Für alle Beteiligten ziemlich überraschen aber letztendlich auf Grund seiner seitherigen hervorragenden Leistungen in seiner ersten Bobsaison völlig verdient wurde das junge Wiesbadener Talent von Bundestrainer Rene Spieß in den Kader für die Weltcuprennen in Igls berufen. Nicht nur bei Wettbewerben mit anderen Piloten sondern auch bei Trainingsfahrten im Team von Nico Walther hat der 24-jährige, der von Football kommt, seine Leistungsfähigkeit bewiesen. Für den hessischen Landestrainer Tim Restle ist es denn auch eine große Ehre, dass Schwenzfeier beim Olympia-Silbermedaillengewinner von Pyeongchang im Schlitten sitzen darf.

Durch einen Trainingssturz im Auslauf ziemlich gehandicapt ging Walther im Zweier etwas verunsichert ins Rennen und quälte sich vor allem beim Start. Dennoch schafften es die beiden nach zwei guten Abfahrten unter 26 Schlitten auf den 4. Rang, wobei ihr Rückstand auf die Drittplatzierten Oelsner/Schneider aus Deutschland nur 15/100 Sekunden betrug. Erster wurde das deutsche Dou Friedrich/Margis vor den Briten Hall/Cackett.

Auch im Vierer schaffte es Walther mit seinem Team auf den vierten Platz, wobei er im Auslauf nach der Zeitnahme erneut stürzt, allerdings niemand dabei verletzt wurde. Im Schlitten saßen außer Schwenzfeier noch Paul Krenz und Tobias Schneider. In diesem Wettbewerb gab es einen deutschen Doppelsieg vom Team Friedrich vor Lochners Mannschaft.

Als sehr gutes Pflaster erwies sich für die hessischen Nachwuchssportler die Veltins Eisarena in Winterberg, in der die deutschen Junioren-Meisterschaften im Bob ausgetragen wurden. Vor allem Kim Kalicki (Wiesbaden) bewies, dass sie ihre gute Form von den Weltcupstarts in Übersee konserviert hat und sie sich vom unglücklichen Ausscheiden bei der deutschen Kader-Qualifikation nicht aus der Spur bringen ließ. Mit ihrer Anschieberin Viktoria Dönicke (BSC Oberbärenburg) setzte sie sich im ersten Durchgang souverän an die Spitze und behielt am Schluss mit 36/100 Sekunden vor Lisa Marie Buckwitz (WSV Königssee)/Theresa Leitz (SC Potsdam) die Nase vorn. Dritte wurde das Dou Anne Lobenstein (BRC Thüringen/ Anabel Galander (SC Potsdam).

Genauso überlegen gestaltete sich der Auftritt von Malte Schwenzfeier (Wiesbaden) mit seinem Piloten Philipp Zielasko (BRC Thüringen). Die zwei begannen in beiden Läufen mit den besten Startzeiten und schafften es im Ziel zeitgleich mit Hans – Peter Hannighofer/Eric Bruckert (BRC Thüringen) gemessen zu werden. Dritte wurden Maximilian Illmann/Eric Strauß (BSC Oberbärenburg).

„Sicherlich war die Konkurrenz im Zweierbob der Damen nicht so sehr groß aber auch ein solches Rennen muss erst einmal gewonnen werden. Kim hat mit dieser Leistung ihre gute Form bestätigt und bei der Junioren-WM an gleicher Stelle gelingt ihr vielleicht ein ähnlicher Kracher. Unser Shooting-Star Malte hat wohl mit Philipp den idealen Partner gefunden und ich könnte mir vorstellen, dass von den beiden noch einiges zu hören und sehen sein wird. Für seine erste Saison im Eiskanal könnte es gar nicht besser laufen“ kommentierte ein sehr zufriedener Landestrainer Tim Restle.

Auch im großen Schlitten zeigten Zielasko/Schwenzfeier gemeinsam mit Joshua Kossmann (BRC Hallenberg) und Frederick Lüthcke (BRC Thüringen) eine starke Leistung und mussten sich mit zweimaliger Bestzeit beim Start dem Team um Hannighofer nur um 1/1oo Sekunden geschlagen geben. Den dritten Platz auf dem Treppchen belegte die Renngemeinschaft von Pilot Jonas Jannusch (RV Sonneberg/Schalkau).

Auch HBSV Präsidentin Erica Fischbach freut über das hervorragende Abschneiden der beiden Sportler und drückt für die kommenden Rennen kräftig die Daumen. Schließlich stehen noch einige Starts im Europacup und mit etwas Glück sowie beim Verschont-Bleiben von Verletzungen im Weltcup auf dem Plan.

 

 

Nach dem seitherigen überragenden Saisonverlauf schlossen die hessischen Bobsportler auch die letzten Rennen des Jahres in Berchtesgaden mit sehr guten Leistungen ab. In der Eisarena am Königssee ging Rookie Malte Schwenzfeier (TuS Eintracht Wiesbaden) im Europacup sowohl im Zweier als auch im Vierer an den Start. Im Team der Youngsters wurden die seitherigen starken Leistungen bestätigt. Im Zweier mit Philipp Zielasko an den Lenkseilen imponierten sie in beiden Läufen mit Startbestzeiten und mussten am Ende nur den Weltcupstartern Oskars Melbardis/Intars Dambis aus Lettland mit knappen 11/100 Sekunden Rückstand den Vortritt lassen. Dahinter belegte ein rumänisches Dou unter 32 Teilnehmern den 3. Platz auf dem Treppchen.
Im ersten Vierer-Wettbewerb des Wochenendes beherrschten die deutschen Teilnehmer ähnlich wie in Altenberg die Konkurrenz. Es gab für den BSD einen dreifachen Triumph zu feiern, wobei die Crew um Newcomer Jonas Jannusch die Nase vorn hatte. Auf dem zweiten Platz rangierten erneut Zielasko/Schwenzfeier, die mit Frederick Lüthcke und Joshua Kossmann im Schlitten saßen und nur um einen Wimpernschlag von 1/100 Sekunden den Sieg verpassten. Mit einem tollen zweiten Lauf mit Bestzeit verbesserten sie sich von Rang 5 weit nach vorne. Dritter wurde im Feld von 22 Startern Bennet Buchmüller mit seinen Anschiebern Niklas Scherer (TuS Eintracht Wiesbaden), Sebastian Mrowka und Gregor Fleischhauer, die auch nur 3/1oo Sekunden hinter dem Sieger zurück lagen.
Seinen überragenden Einstieg in den Europacup feierte Jannusch im abschließenden 6. Europacuprennen mit seinem dritten Saisonsieg im großen Schlitten. Er gewann vor den Teams von Dimitry Popov (Russland) und Ralfs Berzins (Lettland). Als zweitbestes deutsches Team belegte Buchmüller mit seiner Mannschaft den 6. Platz in dem 22 Bobs umfassenden Starterfeld.


Foto: BSD (Schwenzfeier oben zweiter von links)

 

Beim zweiten Weltcup-Wochenende in Übersee bewies Kalicki (zweite von links) erneut ihre hervorragende Frühform und setzte in diesem Rennen nach ihrem guten Abschneiden der Vorwoche noch eins drauf. Mit Erline Nolte als Anschieberin zeigte sie zwei herausragende Abfahren und sicherte sich hinter den Amerikanerinnen Kallie Humphries/Laureen Gibbs mit nur 15/100 Sekunden als bestes deutsches Team den 2. Rang. Hinter den Dritten Christine de Bruin/Kristin Bujnowski (Kanada) platzierten sich Stephanie Schneider/Leonie Fiebig und Mariama Jamanka/Kira Lipperheide auf den nächsten Plätze unter 13 gestarteten Schlitten. Sichtlich beeindruckt von diesem zweiten Überraschung kommentierte Erica Fischbach (HBSV Präsidentin): „Mir fehlen die Worte zu diesen tollen Leistungen. Auf dieser schwierigen Bahn gleich zwei Mal unter den besten Drei zu fahren ist ein Meisterstück unserer jungen Pilotin.“ Auch Bundestrainer Rene Spieß war von den beiden sehr angenehm überrascht, zumal sie nur wenige Trainingsfahrten absolvieren konnten.
Im Vierer war Christian Hammers in beiden Viererentscheidungen an diesem Wochenende am Start. Unter 20 Mannschaften belegte Hammers im Team Christoph Hafer mit Tobias Schneider und David Golling einen zufriedenstellenden 8. Rang im ersten Rennen. Im zweiten Wettbewerb lief es nicht ganz so gut, denn mit Michael Salzer an Stelle von Golling reichte es unter ebenfalls 20 Teilnehmern trotz unwesentlich schwächerer Zeiten nur zum 13. Platz. Beide Rennen wurden vom kanadischen Team von Pilot Justin Kripps gewonnen.
Nun gilt es für Kalicki in den angesetzten harten Qualifizierungsrennen mit dem frisch gewonnenen Selbstvertrauen vorne mitzumischen um auch den zweiten Teil der Weltcuprennen in Europa zumindest teilweise fahren zu können. Allerdings wird es sehr schwer werden sich gegen die starken Wettbewerberinnen des deutschen Kaders durchzusetzen, wobei die Tagesform und auch ein Quäntchen Glück eine große Rolle spielen werden.

Foto: BSD

Nach dem gelungenen Debüt in Lillehammer befinden sich die hessischen Bobsportler weiter in der Erfolgsspur. Das 2. Rennen im Europacup wurde auf der sehr anspruchsvollen Bahn in Altenberg ausgefahren und am Start war auch Niklas Scherer (Wiesbaden) mit seinem langjährigen Partner Bennet Buchmüller an den Lenkseilen. Die beiden schlugen sich in einem Starterfeld von 28 Schlitten recht achtbar und belegten in der Endabrechnung einen 13. Rang. Gewonnen wurde der Wettbewerb von Richard Oelsner/Eric Strauß vor einem rumänischen und einem Schweizer Team.
Am gleichen Wochenende wurde ein weiteres Rennen im Zweierbob ausgetragen, bei dem sich Oelsner erneut als unschlagbar erwies. Dieses Mal hatte er Henrik Bosse an der Bremse und siegte vor den lettischen Weltcupstarter Melbardis/Dambis sowie einem rumänischen Dou. Malte Schwenzfeier (Wiesbaden) startete bei Hans Peter Hannighofer und die zwei rangierten in der Endabrechnung ganz überraschend auf einem starken 6. Platz unter 26 Teilnehmern.
Beim Wettbewerb im Vierer gingen 17 Teams in den Eiskanal, wobei die ausländischen Mannschaften nichts zu bestellen hatte, denn die ersten vier Plätze teilten die deutschen Starter unter sich auf. Und auch im großen Schlitten ließ sich Oelsner mit seiner Mannschaft nicht die Butter vom Brot nehmen und raste auf den ersten Platz. Zweiter wurde etwas überraschend die Crew von Nachwuchsfahrer Jonas Jannusch und ebenso überraschend schaffte Buchmüller den Sprung aufs Treppchen. Neben Marcel Kornhardt und Martin Hahn saß auch Scherer in diesem Bob. Hannighofer überzeugte mit Rang 4 und wurde dabei von Schwenzfeier, Eric Bruckert sowie Christian Roeder angeschoben (Bild, Schwenzfeier ganz rechts in gelber Jacke).
Landestrainer Tim Restle ist natürlich mit dem Abschneiden der beiden Wiesbadener Athleten sehr zufrieden, wobei sich vor allem Schwenzfeier in kürzester Zeit zu einem Top-Anschieber entwickelt hat. Nun hofft der hessische Verband, dass sich die krankheitsbedingt ausgefallenen Issam Ammour und Costa Laurenz schnellstens erholen und wieder in das Wettkampfgeschehen eingreifen können. Die beiden erfahrenen Athleten hatten sich zu Beginn der Saison in ausgezeichneter Form befunden, so dass ihr Fehlen umso bedauerlicher ist.


Foto: BSD

Seinen zweiten Erfolg in der noch jungen Saison feierte in diesen Tagen der Rodler Calvin Meister vom KSV Reichelsheim. Bei den Thüringer Breitensport-Meisterschaften, die Bestandteil des BSD Pokal Breitensport sind und dessen zweites Rennen auf der Bobbahn in Oberhof ausgetragen wurde, zeigte er sich erneut in guter Form und lag am Ende deutlich mit 3/10 Sekunden in der Herren-Klasse vorn. Schon seine Startzeiten in beiden Läufen waren nicht zu schlagen und so konnte er seinen klaren Vorsprung aus der ersten Abfahrt noch ausbauen. „Eigentlich hat mir die Oberhofer Bahn schon immer recht gut gelegen, aber dennoch bin ich überrascht, dass es so gut gelaufen ist“ kommentierte Meister seinen Erfolg. „ Mein Trainingspensum hält sich ja aufgrund meiner beruflichen Belastung in engen Grenzen, aber die Trainingsabfahrten am Vortag des Rennens gaben mir ein gutes Gefühl.“ Den zweiten Platz belegte Tobias Lenk aus Zwickau und Dritter wurde Kristian Nitsche aus Tschechien.

Ebenfalls am Start war bei dieser Veranstaltung der Reichelsheimer Bernd Sattler (im Bild), der in der Senioren-Klasse B gewertet wurde. Mit den zweitbesten Startzeiten setzte er sich gut in Szene, aber dann merkte man doch die fehlenden Trainingsabfahrten und so rauschte er knapp an einem Platz auf dem Podest vorbei. Beim Sieg des Chemnitzer Jens Friedrich fehlten ihm knapp 1/10 zum dritten Platz und daher war er recht zufrieden. „Mein erstes Rennen in dieser Saison hat mir richtig Spaß gemacht, da ich gemerkt habe, dass ich noch vorne mit den Gegner aus den Rodelhochburgen mithalten kann“ meinte Sattler.“ Zu Gute kamen mir natürlich die Tipps von Calvin, aber auch er profitierte von meiner Erfahrung sodass wir uns sehr gut ergänzt haben.“


Foto: Stefan Meister

Einen perfekten Einstieg nach Maß schafften Kim Kalicki und Vanessa Mark (beide TuS Eintracht Wiesbaden) bei ihrem Weltcup-Debüt in Lake Placid (USA), wo das erste Rennen der diesjährigen Saison ausgetragen wurde. Beide rechtfertigten damit in den großen Vertrauens Vorschuss den der deutsche Bundestrainer Rene Spieß in die beiden gesetzt hatte.
Beim Sieg der Amerikanerinnen Kallie Humphries/Lauren Gibbs, die sich auf ihrer Hausbahn nicht die Butter vom Brot nehmen ließen, sorgten die 3 deutschen Teams für ein ausgezeichnetes Mannschaftsergebnis und für ein großes Lob von Spies, der sich mit dieser geschlossenen Vorstellung sehr zufrieden zeigte.

Die 22 – jährige Kim Kalicki sorgte mit ihrer Anschieberin Vanessa Mark auf dieser schwierigen Bahn nach nur 6 Abfahrten für einen Weltcup-Einstieg, wie er besser hätte gar nicht laufen können. Bereits nach dem ersten Lauf belegte Kalicki den dritten Platz und bewies dieses Mal genug Nervenstärke, um den auch nach zwei Läufen erfolgreich zu verteidigen. Die beiden waren nach dieser tollen Vorstellung natürlich „super glücklich“, der dieses hervorragende Debüt besonders lobte. Platz 2 belegten Stephanie Schneider/Lisette Thoene und auf Rang 4 kamen Mariama Jamanka/Kira Lipperheide mit 1/100 Sekunde Rückstand auf Kalicki in die Wertung.
An diesem Wochenende wurden in Lake Placid bei den Männern zwei Weltcups im Zweier ausgefahren und im zweiten Wettbewerb kam auch der Wiesbadener Christian Hammers zum Zuge. Im Schlitten von Christoph Hafer belegte er bei seinem Weltcup-Debüt einen guten 7 Rang unter 21 Schlitten. Beide haderten allerdings ein bisschen mit ihren Startzeiten, die weit unter ihren Möglichkeiten blieben und eine besserer Platzierung verdarben. Große Zufriedenheit herrschte beim BSD Trainerstab auch über das Abschneiden der Männer, denn Francesco Friedrich/Alexander Schüller und Johannes Lochner/Christian Rasp sorgten für einen deutschen Doppelsieg.
Beim HBSV in Wiesbaden sind Präsidenten Erica Fischbach und Trainer Tim Restle mega stolz auf ihre Schützlinge, die sich damit bei den Frauen in die Weltspitze katapultiert haben, wobei man sich allerdings im Klaren ist, dass damit die Bäume nicht so schnell in den Himmel wachsen und bei der Dichte in der deutschen und der Weltspitze weiter harte Arbeit notwendig ist.

Foto: BSD

Einen guten Einstand feierten die beiden hessischen Europacup – Debütanten beim ersten Rennen in Lillehammer, mussten aber dabei gleich erkennen, dass international die Trauben noch ein ganzes Stück höher hängen als in den nationalen Wettbewerben. Allerdings bezeichnete Europacup-Koordinator Andreas Zschocke den Einstieg in die neue Saison als ein sehr gutes Mannschaftsergebnis und war recht zufrieden.
Für alle überraschend fuhr das deutsche Duo Maximilian Illmann/Gregor Fleischhauer auf den ersten Platz. Die beiden brachten das Kunststück fertig von Rang 7 im ersten Lauf noch ganz nach vorne zu fahren und das lettische Paar Oscar Melbardis/Intars Dambis um 11/100 Sekunden zu schlagen. Dritte wurden ganz knapp dahinter die Rumänen Mihau Tentea/Ciprian Nicolae Daroczi. Um 5/100 Sekunden verpasste Jonas Jannusch mit Anschieber Marcel Kornhardt den Platz auf dem Podest obwohl sie sich im zweiten Lauf deutlich verbesserten. Siebter unter 23 Teilnehmern wurde Malte Schwenzfeier (Wiesbaden) mit seinem neuen Piloten Hans-Peter Hannighofer (BRC Thüringen). Die zwei legen im zweiten Lauf mit die beste Startzeit des Tages vor, riskierten damit aber etwas zu viel und wurden trotz guter Fahrleistungen nach hinten durchgereicht.
Bei den Frauen siegte die rumänische Paarung Andreea Grecu/Ioana Gheorghe ganz überlegen mit Bestzeiten in beiden Läufen vor den Französinnen Margot Boch/Carla Senechal und Alena Osipenko und Yulia Egoshenko aus Russland. Auf einem guten 5. Platz unter 13 Starterinnen landete Vanessa Mark (Wiesbaden) mit ihrer Pilotin Anne Lobenstein (BRC Thüringen), wobei Zschocke besonders die starken Startzeiten der beiden hervorhob.
Sehr unglücklich verlief für Schwenzfeier das Rennen im Vierer, dass er mit Hannighofer, Benedikt Hertel und Christian Röder bestritt. Im zweiten Lauf gab es technische Probleme mit den Seitenbügeln, sodass trotz zweitbester Startzeit in der Endabrechnung „nur“ der 10. Platz unter 16 Schlitten heraussprang. Gewonnen wurde der Wettbewerb vom russischen Team um Rostislav Gaitiukevich vor einem französischen und einem Schweizer Team.
Die positive Stimmung von Lillehammer werde nach Meinung von HBSV – Präsidentin Erica Fischbach von der deutschen Mannschaft hoffentlich bis zum nächsten Rennen in Altenberg mitgenommen um auch dort trotz der sehr schwierigen Bahn gute Ergebnisse zu erzielen.

Bild; Vanessa Mark, Malte Schwenzfeier (Foto: Erica Fischbach)

Bei den zweiten Selektionsrennen zur Komplettierung des deutschen Bobkaders bei den Männern und Frauen im Eiskanal von Königssee schnitten die hessischen Sportler recht erfolgreich ab und bestätigten die guten Ergebnisse der deutschen Meisterschaften. Als gesetzte deutsche Starter im Weltcup galten bisher nur Mariama Jamanka (BRC Thüringen) bei den Frauen und Francesco Friedrich (BSC Sachsen Oberbärenburg) bei den Männern.
Im Zweierbob ließ Johannes Lochner (BC Stuttgart Solitude) auf seiner Hausbahn nichts anbrennen und gewann souverän mit Anschieber Christian Rasp (WSV Königssee). Aber schon auf dem zweiten Rang platzierte sich der Wiesbadener Christian Hammers mit seinem Piloten Christoph Hafer (BC Bad Fellnbach), wobei die beiden allerdings beim Start schon etwas von ihren Chancen auf den Sieg einbüßten. Bei der Vierer-Entscheidung ließ sich Lochner mit seinem Team ebenfalls nicht die Butter vom Brot nehmen und siegte dank hervorragender Startzeiten. Bei den zweit- und drittplatzierten Crews Hafer und Richard Oelsner (BSC Sachsen Oberbärenburg) waren aber erneut mit Hammers und Issam Ammour zwei Hessen im Schlitten und freuten sich über das gute Abschneiden. Für Hammers bedeutet dies, dass er in Nord-Amerika sowohl im Zweier als auch im Vierer an den Start gehen kann. Nicht in den derzeitigen Weltcup-Kader schaffte es Oelsner, sodass auch Ammour trotz hervorragender Ergebnisse nicht berücksichtigt wurde
Bei den Frauen machte es Kim Kalicki recht spannend, denn nach dem guten Abschneiden bei der deutschen Meisterschaft fiel sie am Königssee auf Rang 4 der Selektionswertung hinter Stephanie Schneider zurück. Da aber Selektionssiegerin Laura Nolte auf ihr Startrecht in Lake Placid verzichtete wurde ihr Startplatz frei. Kalicki wird nun in Übersee mit Vanessa Mark (TuS Eintracht Wiesbaden), die nach ihren starken Leistungen im zentralen Leistungstest überraschend nominiert wurde, an den Start gehen. Damit wäre erstmals im Weltcup ein rein hessisches Team im Rennen.
Darüber hinaus wurden Mark als auch Malte Schwenzfeier (TuS Eintracht Wiesbaden) für das Europacup-Rennen im norwegischen Lillehammer nominiert. Schwenzfeier hatte bei der Selektion in Berchtesgaden mit Pilot Philipp Zielasko (BRC Thüringen) Rang 7 belegt und damit in seiner ersten Bobsaison bereits mit sehr guten Leistungen überzeugt.
HBSV Präsidentin Erica Fischbach freut sich natürlich sehr über die Nominierung der hessischen Athleten und hofft, dass das derzeitige Hoch bei den Männern und Frauen noch recht lange anhält.


Bild: Siegerehrung Zweierbob (Foto: Nico Semmler)

„Dicke da“ waren die Frauen und Männer aus dem hessischen Boblager bei den diesjährigen deutschen Meisterschaften im sächsischen Altenberg und kehrten mit reicher Ausbeute in den Stützpunkt Wiesbaden zurück, Sie konnten sich mit gleich 6 Medaillen in Gold und Silber dekorieren und die Wiesbadener avancierten damit zum erfolgreichsten Verein im deutschen Bob- und Schlittensportverband.

„Wir wussten, dass wir aufgrund der seitherigen Ergebnisse in der Saison-Vorbereitung auf einem hohen Level an den Start gehen“ freute sich Landestrainer Tim Restle über das tolle Abschneiden seiner Schützlinge, „dieses Mal haben alle punktgenau ihre beste Leistung abgerufen und die hervorragenden Trainingseindrücke bestätigt. Sicherlich gibt es hier und da noch an Kleinigkeiten zu feilen aber mit den Ergebnissen dieser Meisterschaft sind wir alle sehr zufrieden. Das hohe Leistungsniveau unserer Sportler hat man auch im Trainerteam des deutschen Verbandes registriert und wir werden sehr wahrscheinlich den einen oder die andere im Weltcup, aber sicherlich im Europacup sehen.“

Im Zweierbob der Männer schob Issam Ammour (Wiesbaden) (dritter von links) mit den zweitbesten Startzeiten in beiden Läufen seinen Piloten und Junioren-Weltmeister Richard Oelsner (BSC Sachsen Oberbärenburg) etwas überraschend zum Titel. Das Dou lag am Ende mit 0,11 Sekunden vor Christoph Hafer (BC Bad Fellnbach) mit dem Wiesbadener Christian Hammers (erster von links) als Anschieber. Den dritten Platz belegte die Kombination Johannes Locher (BC Stuttgart Solitude)/ Christian Rasp (WSV Königsee). Pech hatte Wiesbadens Neuling Malte Schwanzfeier und sein Pilot Philipp Zielasko (BRC Thüringen), die im zweiten Lauf nicht ins Ziel kamen.

Im Vierer drehte dann Hafer den Spieß um und fuhr mit seinem Team zum ersehnten Meistertitel. Auch in dieser Mannschaft war Hammers Anschieber und errang damit seine erste deutsche Meisterschaft. Komplettiert wurden die zwei durch Michael Salzer (BC Stuttgart Solitude) und Tobias Schneider (BRC Bad Fellnbach). Um 15/1oo Sekunden geschlagen raste Oelsner auf seiner Hausbahn auf den zweiten Platz. In seinem Schlitten saßen vor Ammour dessen Vereinskamerad Costa Laurenz und Christian Jagusch (Mitteldeutscher SC Magdeburg). Erst danach erreichte der vierfache Weltmeister Lochner mit Florian Bauer (BRC Ohlstadt), Christopher Weber (BSC Winterberg) und Christian Rasp knapp geschlagen den 3. Rang. Der Wiesbadener Niklas Scherer ging mit Pilot Bennet Buchmüller (WSV Königssee) ins Rennen sowie mit Sebastian Mrowka (BSC Winterberg) und Martin Hahn (Mitteldeutscher SC Magdeburg) und belegte mit diesem Quartett einen zufrieden stellenden 4. Platz. Nicht gewertet wurde die Mannschaft von Zielasko, der mit Frederik Lüthke, Philipp Schneider (beide BRC Thüringen) und Schwanzfeier ins Rennen gegangen war, womit Zielasko und Schwanzfeier zu den größten Pechvögeln der Meisterschaften zählen.

Bei diesem tollen Abschneiden der Männer wollten auch die Wiesbadener Frauen nicht zurückstehen und legten sich ebenfalls mächtig in Zeug. Kim Kalicki ging mit Viktoria Dönike (BSC Sachsen) an den Start und legte im ersten von vier Läufen gleich die Bestzeit hin. Leider konnte das Dou diese Leistung nicht wiederholen und wurde in der Endabrechnung von Laura Nolte/Deborah Levi (BSC Winterberg) mit 75/100 Sekunden Rückstand geschlagen. Dritte wurden mit bereits deutlichem Abstand Stephanie Schneider (BSC Sachsen Oberbärenburg) und Ann-Christin Strack (BC Stuttgart Solitude). Trotz dieses hervorragenden Ergebnisses wird es für Kalicki nach Meinung von HBSV Präsidentin Erica Fischbach nun darauf ankommen, noch etwas an den Startzeiten zuzulegen und mehr Beständigkeit in ihre Abfahrten zu bringen.


Beim 24. Blankenburger Raubgrafen-Pokal auf der sauerländischen Bob – und Rodelbahn war auch der hessischer Rodelsport mit Calvin Meister bei den Herren vertreten und sorgte mit seinem Sieg für einen erfreulich guten Auftakt der neuen Rennsaison.

„Ich freue mich natürlich sehr über diesen überraschenden Erfolg, obwohl die Konkurrenz ja nicht so überragend stark gewesen ist. Aber in den letzten Jahren bin ich fast ausschließlich im Doppel gestartet und dabei  werden die Kurven ganz anders angefahren. Und mein Trainingsaufwand tendiert außerdem auf Grund meiner beruflichen Auslastung gegen Null“ strahlte ein zufriedener Calvin Meister (KSV Reichelsheim). Mit diesem Ergebnis steigt natürlich auch das Interesse  an den weiteren Rennen bei diesem Breitensportwettbewerb, der auf allen 4 deutschen Rodelbahnen ausgetragen wird. Da war der Einstieg auf Meisters Hausbahn relativ einfach, aber auch da muss erst einmal eine ansprechende Leistung erbracht werden.

Der Odenwälder überzeugte im ersten Lauf mit der besten Startzeit und gab den dabei gewonnenen Vorsprung bis ins Ziel nicht mehr ab. Damit war auch schon der Grundstock für den späteren Sieg gelegt, denn den zweiten Lauf konnte er relativ gelassen in Angriff nehmen. Auch hier war er Startschnellster, geriet jedoch in der Mitte der Abfahrt etwas ins Hintertreffen, behielt aber in der Endabrechnung mit der zweitbesten Zeit im 2. Lauf die Nase vorn. Am Ende betrug sein Vorsprung gegenüber dem Zweiten Niklas Peitsch vom RC Blankenburg 238/1000 Sekunden. Dritter wurde Lukas Seifert vom RRC Waltershausen, der aber schon deutlich zurück lag.

Bild: Stefan Meister