Alte Hasen und Debütantinnen vertreten hessischen Bobsport

Bei fast idealen Witterungsbedingungen veranstaltete der Bob- und Rodelclub Michelstadt auf der Winterberger Bob- und Rodelbahn seine Internationale Meisterschaft von Hessen und Westfalen im Zweierbob. Integriert in diesen Wettbewerb war die Deutsche Senioren-Meisterschaft für Zweierteams. Bedingt durch den umfangreichen Rennkalender im Welt- und Europacup, der mittlerweile fast alle international konkurrenzfähigen deutschen Teams fordert, war der Teilnehmerkreis recht überschaubar. Daher machte auch der 1. Vorsitzende des BRC Michelstadt, Bernd Hasenzahl, aus seiner Enttäuschung über das schwache Meldeergebnis keinen Hehl. Er und seine Helfer freuten sich aber dennoch, einigen sehr jungen Teams nach einem Lehrgang die Chance zu bieten,  Wettkampferfahrungen zu sammeln und das Gelernte unter sportlichen Herausforderungen zu zeigen. Dass die Veranstaltung durchaus einen hohen Stellenwert besitzt, zeigte auch die Anwesenheit von Wolfgang Hoppe, der als leitender Trainer für den deutschen Nachwuchs verantwortlich ist und die anwesenden Teams aufmerksam beobachtete. Rennleiterin Erica Fischbach, sonst in Sachen internationaler FIBT-Veranstaltungen unterwegs, hatte dann auch keine Mühe, das Rennen reibungslos abzuwickeln. Dominiert wurde es von den Hausherren aus Winterberg, die mit Bennet Buchmüller/Yannic Apel auch den Sieger stellten. Zweite wurden Florian Wagner/Michael Schüssler von der Renngemeinschaft Oberhof/Erfurt vor  Pablo Nolte/Niklas Schärer vom BSC Winterberg. Das Michelstädter Team Thomas Lang/Rainer Liebau erkämpften sich einen 5. Rang. Buchmüller/Apel  erhielten auch den Wanderpokal für die zeitschnellste Abfahrt.  Den parallel ausgefahrenen Damencup sicherte sich Anna Köhler aus Reichelsheim, die mit ihrer Anschieberin Annika Drazek für den BSC Winterberg an den Start ging. Zweite wurden Josephine Müller/Laura Wiese, ebenfalls aus Winterberg. Für die deutsche Senioren-Meisterschaft hatte mit Lang/Liebau nur eine Mannschaft gemeldet, sodass die beiden den im Vorjahr errungenen Wanderpokal kampflos verteidigen konnten. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge freute sich Lang darüber hinaus über den Pokal für den ältesten Teilnehmer. Als aus Michelstädter Sicht besonders erfreulich erwies sich die Tatsache, dass das neugebildete Damenteam Kim Kalicki/Katharina Quint erstmals vom Bobstart fahren konnte, mit einer sicheren Fuhre die in sie gesetzten Hoffnungen erfüllte und der Verein zuversichtlich in die weitere  Saison sehen kann.

 

 

Erstes Rennen in der neuen Saison

 

Bobfahrer nehmen Fahrt auf

 

Einhelliges Lob  für die gute Organisation der Meisterschaften im Januar bescheren nun dem Bob – und Rodelclub Michelstadt die weitere Durchführung einer deutschen Meisterschaft. Zum 5. Mal werden die deutschen Senioren-Meisterschaften im Zweierbob stattfinden, die am 13. Dezember erneut auf der Winterberger Bob- und Rodelbahn ausgetragen werden.  Dieser Wettbewerb wird in 2 Läufen entschieden und ist in 3 Altersklassen eingeteilt, um auch älteren Aktiven eine Chance zu bieten. Als Mindestalter gelten für beide Teammitglieder 35 Jahre, wobei die jüngste Altersklasse die Piloten und Bremser bis 44 Jahre umfasst:  Die zweite Startergruppe gilt für die 45 - bis 54–jährigen und die letzte Gruppe für alle Älteren. Bisher wurden diese Rennen von den hessischen Sportlern dominiert und daher hofft  der HBSV auch dieses Mal auf ein gutes Abschneiden der Odenwälder Teams, muss jedoch aufgrund beruflicher Belastungen mit Ausfällen rechnen. Für die Rennleitung wird wohl wieder Erica Fischbach, HBSV Präsidentin und Mitglied der FIBT-Jury, zuständig sein, die auf ein gut eingespieltes Team zurückgreifen kann.

 

Parallel zu dieser deutschen Meisterschaft richtet der hessische Verband wie schon seit vielen Jahren  die  „ Internationale Meisterschaft von Hessen und Westfalen „ aus, in der vor allem Nachwuchsteams eine Chance geboten wird, Rennerfahrung zu sammeln. Dieser Wettbewerb findet am gleichen Wochenende statt und wird ebenfalls in zwei Abfahrten entschieden. Hier werden die Odenwälder Vereine versuchen, ihren Nachwuchs in Szene zu setzen und hoffen auf deren erfolgreichen Einstieg. Besonders gespannt ist man auf das Abschneiden des neu gebildeten Damenteams, das in seinen ersten Rennwinter startet. Trotz des frühen Termins, zu dem der eine oder andere Pilot noch nicht sicher die Starthöhe erreicht hat, hoffen die Organisatoren  auf eine gute Beteiligung.   Weitere Informationen zur Veranstaltung gibt es beim 1. Vorsitzenden des BRC, Bernd Hasenzahl, telefonisch unter 06061/71771. 

 

Junges Damenbobteam läßt aufhorchen

Mit ihrem seitherigen Auftreten bei den ersten Leistungsvergleichen sorgten die beiden Nachwuchsfahrerinnen Kim Kalicki und Katharina Quint (beide Wiesbaden) für hohe Aufmerksamkeit im deutschen Bobsport.  Die beiden Youngsters aus der hessischen Landeshauptstadt gehen für den BRC Michelstadt an den Start und überraschten mit ausgezeichneten Ergebnissen beim zentralen Leistungstest in Oberhof. Der  erst 17–jährigen Kalicki, die ihre erste Meriten bei den Leichtathleten als deutsche Vize-Meisterin im Blockmehrkampf erworben hat, fehlten  im Anschubtest der  Pilotinnen nur 18/100 Sekunden auf die Olympiasiegerin von 2006, Anja Schneiderheinze (Erfurt), und damit ließ sie so starke Athletinnen wie Sandra Kroll (Königsee), Bronzemedaillengewinnerin der Junioren-Weltmeisterschaft 2014, hinter sich. Mit diesem Traumstart verschaffte sich Kalicki Respekt im deutschen Boblager und weckte das Interesse von Bundestrainer Rene Spies (Winterberg). Kalicki und ihre Anschieberin Quint haben sich gemeinsam ein hohes Ziel gesetzt und hoffen dabei auf die tatkräftige Unterstützung ihres Trainerteams. Dazu gehört neben Spies auch Heimtrainer Tim Restle von Eintracht Wiesbaden, der unter anderem  für Athletik sowie die Koordination verantwortlich ist, und Christopher Braun, Landesverbandstrainer des Nordrhein-Westfälischen Verbandes, der für die Betreuung vor Ort am Winterberger Eiskanal zuständig ist.  Erica Fischbach, Präsidentin des HBSV,  hat das Duo ebenfalls  unter ihre Fittiche genommen und wird ihre Kontakte als Pionierin im Damen-Bobsport und als FIBT–Jurymitglied in die Waagschale werfen, um die ehrgeizigen Pläne der beiden jungen Damen zu unterstützen.

 

Schnupperrodeln im Odenwald

Angesichts der großen Erfolge, die die deutschen Rennrodler nicht nur bei den Olympischen Spielen in Sotchi erzielt haben, sondern darüber hinaus seit Jahrzehnten zu den zuverlässigen Sammler von Titel bei Welt- und Europameisterschaften gehören wollten die Wintersportabteilung des TSV Gras-Ellenbach und die Rodelabteiling des KSV Reichelsheim auch im Odenwald Interesse an dieser rasanten Sportart wecken. Daher wurde von den beiden Vereinen im Rahmen eines gemeinsamen Aktionstages den Kindern und Jugendlichen der Region die große Chance geboten, diesen spannenden und anspruchsvollen Sport näher kennen zu lernen. Bei diesem „Schnupperrodel“ sollten die Interessenten einen Einblick in die Technik, das Beherrschen der Geschwindigkeit, dem Training, aber auch dem Spaß, der mit dem Rodeln verbunden ist,  vermittelt bekommen.
An sechs Schlitten waren die Kufen gegen Rollen getauscht, damit das Rodeln auch weitab von Eiskanälen auf asphaltierten Wegen möglich ist. So können die Rodler der beiden Vereine auch ohne Schnee an ihrer Technik feilen und potenzielle Neuzugänge anwerben.
Zunächst trafen sich die teilnehmenden Kinder in Reichelsheim  und wurden von Markus Seibert, Abteilungsleiter der Rodel des KSV Reichelsheim, begrüßt und über den Ablauf des Nachmittags informiert. Im Anschluss erläuterte der Sportwart des Hessischen Bob – und Schlittensportverbandes, Patric Werner, die verschiedene Rodel-Techniken. Die Nachwuchsrodler Jasmin Friese und Hendrik Seibert, zeigten daraufhin den Kindern, wie ihre Ausrüstung bei einem Wettkampf aussieht und gaben ebenso wie der Jugendwart des HBSV, Stefan Meister, Tipps, wie es mit dem Rodeln am besten klappt. Bevor die Teilnehmer aber selbst loslegen durften, wurden sie mit Helmen, Schonern und einem Schlitten ausgestattet. Und schon die ersten Versuche begeisterten die Kinder. Obwohl sich zwei Kinder einen Schlitten teilen mussten ließ der Andrang nicht nach.
Da das Schnupperrodeln für  TSV und KSV auch Sichtung und Talentsuche ist wurde auch der eminent wichtige Start geübt.  Schon wenige Zehntelsekunden entscheiden über Sieg oder Niederlage. Daher begab sich die Gruppe nach Gras-Ellenbach zur dortigen Startanlage. Hierbei zeigte sich schnell die große Kluft zwischen Anfängern und geübten Rodler. So brauchte Hendrik Seibert etwa zweieinhalb Sekunden für die 15 Meter und damit deutlich weniger als die Neulinge.
Nach den Übungen gab es für alle Teilnehmer des Schnupperrodeln-Kurses noch einen kräftigen Imbiss, bevor sich Stefan Ningel, Leiter der Wintersportabteilung des TSV Gras-Ellenbach von den Kindern verabschiedete und sie zu weiteren Rodel-Veranstaltungen einlud. Beide Vereine sind zuversichtlich, mit diesen Veranstaltung gute Werbung für den Rodelsport betrieben zu haben und sich die Nachwuchsgruppe um einige Mitglieder erweitern wird. 

Jahreshauptversammlung mit Licht und Schatten

Von konstruktiven Diskussionsbeiträgen und mit zuversichtlichen Perspektiven auf die sportlichen Aktivitäten gekennzeichnet ging die Jahreshauptversammlung des hessischen Bob- und Schlittensportverbandes über die Bühne. Unter der Leitung von Präsidenten Erica Fischbach (Wiesbaden) wurden bei der Aussprache zu den Berichten auch mitunter kritische Töne laut, die allerdings sehr sachlich und zielführend waren, sodass Fischbach am Ende der Versammlung ein mehr als zufriedenes Resümee ziehen konnte. Ihr Bericht als Präsidentin sowie der des Vizepräsidenten Bernd Hasenzahl (Michelstadt) waren geprägt von zahlreichen Aktivitäten der beiden, die in vielerlei Gesprächen mit den unterschiedlichsten Institutionen wie LSBH, Landesregierung, BSD  und Kooperationspartnern  erfreuliche Ergebnisse für die sportliche und finanzielle Situation des Verbandes erbrachten.

Während sich die Kooperation mit dem nordrhein-westfälischen Verband im Jugendbereich der Rodler weiterhin sehr positiv bemerkbar macht und erneut gute Leistungen auf nationaler Ebene erzielt worden sind, sieht es im Boblager weniger rosig aus. Allerdings hofft Bobwart Hans-Jürgen Schwinn (Reichelsheim) zuversichtlich, dass auch hier bald wieder bessere Zeiten anbrechen werden. Immerhin reichte es für das Team Lang/Liebau (BRC Michelstadt) für die deutsche Meisterschaft bei den Senioren im Zweierbob. Auch das Abschneiden der Mannschaften Hinz/Dauth (BC Fürth), Lang/Liebau und Hurych/ Tegtmeyer (RG Odenwald) beim Europacup der Senioren in Innsbruck war mit vorderen Plätzen sehr erfreulich. Auf einer allerdings schwach besetzten deutschen Meisterschaft schaffte es Dr. Uli Becker-Wiedemann mit seinem Partner Thomas Oelling (Oberhof) auf einem 12. Platz. Bei den stark besetzten bayerischen Meisterschaften belegte er mit Alexander Pistner einen respektablen 11. Rang.

Ehrung Bernd Hasenzahl

Beim Rodelnachwuchs hat es Marie Köhler (TSV Gras-Ellenbach) mit mehreren Siegen und vorderen Platzierungen in den deutschen C/D-Kader bei der B-Jugend geschafft und ihre männlichen und weiblichen Teamkollegen sind  ebenfalls auf dem Weg in die vorderen Ränge bei nationalen Veranstaltungen. Hierzu gehören insbesondere Neuling Hendrik Seibert und Calvin Meister. Anna Köhler (TSV Gras-Ellenbach), in der Vergangenheit einzige Skeletoni im hessischen Verband, hat nun ihr Metier gewechselt und sich in der vergangenen Saison im Bob versucht.  Unverändert ist die Situation bei den Schlittenhunde-Sportlern, die erneut unter schlechten Witterungsbedingungen sowie finanziellen und umweltpolitischen Belastungen zu leiden hatten.

Auch der Kassenbericht des Schatzmeisters Klaus-Dieter Neumann (Michelstadt) war zufriedenstellend, wies er doch nach wie vor eine stabile Finanzlage aus. Dennoch sei auch zukünftig auf sparsame Haushaltsführung und mehr Ausgabendisziplin zu achten. Diese Einschätzung wurde auch von den Kassenprüfern Winfried Lösch und Bernd Sattler  geteilt, die dem Schatzmeister eine einwandfreie Kassenführung testierten und daher der Versammlung die Entlastung des Vorstandes vorschlugen. Auf Antrag von Lösch wurde dieser Vorschlag auch einstimmig angenommen. Ferner wurde für die ausgeschiedene Angelique Hartmann  als Schriftführerin Petra Dietrich ins Präsidium aufgenommen. Sie hatte bereits früher dieses Amt zu aller Zufriedenheit ausgeübt. Bestätigt wurde Stefan Meister (Reichelsheim) als Jugendwart, der in der Jahreshauptversammlung der Verbandsjugend erneut in dieses Amt gewählt worden war. Meister wird des Weiteren Werner bei administrativen Aufgaben im Rodellager unterstützen.

Ehrung Winfried Lösch

Der vorgelegte Haushaltsentwurf  wurde ohne Aussprache abgehandelt. Außerdem wurde über die sportlichen Perspektiven in den einzelnen Sparten des hessischen Verbandes diskutiert und bereits feststehende Termine besprochen.

Abschließend oblag es Präsidentin Erica Fischbach, das langjährige Vorstandsmitglied Bernd Hasenzahl mit der  Ehrennadel des  HBSV in Silber  zu ehren und ihm für sein Engagement den wohlverdienten Dank auszusprechen. Darüber hinaus wurde Winfried Lösch, der in verschiedensten Funktionen dem hessischen Präsidium angehört und heute noch aktiver Mitstreiter im HBSV ist, zum Ehrenmitglied ernannt, darüber hinaus erhielt er die Ehrennadel des BSD in Bronze und damit wurde sein langjähriges Wirken eindrucksvoll gewürdigt.

Athletiktest fordert Nachwuchsrodler

 Anspruchsvoll waren die Anforderungen des Athletiktests, dem sich der Rodelnachwuchs des hessischen Verbandes gemeinsam mit seinen nordrhein-westfälischen Trainingsfreunden in Winterberg unterzog. Trainerin  Katja Haupt wollte damit einerseits einen ersten Eindruck von der Leistungsfähigkeit der jungen Sportler nach dem Sommertraining erhalten, andrerseits aber auch Fakten ermitteln, um eine objektive Eingliederung der Jungen und Mädchen in ihren Leistungskader zu ermöglichen. Aus den Tests ergab sich darüber hinaus ein mess- und vergleichbares Ergebnis,  das wie in einem echten Wettbewerb in einer Rangfolge mit Siegertreppchen und Urkunden dargestellt wurde. Allerdings stand dieser Gedanke nicht im Vordergrund, denn in erster Linie sollten die Teilnehmer bei aller Bedeutung trotzdem Spaß an dieser Leistungsstandermittlung haben. 

 „ Offensichtlich hat sich niemand auf die faule Haut gelegt, sondern weit ab von den Eiskanälen fleißig an Kondition und Kraft gefeilt“ meinte Stefan Meister, Jugendwart des hessischen Verbandes, bei der Abschlussbesprechung, „wenn unsere Jugendlichen weiterhin so viel Fleiß und Ehrgeiz wie im Training auch in das Renngeschehen einbringen erwartet uns eine tolle Saison. Auch die Neulinge hätten sich gut geschlagen und machen es den Betreuern nun nicht leicht, die Kader einzuteilen. Sehr großen Anteil an dem Leistungsvermögen hat Lothar Pfeifer,  Athletiktrainer des Verbandes. Er findet einen guten Draht zu den Jungen und Mädchen, motiviert sie hervorragend  auch wenn`s mal nicht gleich klappt und bereitet in Absprache mit Meister die D-Kader Sportler optimal vor. Wie groß Pfeifers Einfluss ist zeigt sich auch daran, dass selbst die 3 Internatsportler aus Winterberg und Berchtesgaden jede Gelegenheit am Wochenende oder während der Ferien nutzen, um bei ihm zu trainieren. 

 Erfreulich sei für die Betreuer in erster Linie, dass die Beteiligung hoch gewesen sei und damit der Wettbewerb um die Kaderplätze zunehmen wird. Gemeinsam mit dem hessischen Landestrainer Rodeln, Patric Werner, wird Meister nun die Ergebnisse auswerten und danach die weitere Saisonplanung für die Nachwuchsathleten vornehmen. Da dieser Test aber nur erste Ansatzpunkte für die körperliche Fitness widerspiegelt und nichts über die Leistungsfähigkeit in der Bahn aussagt hat jeder Rodler die Möglichkeit, sich im Laufe der kommenden Saison zu verbessern und in eine andere Fördergruppe zu kommen. Haupt, Meister und Werner sind nach diesen ersten Eindrücken jedenfalls zuversichtlich, dass die hessischen Sportler recht gute Voraussetzungen mitbringen, die im Vorjahr erzielten Ergebnisse zu bestätigen und zu verbessern.

Auf dem Bild die Trainingsgruppe aus Hessen und Nordrhein-Westfalen ( Foto Stefan Meister)

 

Jahreshauptversammlung 2014 in Eltville - Rauenthal

Zur 73. ordentlichen Jahreshauptversammlung des hessischen Bob- und Schlittensportverbandes am Freitag, dem 18. Juli  2014 um 18.30 Uhr in die Gaststätte „Rheingauer Hof“ Hauptstraße 16 in Rauenthal werden alle Vereine und Vereinsabteilungen des Verbandes herzlich eingeladen. Nach Begrüßung und Feststellung der Stimmverhältnisse sowie der Beschlussfähigkeit erfolgen die Berichte von Präsidentin Erica Fischbach und  Vize – Präsident Bernd Hasenzahl. Danach wird Schatzmeister Klaus – Dieter Neumann den Kassenbericht mit Rechnungslegung vortragen. Den Berichten der Sportwarte Bob, Rodel und Schlittenhunde sowie des Jugendwartes folgt nach der Aussprache der Bericht der Kassenprüfer. Hiernach ist die Entlastung des Vorstandes vorgesehen. Außer diesen Regularien steht die Wahl der Kassenprüfer auf der Tagesordnung .Anschließend wird der Haushaltsvorschlag 2014/2015 eingebracht und zur Abstimmung gestellt. Bevor dann unter einem weiteren Tagesordnungspunkt Anfragen und Mitteilungen erfolgen wird der Lehrgang- und Wettkampfterminkalender 2014/2015 bekannt gegeben, soweit bis dahin Termine festgelegt sind. Darüber hinaus sind Ehrungen verdienter ehrenamtlicher Aktiver vorgesehen.
Der Vorstand des HBSV würde sich freuen,  wenn an dieser Versammlung viele Vereine, Aktive, Freunde und Gönner des Verbandes teilnehmen würden. 

 

Weitere Bob – und Rodelsportabteilung eines Vereins gegründet

Die Odenwälder Hochburg für den Bob – und Rodelsport in Hessen kann sich über ein weiteres Mitglied freuen. Nachdem im Vorjahr bereits der SV Gronau an der Bergstraße eine Rodelabteilung ins Leben gerufen hat trägt nun auch der KSV Reichelsheim mit der Gründung einer Bob – und Rodelabteilung der guten Entwicklung im hessischen Nachwuchslager Rechnung. Schon in den vergangenen Jahren waren mehrere Jugendliche aus dem Gersprenztal für den TSV Grasellenbach gestartet und darüber hinaus wurden bereits die Sporteinrichtungen in der Reichelsheimer Reichenberg-Halle genutzt. Da sich die  Zahlder jungen Sportler aber ständig vergrößert hat trat der hessische Jugendwart Stefan Meister (selbst Reichelsheimer) an den Vorstand des KSV heran und wurde dort mit offenen Armen aufgenommen. Seitens der einzelnen Abteilungen des Vereins gab es keinerlei Einwände, vom Gesamtvorstand wurde volle Unterstützung zugesichert und so stand der Gründung der 10. Abteilung in diesem sehr rührigen Verein nichts im Wege.  Bei der Gründungsversammlung, bei der außer dem 1. Vorsitzenden Jürgen Göttmann und dessen Stellvertreter  Günther Reinhardt auch einige Abteilungsleiter teilgenommen hatten befanden sich unter den Gästen auch Bernd Hasenzahl sowie Klaus-Dieter Neumann vom Präsidium des hessischen Bob- und  Schlittensportverbandes. Nachdem Göttmann und Markus Seibert  über den Werdegang von den ersten Kontakten bis zum Gründungsabend  referiert hatten erfolgten unter Vorsitz von Göttmann die Wahlen für den Abteilungsvorstand. Abteilungsleiter ist nun Seibert, der auch für die Kasse verantwortlich ist. Zu seinem Stellvertreter wurde Meister gewählt und darüber hinaus gehört Yvonne Meister als Schriftführerin zur Vorstandsriege. Hasenzahl überbrachte Grüße und  Glückwünsche des HBSV und freut sich als 1. Vorsitzender des BRC Michelstadt auf eine gute Zusammenarbeit. Neumann, gleichzeitig  auch Sportkreisvorsitzender, gratulierte ebenfalls  und ist davon überzeugt, dass sich die Jugendliche beim KSV in besten Händen befinden und es nicht an der notwendigen Förderung der jungen Abteilung mangeln werde.

Saisonhöhepunkte in Oberhof

Zum Abschluss der Saison zeigten sich die jungen hessischen Rodler nochmals gut in Form und bestätigten mit ihrem Abschneiden bei der deutschen Meisterschaft der Jugend B ihre aufsteigende Leistungsfähigkeit. Überrascht wurden Landes- trainer Patric Werner und Jugendwart Stefan Meister vor allem von Hendrik Seibert (TSV Grasellenbach), der bei seinem erstmaligen Antreten bei der DM als bester Hesse abschnitt. Nervenstark verbesserte er sich hierbei im zweiten Lauf noch vom 12. auf den 10. Platz und  mit diesem Ergebnis waren alle sehr zufrieden. Sein großes Talent bewies er darüber hinaus auch mit seinem Doppelpartner Moritz Schmitz-Engemann (BSC Winterberg), mit dem er eine Renngemeinschaft bildet. Beide fuhren in einem tollen Lauf  an die Spitze des Feldes, verpatzten dann aber den Start bei der zweiten Abfahrt und fielen auf Rang 5 zurück. Mit ihren Trainingskameraden aus Nordrhein-Westfalen bildeten die Hessen eine Mannschaft und schnitten sehr zur Freude ihrer Trainerin Katja Haupt mit dem Erreichen des 2. Platzes in der Mannschaftswertung hervorragend ab. Zu diesem Team gehörte außer Seibert und Schmitz-Engemann noch Evita Köhne.
Auch der Deutsche Jugend A Cup wurde in Thüringen ausgetragen und sah mit Calvin Meister und Marie Köhler (beide TSV Grasellenbach) zwei Hessen am Start. Meister belegte Platz 12 und blieb damit noch im Rahmen der Erwartungen. Auch Köhler enttäuschte mit Platz 9 nicht, aber insgeheim hatte man bei ihr mit einer kleinen Überraschund  und einem etwas besseren Abschneiden geliebäugelt.
Für die hessischen Jugendbetreuer gilt es nun, den Verlauf der zu Ende gegangenen Saison zu analysieren und  mit dem Sommertraining die Voraussetzungen zu schaffen, um aus dem umfangreichen Kader weitere Athleten an die Spitze heranzuführen. Ein erstes Fazit ist mehr als zufriedenstellend  und da durch die Trainingsgemeinschaft mit den Sportlern aus Nordrhein-Westfalen der Wettbewerb größer wird, sehen die hessischen Rodler mit Zuversicht in die kommenden Monate.

Odenwälder Bobsportler schlagen sich achtbar

Zum Saisonabschluss nahmen die Bobsportler aus Michelstadt und Fürth traditionsgemäß am Europapokal der Senioren im Zweierbob teil, der auf der Olympiabobbahn in Igls bei Innsbruck ausgetragen wird. Bei der 34. Auflage dieses Wettbewerbs gingen auch dieses Mal 5 Teams aus dem Odenwald an den Start  und zogen sich angesichts der starken Konkurrenz, in der zunehmend Piloten nachdrängen, die vor kurzem noch an Weltcup-Rennen teilnahmen, sehr gut aus der Affäre. Schließlich handelt es sich bei den Odenwäldern um reine Hobbyfahrer, während die Konkurrenz vor allem aus der Schweiz und Österreich technisch bestens ausgerüstet ist und mit modernstem Sportgerät antritt. Dennoch gelang dem Team Peter Hinz/Thorsten Dauth in der Altersklasse II ein überzeugender Sieg mit einer Sekunde Vorsprung vor Kurt Einberger/Gerhard Redl aus Österreich und bewies damit, dass sie auch international noch vorne mithalten können. Einen überraschenden 3. Platz in dieser Klasse erkämpften Thomas Lang/Rainer Liebau. Durch eine Verletzung Langs waren die beiden beim Start doch arg gehandicapt, was sie aber mit konstant guten Abfahrten wett machen konnten. Knapp dahinter platzierten sich Martin Fischer/Peer Jöchel auf Rang 4, die damit noch den langjährigen deutschen Weltcup-Starter und ehemaligen Europameister Matthias Benesch aus Riesa hinter sich lassen konnten. Den 9. Platz in dieser Altersklasse belegten Jürgen Pfrommer/Martin Reuck und komplettierten damit das gute Abschneiden der Odenwälder.
Im Gesamtklassement siegte Wolfgang Stampfer, jahrelang Aushängeschild der österreichischen Bobsportler, mit seinem Anschieber Jürgen Mayer ganz knapp vor dem früheren deutschen Weltcup-Piloten Matthias Grünwald (Oberhof) mit Lars Behrendt auf der Bremse, erst dann folgten die erfolgsverwöhnten Schweizer Teams Andy Zeidler/Tommy Herzog sowie Ralph Ruegg/Elmar Schaufelsberger und sogar noch hinter Hinz/Dauth folgte auf Platz 7 der zweimalige Weltcupsieger Marcel Rohner. Hier konnten sich Uwe Hurych/Jan Tegtmeyer mit sehr ansprechenden Leistungen noch auf dem 10.Platz einordnen und waren damit mehr als zufrieden.

Lang/Liebau verteidigen Meistertitel im Zweierbob der Senioren

Bei nahezu idealen Witterungsbedingungen und einer großen Zuschauerkulisse („Mehr als beim letzten Weltcup der Rodler“ kommentierte ein Winterberger Insider) gingen die Internationalen Meisterschaften von Hessen und Westfalen über die Bühne.

Unter der souveränen Leitung von Erica Fischbach vom BRC Michelstadt, die damit bewies, dass ihre Nominierung in die Jury für die Weltmeisterschaft der Junioren und die Olympischen Spiele in Sotschi verdientermaßen erfolgte, wurde das Rennen zügig abgewickelt. Aus Sicht der Veranstalter war lediglich das Meldeergebnis nicht sehr erbaulich, denn es gingen doch deutlich weniger Teams als im Vorjahr an den Start, wie BRC Vorstandsmitglied Klaus-Dieter Neumann bei der Mannschaftsführerbesprechung konstatierte. Dennoch war der Rennverlauf recht spannend, denn die Nachwuchspiloten bewiesen, dass sie im vorangegangenen Lehrgang viel gelernt hatten. Dass trotzdem noch einiges an Erfahrung und Konzentration fehlt zeigten zwei Stürze, die allerdings ohne größere Blessuren abliefen. Trotzdem war damit für ein Ilsenburger Team das Rennen zu Ende, denn es konnte auf ärztliches Anraten nicht mehr zum zweiten Lauf antreten. Schon bei der ersten Abfahrt sicherten sich Richard Oelsner/Nils Dabrunst (BRC Riesa) den ersten Platz, den sie im folgenden Lauf zeitlich noch deutlich ausbauen konnten und als verdiente Sieger der Meisterschaft vom Vereinsvorsitzenden Bernd Hasenzahl ausgezeichnet wurden. Den zweiten Rang sicherten sich Christof Hafer/Mark Rademacher vom bayerischen Vertreter des BRC Bad Feilnbach und den dritten Platz auf dem Treppchen eroberten Michael Schwab/Lukas Tächl vom neu gegründeten Bobclub Stuttgart Solitüde, für den auch die Weltklassepilotin Sandra Kiriasis startet.  Nicht ganz zufrieden waren die Hausherren aus Nordrhein-Westfalen, den ihre an diesem Tag besten Mannschaften vom BRC Hallenberg und BSC Winterberg fanden sich auf den Plätzen 4 und 6 im Mittelfeld wieder. Das Michelstädter Team Thomas Lang/Rainer Liebau rangierte in der Endabrechnung auf Platz 7 und war aufgrund der wenigen Trainingsabfahrten durchaus zufrieden. Die anderen Odenwälder konnten aus beruflichen oder verletzungsbedingten Gründen dieses Mal nicht teilnehmen. Andrerseits war aus Sicht der Veranstalter erfreulich, dass sich Anna Köhler aus Reichelsheim bei ihren ersten Starts im Monobob gut schlug und als Spurbob eingesetzt werden konnte. Den Pokal für das beste Damenteam sicherten sich Mariama Jamanka und Anne Lobenstein vom SC Potsdam. Den begehrten Wanderpokal für die zeitschnellste Abfahrt fuhren die Riesaer Oelsner/Dabrunst mit einer hervorragenden Zeit unter 57 Sekunden sicher nach Hause. Die parallel ausgetragenen Deutschen Senioren-Meisterschaften wurden erneut von Lang/Liebau gewonnen, die allerdings ohne Konkurrenz geblieben waren.