noch ein Podestplatz in Reichweite. Von diesen Top fünf musste zuerst Kalicki in den Eiskanal und verlor einen Platz an die Schweizerin Melanie Hasler. Sie profitierte jedoch danach von einem Sturz der nach dem ersten Lauf direkt vor ihr liegenden Kanadierin Cynthia Appiah, die dadurch auf den letzten Rang zurückfiel. Kalicki bezeichnete ihr Ergebnis als recht ordentlich, hätte aber auch etwas besser sein können. Buckwitz verteidigte ihren Bronze-Platz. Ganz stark fahrend konnte Nolte überraschend ihren 1. Platz vor Humphries halten und sicherte den deutschen Damen den ersten Saisonsieg im Monobob. HBSV-Präsidentin Erica Fischbach meinte, dass Kalicki im Monobob mittlerweile auf einem stabil hohen Niveau fahre, aber der letzte Kick noch immer fehle.

Überraschung im Zweierbob der Männer
Erstmals seit langer Zeit hatte Johannes Lochner (BC Stuttgart Solitüde) wieder einmal die Nase vorn. Bereits im ersten Lauf eroberte er mit Georg Fleischhauer (SC Potsdam) den Spitzenplatz vor der Paarung Francesco Friedrich (BSC Sachsen Oberbärenburg) /Alexander Schüller (SV Halle), deren lange Siegesserie damit riss. Obwohl der Abstand zum 3. Platz groß war, zeigte sich Christoph Hafer (Eintracht Frankfurt/BC Bad Feilnbach) mit dem guten Rang 4, den er mit Matthias Sommer (BSC Winterberg) erkämpft hatte, noch zufrieden. Er haderte vor allem mit dem zweiten Lauf, der die beiden zeitlich deutlich zurückwarf.

Kim Kalicki führt Weltcup an
Mit 650 Punkten geht die Zweierbob-Siegerin von Whistler und Park City als Führende vor der Amerikanerin Humphries (625) und Laura Nolte (612) in die Weihnachtspause. Allerdings ist ihre kleine Siegesserie in Lake Placid gerissen, als die 37 – jährige Humphries wieder ihr ganzes hervorragendes Können mobilisierte und mit Kaysha Love in ihrer Heimat nicht zu schlagen war. Bereits nach dem ersten Lauf lag sie knapp vorne und obwohl Laura Nolte/Lena Neunecker (SC Potsdam) im zweiten Lauf ordentlich was vorlegten konterte sie erfolgreich und gewann. Trotz sauberer Abfahrten vermochten Kalicki/Anabel Galander (Mitteldeutscher SC Magdeburg) nicht in diesem Zweikampf eingreifen und wurden Dritte. Selbstkritisch gab Kalicki zu, dass sie fahrerisch einiges besser hätte machen können, war aber mit dem Ergebnis zufrieden. Hinter dem kanadischen Dou Bianca Ribi/Niamh Haughey wurde das dritte deutsche Team Buckwitz/Neele Schuten (TV Gladbeck) trotz bester Startzeit auf dem 5. Rang verwiesen.

Foto Viesturs Lacis: links Galander, rechts Kalicki

Hafer erneut auf dem Treppchen
12 Schlitten aus 7 Nationen beendeten im Viererbob den ersten Saisonabschnitt dieses Winters. Ziemlich überraschend lag nach dem ersten Lauf das Team von Hafer mit Michael Salzer (BC Stuttgart Solitude), Kevin Korona (Mitteldeutscher SC Magdeburg) und Tobias Schneider (BC Bad Feilnbach) hauchdünn vorn, wobei sich zeigte, dass er im unteren Teil des Eiskanals die Idealspur gefunden hatte.
Trotz einer Superleistung im zweiten Lauf hätte es für Friedrich mit Thorsten Margis, Alexander Schüller (beide SV Halle) und Felix Straub (SC DHfK Leipzig) nicht für einen Podestplatz gereicht, wenn nicht das Schweizer Team von Michael Vogt am Start heftig gepatzt hätte und dadurch deutlich an Boden verlor. Am Ende war es die Silber-Medaille, die mit 1/100 Sekunden Rückstand heraussprang. Auf Grund der seitherigen Leistungen einfach mal dran war die britische Mannschaft von Brad Hall, der nach vielen guten Ergebnissen dieses Mal über eine hoch verdiente Gold-Medaille jubeln konnte. Dies war auch dem Umstand geschuldet, dass Hafer seinen tollen ersten Lauf nicht wiederholen konnte und sich in der Endabrechnung mit dem 3. Rang zufriedengeben musste. Johannes Lochner glänzte mit seinem Team Florian Bauer (BRC Ohlstadt), Erec Bruckert (BRC Thüringen) und Christian Rasp (WSV Königssee) zwei Mal mit den besten Startzeiten und verfehlte dennoch den Platz auf dem Treppchen.
Der hessische Landestrainer Tim Restle beurteilte die Ergebnisse seiner Athleten auf der Nordamerika-Tour als sehr zufriedenstellend, zumal die sehr anspruchsvollen Bahnen teilweise Neuland für sie gewesen sind.


Weiter auf Erfolgskurs befindet sich Maureen Zimmer (Eintracht Frankfurt/BSC Sachsen Oberbärenburg) nach ihrem großartigen Einstieg in die diesjährige Europa-Cup Saison. Bei den Veranstaltungen in Innsbruck erkämpfte sie im Monobob zweimal Plätze auf dem Treppchen und kann sich mit je einer Gold- und Silbermedaille schmücken. Im ersten Wettbewerb imponierte sie mit zwei Mal bester Startzeit und musste sich am Ende nur der in diesem Winter bisher überragenden Australierin Breeana Walker geschlagen geben. Am folgenden Tag nahmen 21 Sportlerinnen von 15 Nationen am zweiten Monobob Rennen in Österreich teil. Dieses Mal hatte Zimmer mit zwei souveränen Fahrten am Ende deutlich die Nase vorn und verwies Ying Qing (China) und Andreaa Grecu (Rumänien)n auf die Plätze.
. „Maureen hat die Gunst der Stunde perfekt genutzt“ freute sich Landestrainer Tim Restle über diesen Coup seiner Athletin “ die starke Französin Margot Boch ist doch nicht an den Start gegangen und unser Trainingsgruppenmitglied Breeana verletzungsbedingt zum zweiten Lauf nicht mehr angetreten, obwohl sie in Führung gelegen hatte. Damit soll aber Maureens Leistung wirklich nicht geschmälert werden, denn der Sieg lag aufgrund ihrer seitherigen guten Leistungen in der Luft.“

Foto privat: Maureen Zimmer

 

Sieg im Zweierbob


Ihre erfolgreichen Tage in Österreich krönte Zimmer mit ihrem Sieg im Zweierbob. Vom Start weg lag sie mit ihrer Anschieberin Lauryn Siebert (BSC Winterberg) bis zur Zielzeitnahme im grünen Bereich. Allerdings musste sie etwas bangen, denn das französische Dou Margot Boch/Carla Senechal rückte den beiden bis auf 2/100 Sekunden auf die Pelle. Da nur ein Lauf durchgeführt wurde gab es große Erleichterung und befreites Aufatmen als das Rennen zu Ende war und die anderen18 Starterinnen bei weitem nicht die Bestzeit von Zimmer in Gefahr brachten.

Foto privat: Zimmer links, Siebert rechts

„Die „Innsbrucker Olympiabahn in Igls hat sich als wahre Goldgrube für Maureen entpuppt“ strahlte HBSV-Präsidentin Erica Fischbach, „auch wenn ein Quäntchen Glück dabei gewesen ist. Aber das gehört bei der Leistungsdichte im Europa-Cup einfach dazu. Inzwischen gehören vordere Plätze fast zum Alltag und verleihen ihr ein hohes Maß an Selbstvertrauen und Abgeklärtheit“.

 

Vordere Plätze im Viererbob

Im ersten Viererbob Wettbewerb in Innsbruck dominierte Nico Semmler (BRC Ilsenburg) mit seinem Team, da er trotz nicht so guter Startzeiten in der Endabrechnung in der Bahn am schnellsten unterwegs war. Joshua Tasche (Eintracht Frankfurt) war erneut im Schlitten von Maximilian Illmann (BSC Sachsen Oberbärenburg) und mit seinen Anschieberkameraden Max Pietza (SC Potsdam) sowie Hendrik Proske (WSV Königssee) in Aktion. Mit zwei stabilen sauberen Abfahrten belegten sie als zweitbestes deutsches Team Rang 4 und lagen nur 14/100 Sekunden hinter dem Bronzeplatz. Erstmals in dieser Saison im Europa-Cup dabei war Laurenz Costa (Eintracht Wiesbaden). Den Schlitten des Gießeners Adam Ammour, der mit Nick Stadelmann (beide BRC Thüringen) den Zweierbob Wettbewerb in Innsbruck gewonnen hatte, schoben außerdem Paul Hensel (SC Potsdam) und Stadelmann. Trotz guter Startzeiten mussten sich die Vier noch hinter dem Team von Alexander Czudaj (BSC Sachsen Oberbärenburg) unter 19 gewerteten Teams mit dem zwölften Rang begnügen.
Ordentlich durchgemischt wurden die 4 deutschen Teams, die beim zweiten Viererbob Wettbewerb in Österreich an den Start gingen. Beim Sieg des lettischen Quartetts um Emils Cipulis erwies sich die Mannschaft von Semmler zum wiederholten Male als derzeit bestes deutsches Team und belegte trotz einer eher mäßigen Startzeit den 2. Platz. Hinter einem weiteren lettischen Team erreichte wie am Vortag Maximilian Illmann den 4. Rang. Mit im Schlitten saßen Laurenz Costa, Joshua Tasche und Henrik Proske. Da auch dieser Wettbewerb nur in einem Lauf gewertet wurde gab es keine Chance einer Verbesserung. Nichts mit der Medaillenvergabe zu tun hatten die Mannschaften von Laurin Zern (11.) und Ammour (13.) unter 19 Teilnehmern.


Beim zweiten Weltcup-Wochenende in Nord-Amerika zeigten sich die deutschen Männer und Frauen in ähnlicher überragender Form wie eine Woche zuvor. Bei traumhaften Wetterbedingungen gingen zuerst die Damen mit ihren Mono-Schlitten ins Rennen. Im Eiskanal von den Olympischen Spielen 2002 starteten 9 Athletinnen, darunter 3 Deutsche. Wie schon so oft gab es auch dieses Mal für die Drei kein Vorbeikommen an Lokalmatadorin Kallie Humphries (USA), die sich mit neuem Bahnrekord im zweiten Lauf souverän an die Spitze setzte. Immerhin Silber sicherte sich Lisa Buckwitz (BRC Thüringen) in ihrem zweiten Monobob Rennen. Für Kim Kalicki (Eintracht Wiesbaden) reichte es nach zwei nicht ganz perfekten Läufen mit groben Schnitzern für Rang 6. Zwischen diese beiden deutschen Damen schob sich Laura Nolte (BSC Winterberg), die allerdings ihren Bronzeplatz nach der 1. Abfahrt für Cynthia Appiah aus Kanada räumen musste und 4. wurde.

 

Zweiter Saisonsieg für Kim Kalicki

Ihren zweiten Coup im Weltcup landete Kalicki im Eiskanal von Park City im Zweierbob. Bereits nach dem ersten Lauf übernahm sie, mit Leonie Fiebig (BSC Winterberg) als Anschieberin, die Führung wobei sie den seitherigen Bahnrekord aus dem Jahre 2006 deutlich unterbot. Da sie die zweite Abfahrt sauber und solide zu Ende brachte war den beiden mit zweimal Laufbestzeit der Sieg nicht zu nehmen. Den deutschen Doppelerfolg komplettierten 23/100 Sekunden zurück Laura Nolte mit Debütantin Lena Neunecker (SC Potsdam). Knapp dahinter sicherten sich die Amerikanerinnen Kallie Humphries/Jasmine Jones den dritten Podestplatz vor Lisa Buckwitz mit Neele Schuten (TV Gladbeck) als Bremserin.
Bundestrainer René Spieß war mit seinen Damen sehr zufrieden, zumal alle das erste Mal auf dieser Bahn unterwegs waren.
Foto Viesturs Lacis: links Leonie Fiebig, rechts Kim Kalicki

 

Hafer knapp am Podest vorbei

Unter den 3 deutschen Schlitten in einem 13-ner Feld im Zweierbob befand sich auch Christoph Hafer (Eintracht Frankfurt/BC Bad Feilnbach), der wieder mit Matthias Sommer (BSC Winterberg) auf der Bremse antrat. Da sie den ersten Lauf nicht so recht getroffen hatten, rangierten sie erst einmal auf Platz 4. Obwohl die beiden dann in der zweiten Fuhre nachlegen konnten wurden sie durch einen Superlauf von Johannes Lochner/Florian Bauer überflügelt und fielen auf Platz 5 zurück. Nachdem Francesco Friedrich/Thorsten Margis nach dem ersten Lauf nur auf Platz 3 lagen legten sie mit Laufbestzeit im Zweiten ordentlich vor und eroberten zum wiederholten Mal die Spitze vor einem britischen und einem schweizerischen Duo.

 

Dreifacher Erfolg für deutsche Viererbobs

Wie beim Zweierbob Rennen bei der Olympiade in Peking belegten drei deutsche Schlitten auf der höchstgelegenen Kunsteisbahn der Welt in Park City das Siegerpodium. Seinen 70. Weltcupsieg feierte Francesco Friedrich (BSC Sachsen Oberbärenburg), der mit Thorsten Margis, Alexander Schüller (beide SV Halle) und Felix Straub (SC DHfK Leipzig) in den Wettbewerb gegangen war und im ersten Lauf die Basis für den Gesamtsieg legte. Überraschenderweise bessere Startzeiten als Friedrich legte Johannes Lochner (BC Stuttgart Solitude) vor und sicherte mit fehlerfreien Läufen seinem Team mit Erec Bruckert (BRC Thüringen), Georg Fleischhauer (BSC Sachsen Oberbärenburg) und Christian Rasp (WSV Königssee) die Silber-Medaille. Nur 1/100 Sekunde dahinter eroberte Christoph Hafer mit Matthias Sommer, Michael Salzer (BC Stuttgart Solitude) und Tobias Schneider (BC Bad Feilnbach) den hart umkämpften 3. Platz und war über die erste Weltcup-Medaille der Saison sehr glücklich. Kurz und knackig kommentierte Bundestrainer dieses Riesenergebnis mit: “Super Abschluss, einfach fantastisch.“

 


Einen großartigen Einstieg in die Saison schaffte die Australierin Walker, die am Trainingsstützpunkt Rhein-Main in Frankfurt zur Trainingsgruppe des hessischen Landestrainers Tim Restle gehört. Als einzige deutsche Teilnehmerin war auch ihre Trainingspartnerin Maureen Zimmer (Eintracht Frankfurt) für die Europa-Cup Veranstaltungen im Mono-Bob gemeldet. Beide zeigten vor allem im ersten Wettbewerb hervorragende Leistungen und machten das Endergebnis unter sich aus. Peking Olympia-Teilnehmerin Walker gehört schon lange zur erweiterten Weltspitze und bestätigte ihr Können mit dem Sieg im schwierigen Altenberger Eiskanal. Zimmer lag nach der ersten Abfahrt in Führung, verlor jedoch beim entscheidenden zweiten Lauf nach einem tollen Start an Boden und wurde knapp geschlagen auf den zweiten Platz verwiesen.

Foto: privat obere Reihe links Zimmer, in der Mitte Walker


Beim Wettbewerb am darauffolgenden Tag waren erneut 15 Schlitten am Start. Walker untermauerte ihre großartige Form und war erneut nicht zu schlagen. Zimmer glänzte wieder mit den besten Startzeiten, hatte jedoch im unteren Teil der Bahn einige Probleme und verfehlte hinter Andreea Grecu (Rumänien) und Ying Qing (China) deutlich einen Podestplatz. „Ich bin mit den Leistungen der beiden Damen natürlich sehr zufrieden“ strahlte Landestrainer Restle,“ Breeana hat ihre große Routine ausgespielt und hoch verdient gewonnen. Maureen fuhr im ersten Wettbewerb in dieser anspruchsvollen Bahn fast perfekt. Bei ihrem riesigen Talent wird sie aus den Wacklern am zweiten Tag sicherlich die richtigen Schlüsse ziehen.“


Vordere Plätze im Zweierbob der Männer

Unter den 4 Teams, die der BSD in Altenberg ins Rennen schickte, befanden sich auch Hans Peter Hannighofer (BRC Thüringen) und Issam Ammour (Eintracht Frankfurt). Nach einem etwas schwächeren ersten Lauf verbesserten sie sich mit einer ansprechenden Leistung in der zweiten Abfahrt von Rang 7 auf Platz 4 zeitgleich mit einem rumänischen Team und unmittelbar hinter Maximilian Illmann (BSC Sachsen Oberbärenburg) /Philipp Wobeto. Gewonnen wurde das Rennen vom Gießener Adam Ammour mit Anschieber Benedikt Hertel (beide BRC Thüringen).
Auf dem gleichen 4. Rang landeten Hannighofer/Ammour auch am zweiten Tag, wobei dieses Mal der zweite Lauf etwas schwächer war. Damit konnten sie jedoch das deutsche Dou Nico Semmler (BRC Ilsenburg) /Oliver Peschk (SC Potsdam) hinter sich lassen. Für den deutschen Verband gab es angesichts einiger Test auf den Anschieberpositionen einen erfreulichen Doppelsieg von Illmann/Lukas Koller (BC Bad Feilnbach) vor Adam Ammour/Nick Stadelmann.



Foto privat: links Hans Peter Hannighofer, rechts Issam Ammour


Hessische Anschieber auf den Plätzen 4 und 5


13 Teams aus 7 Nationen kämpften um den Sieg im Viererbob. Darunter befanden sich 4 deutsche Mannschaften, die mit einem sehr starken Nico Semmler auch den Gewinner stellten. Der Ilsenburger erwischte zwei hervorragende Läufe und fuhr zwei Mal Bestzeit. Ganz knapp am Podest vorbei beendete Maximilian Illmann das Rennen, bei dem neben Philipp Wobeto und Lukas Koller auch Joshua Tasche (Eintracht Frankfurt) zum Einsatz kam. Unmittelbar dahinter platzierte sich Hans Peter Hannighofer mit Issam Ammour, Tim Gessenhardt (ESC Erfurt) und Christian Röder (BRC Thüringen). Nicht an die gute Leistung im Zweier anknüpfen konnte Adam Ammour und musste sich mit seinem Team auf dem 7. Rang zufriedengeben.

 

Vierer mit Anschieber Tasche auf dem Podest


Auch die zweite Veranstaltung im Viererbob wurde zu einer sicheren Beute vom Team Semmler, das trotz mäßiger Startzeiten in beiden Läufen die schnellsten Zeiten fuhr. Deutlich verbessern konnte sich Illmann, der Lukas Koller durch Henrik Proske (WSV Königssee) ersetzt hatte. Gute Startzeiten waren der Grundstock für zwei saubere Abfahrten, wobei sie durch einen starken zweiten Lauf noch das lettische Team von Emils Cipulis überflügeln konnten.


Zum Beginn der Weltcup-Saison fuhr das deutsche Team über den großen Teich ins kanadische Whistler. Mit dabei war auch Kim Kalicki (TuS Eintracht Wiesbaden), die ihren Saisonstart im Monobob auf der ihr seither nicht bekannten Olympiabahn von 2010 absolvierte. Bei regnerischem Wetter stellten sich auf der sehr anspruchsvollen Bahn lediglich 9 Starterinnen aus 4 Nationen dem Wettbewerb. Nach einem 6. Platz nach dem ersten Rennen zeigte Kalicki in der zweiten Abfahrt eine fehlerlose Leistung und belegte in der Endabrechnung Rang 5. Allerdings resultiert diese Verbesserung aus einem schweren Sturz von Laura Nolte (BSC Winterberg), die nach dem ersten Lauf geführt hatte. Nolte blieb zwar in der Wertung, rutsche aber auf Rang 7 zurück. Das gleiche Malheur widerfuhr im zweiten Lauf auch Lisa Buckwitz (BRC Thüringen), die nach ihrem Sturz jedoch wieder auf die Kufen kam aber viel Zeit verlor und daher über den letzten Platz nicht hinauskam. Gewonnen wurde das Rennen von Lokalmatadorin Bianca Ribi.
Einen Auftakt nach Maß feierte Kalicki hingegen im Zweierbob mit ihrer Anschieberin Anabel Galander (Mitteldeutscher SC Magdeburg). Nachdem sie im ersten Lauf hauchdünn hinter der Schweizer Paarung Hasler/Pasternack auf Platz 2 lag, drehte sie in der zweiten Fuhre ordentlich auf, profitiere ein wenig von einem kapitalen Fahrfehler der Eidgenossinnen und feierte bei der Saison-Premiere gleich einen Sieg. Dass letztendlich nur 7 Schlitten den Wettbewerb beendeten, soll ihre großartige Leistung nicht schmälern. Bundestrainer René Spieß sprach von einem verdienten Sieg auf dieser schwierigen Bahn und war mit den Leistungen der deutschen Damen zufrieden. Mit einer durchwachsenen Leistung, bei der sie zweimal nur knapp einem Sturz entgingen, belegten Laura Nolte und Tamara Seer (BC Bad Feilnbach/TuS Eintracht Wiesbaden) den 4. Platz.

Foto: Viesturs Lacis (in den gelben Jacken Kalicki/Galander hinten, Buckwitz/Seer vorne)

 

Hafer mit Glück im Unglück


Nach erheblichen Problemen im Training mit mehreren Stürzen schlug sich das deutsche Zweierbob-Trio auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke im Wettbewerb hervorragend. Einmal mehr nicht zu schlagen war Doppel-Olympiasieger Francesco Friedrich (BSC Sachsen Oberbärenburg), der mit Alexander Schüller (SV Halle) ins Rennen gegangen war. Zweite wurden die sich mehr und mehr in der Weltspitze etablierenden Briten Brad Hall/Taylor Lawrence. Erstmals in Whistler auf einem Podestplatz fuhr Johannes Lochner (BC Stuttgart Solitude) mit seinem neuen Anschieber Erec Bruckert (BRC Thüringen).
Das gute deutsche Mannschaftsergebnis wurde von Christoph Hafer (Eintracht Frankfurt/BC Bad Feilnbach) mit Matthias Sommer (BSC Winterberg) auf Rang 5 abgerundet, obwohl die beiden am Start etwas Schwierigkeiten hatten und dabei wichtige Hundertstel liegen ließen.
Auch der erste Viererbob-Wettbewerb der Saison wurde eine sichere Beute des Teams von Friedrich, wobei das relativ kleine Teilnehmerfeld dessen Sieg nicht einfacher machte Trotz erheblicher Schmerzen im Brust-Wirbelbereich kämpfte sich Johannes Lochner mit seinen Mannen durch den Eiskanal, riskierte allerdings zu viel und so reichte es wegen einiger Fahrfehler am Ende mit deutlichem Rückstand nur zum 6. Platz.
Für Christoph Hafer, Michael Salzer (BC Stuttgart Solitude), Matthias Sommer und Tobias Schneider (BC Bad Feilnbach) dürfte das Rennen lange in unangenehmer Erinnerung bleiben. Im ersten Lauf rasten sie als 6. durch das Ziel um dann mit Schrecken erleben zu müssen, dass die Bremse versagte. Der Schlitten schoss weit über das Ende der Eisbahn hinaus, pflügte sich über Holzplanken und Beton und landete hart auf dem Asphalt. Zu Glück blieben alle 4 von schwereren Verletzungen verschont, aber der Bob war derartig beschädigt, dass an einen weiteren Start nicht zu denken war. Nach ersten Untersuchungen war es wohl ein mechanisches Problem, das zum fast völligen Ausfallen der Bremswirkung führte.

 

 

 

Sehr guter Einstand für Maureen Zimmer

Saisoneröffnung war traditionell die Olympiabahn im norwegischen Lillehammer. Unter den Teilnehmern aus 17 Nationen waren aus Hessen Maureen Zimmer (BSC Sachsen Oberbärenburg/Eintracht Frankfurt) als einzige deutsche Starterin und der Gießener Adam Ammour. Die Damen absolvierten 2 Monobob-Rennen und Zimmer zog sich dabei sehr achtbar aus der Affäre. Im ersten Rennen überzeugte sie mit einem sehr guten 2. Platz und großem Vorsprung vor der Rumänin Andreea Grecu als Dritte. Nicht zu schlagen war die bereits im Vorjahr sehr starke Französin Margot Boch, die auch am nächsten Tag im zweiten Rennen dominierte. Hier lag eine Überraschung in der Luft als Zimmer nach dem 1. Lauf hauchdünn in Führung ging. Bis zur 4. Zeitnahme sah es im zweiten Lauf noch vielversprechend aus aber dann zerstörte ein leichter Fahrfehler alle Illusionen. Zimmer musste Boch vorbeiziehen lassen und wurde außerdem noch von der Belgierin Kelly van Petegern mit 4/100 Sekunden Vorsprung abgefangen.
„Mit diesen Ergebnissen können wir höchst zufrieden sein, obwohl vor allem im zweiten Rennen ein Sieg in Reichweite war“ kommentierte Landestrainer Tim Restle das Abschneiden von Zimmer, „ihr ist die gleiche Kurve zum Verhängnis geworden, die ihr schon im Training zu schaffen machte. Aber das Ergebnis weckt natürlich Hoffnungen für eine erfolgreiche Saison.“
Mit 30 Schlitten war im Zweierbob der Männer ein sehr starkes Teilnehmerfeld in Norwegen am Start, darunter befanden sich 4 deutsche Teams. Beide Wettbewerbe wurden von Maximilian Illmann (BSC Sachsen Oberbärenburg) beherrscht, der zuerst mit Philipp Wobeto (SC Potsdam) und im zweiten Rennen mit Lukas Koller (BC Bad Feilnbach) ins Rennen gegangen war. Zu Beginn seiner ersten echten Europa-Cup Saison schlug sich der Gießener Adam Ammour recht zufriedenstellend, denn im ersten Rennen erreichte er mit Benedikt Hertel (BRC Thüringen) Rang 8 und verbesserte sich im zweiten Wettbewerb auf Platz 5. Mit jeweils besten Startzeiten bewiesen die Zwei ihr Können und lediglich die fehlende Fahrpraxis verdarb ein besseres Resultat.


Joshua Tasche im Siegerteam


Die hervorragende Form von Illmann spiegelt sich auch im Viererbob, denn auch hier erwiesen sich sein Team als unschlagbar. Am ersten Rennen war auch Joshua Tasche (Eintracht Frankfurt) in seinem Schlitten und sicherte sich mit Henrik Proske sowie Philipp Wobeto einen deutlichen Sieg vor einem lettischen und einem französischen Vierer. Für Adam Ammour reichte es für den 12. Platz unter 17 Startern, womit er allerdings deutlich hinter den weiteren deutschen Mannschaften von Nico Semmler (4.) und Laurin Zern (10.) zurück lag. Beim zweiten Rennen vollendete Illmann seinen Triumph mit einem weiteren Sieg, wobei er jedoch Tasche durch Lukas Koller ersetzte. Ammour fuhr dieses Mal auf den 9. Rang nach vorne und platzierte sich knapp hinter Zern, der wie schon im ersten Rennen am Vortag Christoph Peth (Eintracht Frankfurt) als Anschieber einsetzte.
Bei den Damen setzte Maureen Zimmer ihre gute Performance fort. Allerdings kam sie erneut nicht an der Französin Margot Boch vorbei, die beide Rennen für sich entscheiden konnte. Im ersten Rennen schaffte mit Lauryn Siebert (BSC Winterberg) sie zweimal Startbestzeit, fuhr in der zweiten Abfahrt Bestzeit schaffte es aber nicht mehr das französische Dou von Platz 1 zu verdrängen. Nicht ganz so gut lief es im zweiten Rennen mit Sarah Neitz als Anschieberin, Martina Fontanive (Schweiz), am Vortag noch hinter Zimmer auf Rang 3, war dieses Mal einen Tick schneller und tauschte mit dem deutschen Team die Plätze. HBSV Präsidentin Erica Fischbach blickt mit berechtigtem Stolz auf den imponierenden Saisonstart ihrer Kufen-Künstler ist sich sicher, dass in den weiteren Rennen gute Ergebnisse erzielt werden.

Foto: privat

Klaus-Dieter Neumann


Nicht hinter den Männern zurückstehen wollten die hessischen Bobathletinnen bei der deutschen
Meisterschaft, die ebenfalls im Sachsenenergie-Eiskanal in Altenberg durchgeführt wurde. Kim Kalicki,
die schon für das BSD Weltcup Team gesetzt ist, konnte sich allerdings entspannt zurücklegen.
Richtig zur Sache ging jedoch Nachwuchspilotin Maureen Zimmer (Eintracht Frankfurt/BSC Sachsen
Oberbärenburg), auf dem Foto rechts. Sie startete mit Neele Schuten (TV Gladbeck) und musste sich
nur der erfahrenen Olympiasiegerin Laura Nolte (BSC Winterberg), die Lena Neunecker als
Anschieberin im Schlitten hatte, beugen und freut sich mit dem gesamten hessischen Verband über
diesen keineswegs selbstverständlichen Erfolg. Dritte wurden die Paarung Diana Filipszki (WSV
Königsee) und Tamara Angerer. „Das Abschneiden von Maureen ist eigentlich mehr als wir von ihr
erhoffen konnten“ kommentierte Landestrainer Tim Restle das Ergebnis,“ wir wissen, dass sie einiges
auf dem Kasten hat, allerdings hat sie sich schneller als erwartet an die deutsche Spitze
herangearbeitet.“ Auch HBSV-Präsidentin Erica Fischbach ist voll des Lobes für ihre Pilotin und
betrachtet es als verdienten Lohn, dass Zimmer jetzt die nächsten Europa-Cup Rennen bestreiten
kann. Nun habe Hessen neben Kalicki mit den Nachwuchspiloten Zimmer und Adam Ammour zwei
weitere Eisen im Feuer.
Die Viererbob-Meisterschaft, die zur gleichen Zeit ausgefahren wurde, gewann das Team Hafer (BSC
Bad Feilnbach/Eintracht Frankfurt) vor den Mannschaften von Nico Semmler (BRC Ilsenburg) und
Maximilian Illmann (BSC Sachsen Oberbärenburg.

 

Foto: BSD 

 

Erfolgreich kehrten die hessischen Bobathleten von der kurzfristig von Winterberg nach Altenberg verlegten Deutschen Meisterschaft im Zweierbob nach Hessen zurück. Obwohl mit Friedrich und Lochner die beiden Top-Piloten anwesend waren, aber nur Testfahrten absolvierten, war der Konkurrenzdruck groß, da sie gleichzeitig als erstes Selektionsrennen für den dritten Startplatz im deutschen Team gewertet wurde. Im Sachsenenergie-Eiskanal erwies sich Hans-Peter Hannighofer (BRC Thüringen) nach seiner monatelangen Verletzungspause auf seiner Lieblingsbahn mit 2 konstanten Läufen als unschlagbar und verwies mit seinem Anschieber Issam Ammour (Eintracht Frankfurt), auf dem Foto links, die Konkurrenten auf die Plätze. Deutsche Vize-Meister wurden Richard Oelsner (BSC Oberbärenburg) und Georg Fleischhauer (SC Potsdam) und auf Rang drei fuhren die olympischen Bronzemedaillengewinner Christoph Hafer (BSC Bad Feilnbach) und Matthias Sommer (BSC Winterberg). Eine ganz große Überraschung aus hessischer Sicht war der 4. Platz von Nachwuchspilot Adam Ammour (Eintracht Frankfurt) mit Benedikt Hertel (BRC Thüringen), die auf der anspruchsvollen Bahn zeitweise auf Podestkurs unterwegs waren.
„Es war zu erwarten, dass es eine ganz enge Kiste wird“ freute sich Landestrainer Tim Restle über die Meisterehren für Issam Ammour, „ein bisschen habe die beiden von Fehlern ihrer Widersacher profitiert aber letztendlich verdient gewonnen. Adam Ammour hat erneut sein Talent bewiesen und ich hoffe, er macht auf diesem erfolgversprechenden Weg weiter.“
Beim zweiten Selektionsrennen gab es auf dem Siegertreppchen ein fast identisches Bild. Erneut hatten Hannighofer/Issam Ammour die Nase vorn, wobei sie bereits im ersten Lauf die Führung übernahmen. 18 hundertstel Sekunden dahinter landeten Hafer/Sommer dieses Mal auf Platz 2. Etwas überraschend platzierte sich recht knapp danach die Kombination Laurin Feizern (WSV Königsee) /Alexander Schaller (BC Bad Feilnbach) auf dem 3. Platz. Erneut sehr stark präsentierten sich Adam Ammour/Hertel, die in beiden Läufen mit Startbestzeiten aufhorchen ließen und bis ins Ziel kaum Zeit verloren. Sie wurden nach dem 3. Platz im ersten Lauf jedoch noch von Feizern/Schaller abgefangen, die dafür allerdings Tagesbestzeit fahren mussten. Rennerfahrung sammelte der Eintrachler Joshua Tasche, der mit Philipp Zielasko (BRC Thüringen) an den Lenkseilen unterwegs war und bei einer Abfahrt im ersten Lauf Rang 8 belegte.

Foto: BSD


Eine erste Standortbestimmung für die deutschen Bobsportler fand wie jedes Jahr in Oberhof in der Anschubhalle statt. Hierbei messen sich Pilotinnen und Piloten sowie Anschieberinnen und Anschieber an den unterschiedlich schweren Schubgeräten sowie an den verschiedenen Anschubpositionen. Diese Herausforderung wurde vor allem von Nachwuchskräften angenommen.
„Unsere Sportlerinnen und Sportler haben sich hervorragend geschlagen und bewiesen, dass sie im Sommertraining richtig rangeklotzt haben“ freute sich der hessische Landestrainer Tim Restle über die Leistungen seiner Schützlinge. „Obwohl nicht alle Asse teilnahmen, war genug Qualität am Start, die erst einmal bezwungen werden musste“. Besonders erfreulich waren die Ergebnisse der Nachwuchsleute Maureen Zimmer und Adam Ammour im Pilotenanschub. Bei den Pilotinnen war Zimmer die schnellste Starterin und schlug sogar Olympiasiegerin Laura Nolte. Ammour setzte sich mit einer herausragenden Startzeit von 4 Sekunden unangefochten vor Nico Semmler und Tobias Dostthaler an die Spitze eines Top-Trios.
Bei den Anschieberinnen eroberte Olympiasiegerin Deborah Levi wie in den Jahren zuvor die Spitze vor den jungen Konkurrentinnen Cynthia Kwofie und Neele Schuten. Bei den Anschiebern ließ sich Issam Ammour wie gewohnt in der Bremserposition nicht bezwingen. An der Seitenposition hatte hingegen Georg Fleischhauer die Nase vorn. Die beiden bildeten mit Oliver Peschk ein starkes Spitzentrio, das auch Bundestrainer René Spies überzeugte.