Riesenjubel herrschte unter den hessischen Rennrodelfans als das Reichelsheimer Duo Hendrik Seibert/Calvin Meister nach dem überraschenden Vizemeistertitel bei den deutschen Meisterschaften nun in Innsbruck noch eins drauf setzte. Beim FIL. A Junioren –Weltcup siegten sie geradezu sensationell  vor starker internationaler Konkurrenz und konnten in ihrer noch recht kurzen Zugehörigkeit zu den Weltcupteams den ganz großen Erfolg feiern. Trainer und Betreuer um Rodelwart  Stefan Meister sehen in diesem Sieg den verdienten Lohn  nach einem dornenreich Weg, der in den Weltcup-Kader des deutschen Verbandes führte. Da im deutschen Verband kein C 2 -Kader mehr gebildet wurde mussten sich die zwei über Kaderlehrgänge qualifizieren und darüber hinaus bei jedem der 3 zusätzlichen Qualifikationsrennen von der nächsthöheren Starthöhe fahren und ihre Konkurrenten hinter sich lassen. Nachdem diese Hürden souverän genommen worden waren wurden sie völlig zu Recht für die Teilnahme am Weltcup der Jugend A nominiert was aus Sicht des Rodelwartes Meister schon ein sehr schöner Erfolg  gewesen ist.

Nun aber starteten die zwei voll durch und bewiesen auf der Olympia-Bahn von Innsbruck, dass sich ihr hoher Trainingsaufwand lohnt und sie sich auch auf internationaler Ebene behaupten können. Mit den deutlich besten Startzeiten in beiden Läufen schockten sie die Konkurrenten und konnten nur noch von ihren Dauerrivalen  Ewald/Jannusch im ersten Lauf auf den letzten Metern zum Ziel ganz knapp abgefangen werden. Nervenstark steigerten sich die beiden  Reichelsheimer in ihrem zweiten Lauf, den sie perfekt mit einer neuen Bestzeit hinunterbrachten und ihre schärfsten  Kontrahenten erheblich unter Druck setzten. „Und die Jungs aus Thüringen waren dem leider nicht gewachsen“ kommentierte Meister den tollen Erfolg, “ denn sie leisteten sich im unteren Drittel einen dicken Patzer und vergeigten ihren Lauf. Ich meine ganz bewusst leider, denn wir haben auch bei den beiden mit gefiebert und hätten ihnen einen Platz auf dem Treppchen von Herzen gegönnt. Allerdings lagen unsere Jungs zu diesem Zeitpunkt schon deutlich vorne und hätten wohl auch ohne diesen Fahrfehler gewonnen.“ Dies wurde auch von ihren Gegnern neidlos anerkannt und Seibert/Meister können zu Recht auf diesen ersten internationalen Erfolg sehr stolz sein. Die beiden anderen Plätze auf dem Podium belegten Teams aus Russland und der USA. Wie den beiden jungen Weltcupsiegern zu Mute war lässt sich an ihren Kommentaren ablesen, denn Hendrik Seibert sprach von Gänsehaut pur als die Landesflaggen gehisst wurden und „die deutsche Fahne hängt für uns zwischen der russischen und amerikanischen am Höchsten“. Für Calvin Meister war es besonders ergreifendes Gefühl, ganz oben auf dem Podest zu stehen und die Nationalhymne wird zum ersten Mal uns zu Ehren  gespielt.

 „Nun wissen die Rodelhochburgen und der deutsche Verband noch besser, wo auf der Rennrodellandkarte Reichelsheim liegt und dass auch fernab der Eiskanäle talentierte junge Sportler zuhause sind“ meinte mit einem Augenzwinkern Jugendwart Markus Seibert. „Die beiden Jungs haben einen immensen Aufwand betrieben und sich nun selbst so richtig belohnt.“  Trainer und Betreuer hoffen, dass die beiden die Spannung hochhalten können, denn es stehen noch einige wichtige Rennen auf dem Programm. Allerdings sind alle auch einhellig der Meinung, dass es nicht jedes Mal so perfekt laufen kann und Rückschläge nicht ausbleiben werden.

Schon am nächsten Wochenende wartet die nächste große Herausforderung auf Seibert/Meister, denn in Oberhof steht eine weitere Weltcupentscheidung auf dem Rennkalender.

Nach dem überraschenden Sieg in  Altenberg zeigt das Bobteam um den Wiesbadener Nachwuchsmann auch weiterhin sehr gute Leistungen und harmonisiert nach Aussage des hessischen Bobwartes Tim Restle immer besser. Unter 20 Konkurrenten zeigten sie auch in der Natureisbahn von  St. Moritz beim 5. Europacup-Rennen ihr enorm gestiegenes Leistungsvermögen und schnitten in der Besetzung Bennet Buchmüller, Niklas Scherer, Benedikt Hertel und Laurenz als bestes deutsches Team ab (auf dem Bild von links Hertel, Laurenz und Scherer).  Schon im ersten Lauf legten sie mit einer sehr guten Startzeit und einer soliden Fahrt durch den Eiskanal ein gutes Ergebnis vor und belegten Rang 3. Im zweiten Lauf packten sie noch eins drauf und schoben sich an dem russische Team um Ivan Linuchev  vorbei und belegten vor dem deutschen Vierer von Christoph Hafer in der Endabrechnung einen sehr erfreulichen zweiten Platz. Unangefochten wurde das Rennen vom lettischen Weltcupstarter Oskars Melbardis (Viererbob-Weltmeister 2016) mit deutlichem Vorsprung gewonnen.

Auch beim 6. Europacup-Rennen, das an gleicher Stelle ausgetragen wurde, bewies das Team von  Pilot   Buchmüller (Winterberg) konstante Stärke  und dass es sich in der europäischen Spitze etabliert hat. Wieder waren es hervorragende Startzeiten, die die Mannschaft beflügelten und in die Erfolgsspur brachten. Während das lettische Team erneut die Nase vorn hatte schaffte es dieses Mal Christoph Hafer, sich noch vor der hessisch/nordrhein-westfälischen  Kombination zu platzieren.

Beim ausgesprochen überraschenden Sieg der neu zusammen gestellten deutschen Kombination Mariama Jamanka /Annika Drazek  bei den Europameisterschaft im Zweierbob in Winterberg schlug sich auch Ann-Christin Strack (TuS Wiesbaden) als Anschieberin ganz prächtig. In ihrer ersten Saison im Weltcup fuhr sie erneut mit Christin Senkel (Erfurt) an den Lenkseilen und das erst wenige Wochen zusammen trainierende Paar schnitt angesichts der starken Konkurrenz recht ordentlich ab. Mit sehr guten Startzeiten legten die beiden den Grundstein für  den nicht erwarteten fünften Platz in der Endabrechnung. Dabei brachten sie das Kunststück fertig, sich im zweiten Lauf mit der zweitbesten Startzeit des Tages und dem drittbesten Lauf hinter der überragenden Jamanka und dem russischen  Team  Sergeeva/Kohcherzhova noch um 3 Plätze zu verbessern. Zeitgleich mit Willemsen/Vercruyssen aus Belgien verfehlten sie einen Platz auf dem Siegerpodest nur um 21/100 Sekunden. Neben dem hessischen Bobwart Tim Restle, der sich mit seiner Athletin über dieses gute Abschneiden riesig freute, waren auch die Trainer und Betreuer des deutschen Verbandes sehr mit der Leistung der Wiesbadener Nachwuchssportlerin zufrieden.  Erica Fischbach, Präsidentin des HBSV, erhofft sich von diesem guten Ergebnis viel Rückenwind für die beiden bei den noch anstehenden Weltcuprennen.

Nach guten Leistungen im Sommertraining sowie bei Lehrgängen in den deutschen Eiskanälen fand   nun für die Reichelsheimer Nachwuchsrodler Hendrik Seibert  (auf dem Bild vorn) und Calvin Meister die Probe aufs  Exempel statt.  Bei der ersten Rennentscheidung  im neuen Jahr traten die beiden bei  den deutschen Meisterschaften der  Junioren B in Winterberg an und liebäugelten im Vorfeld genauso wie ihre Betreuer  um Rodelwart Stefan Meister und Jugendwart Markus Seibert mit einem Podestplatz obwohl bei diesem Rennen auch C –Kaderathleten am Start waren.   Mit guter Startzeit setzten sich die beiden auch gleich hervorragend in Szene und brachten die erste Fuhre sicher und sehr solide nach unten. Lohn für diese  ansprechende Leistung war der 2. Platz nach dem ersten Lauf.  Nun galt es, diesen Vorsprung vor den nachfolgenden Teams zu halten, mit denen sich Seibert/Meister schon in der Vergangenheit des Öfteren spannende und enge Rennen geliefert hatten. Zwar konnten sie im zweiten Lauf nicht ganz ihre tolle Laufleistung wiederholen waren aber trotzdem in der Lage, ihren Vorsprung auf die nächsten Plätze sogar noch deutlich auszubauen. Somit war ihnen ihre Vize-Meisterschaft  hinter den Gewinnern  Orlamünder/Gubitz (Zella-Mehlis) und damit der größte Erfolg ihrer seitherigen Laufbahn nicht mehr zu nehmen. „Dieser super Einstand in das Jahr verschafft unseren Jungs hoffentlich den Rückenwind und die Sicherheit in ihre Leistungsfähigkeit um die kommenden Herausforderungen im Junioren-Weltcup zu meistern“ kommentierte Meister den Erfolg. Und Jugendwart  Seibert ergänzte, dass die beiden bodenständig genug seinen und nun nicht gleich Flausen im Kopf haben. Jedenfalls blickt das kleine Team recht zuversichtlich in die kommenden Rennen ohne die Erwartungen zu hoch zu schrauben.

Mit einer großen Überraschung für die hessischen Bobsportler endete der 5. Lauf zum Europacup im Viererbob, der in Altenberg ausgetragen wurde. Sehr zur Freude des Präsidiums um Erica Fischbach und Bobwart Tim Restle sorgte die Mannschaft von Pilot Bennet Buchmüller, der auch der Wiesbadener angehört, für einen nicht erwarteten Sieg. Angepeilt war eigentlich nach dem seitherigen Saisonverlauf ein Platz unter den besten Sechs, denn unter den 18 Startern waren einige Weltcupteams vertreten. Doch es wurde für Buchmüller, Niklas Scherer (beide Winterberg), Benedikt Hertel (Thüringen) und Laurenz ein perfektes Rennen.  Schon im ersten Lauf legte das Team mit 55,30 Sekunden eine recht gute Zeit hin und übernahm die Führung. „ Das hat uns dann so richtig heiß gemacht, um noch einmal ordentlich nachzulegen.  Denn damit hatten wir wirklich nicht gerechnet. “ kommentierte Laurenz den Rennverlauf. Obwohl die Vier im zweiten Lauf mit 55,57 nicht ganz so schnell waren konnten sie ihren Vorsprung leicht ausbauen und es reichte in der Endabrechnung zu einem viel umjubelten Sieg vor dem lettischen Team um Oskars Kibermanis und der Mannschaft von Richard Oelsner aus Deutschland. „Mit einer tollen Zeit beim Start wurde der Grundstock für den ersten Platz gelegt“  meinte Hessens Trainer Restle, „bisher hatten es die Jungs immer geschafft, mindestens einen guten Lauf hinzulegen, aber dieses Mal passte alles und Bennet brachte die Fuhren  hervorragend ins Ziel.“  Nun hat sich der  Wiesbadener höhere Ziele gesteckt. Mit seinen 23 Jahren ist Laurenz noch bei der Junioren-Weltmeisterschaft startberechtigt und spekuliert auf einen Platz auf dem Siegertreppchen. Auch Erica Fischbach blickt der weiteren Saison mit Optimismus entgegen. „ Jetzt scheint der Knoten so richtig geplatzt zu sein“ freute sie sich mit ihrem Sportler, „ich glaube, wir haben von ihm und seinen hessischen Teamkollegen noch einiges zu erwarten, denn alle stehen ja erst am Beginn ihrer Laufbahn und  sie werden uns noch viel Freude machen. Nun heißt es Daumen drücken, damit sie vor allem verletzungsfrei durch die Saison kommen.“

Nach dem Trainingssturz von Schneider war mit  Mariama Jamanka/Ann-Christin Strack beim ersten Weltcup-Rennen dieser Saison nur ein deutsches Frauenteam am Start. Beide betraten mit der Bahn im kanadischen Whistler absolutes Neuland, waren sie doch bisher nur im Europa-Cup gestartet.  Zudem waren sie von Bundestrainer Rene Spieß als Team neu zusammengestellt worden und es ist fraglich,  ob sie in dieser Kombination noch einmal an den Start gehen werden. Jamanka hatte sich im Vorjahr als absoluter “ Shooting star „ erwiesen,  ist erst seit dieser Saison im deutschen  Aufgebot  und dabei gleich im A - Kader. Da die gesamte Weltcupspitze am Start war lagen die Erwartungen an die beiden Yougsters nicht sehr hoch.   Nach nur  6 Trainingsabfahrten auf dieser ungewohnten Bahn schlugen sie sich allerdings achtbar  und überzeugten mit guten Startzeiten.  Allerdings forderte dann das neue Geläuf seinen Tribut und die beiden  belegten nach 2 sicheren Abfahrten in der Endabrechnung Rang 11.  Die Lokalmatadoren Kaillie Humphries/ Cynthia Appaih ließen sich in ihrer Hausbahn nicht die Butter vom Brot nehmen und siegten vor den Österreicherinnen Christina Hengster/Sanna Moniquie Dekker.

 

Bei einer Doppelveranstaltung in der Eisarena vom Königssee waren 2 Männer und 2 Frauen aus Hessen aktiv. Noch immer fehlte allerdings Kim Kalicki (TuS Wiesbaden), die ihre Reha-Maßnahme gerade beendet hat und so startete ihre Anschieberin Maureen Zimmer mit Christin Senkel (Erfurt),  mit der sie bisher noch keine Rennen bestritten hatte. Beim 4. Europa-Cup setzten sich die beiden mit guter Startzeit in eine aussichtsreiche Position und belegten am Ende einen erfreulichen  4. Platz. Beim 5. Rennen auf der gleichen Bahn legten sie ähnlich gute Startzeiten vor und landeten erneut auf Rang 4. 


Mit deutlichem Abstand zu den anderen 11 Teams blieben die ersten Drei bei den zwei Entscheidungen unter sich, wobei Oshigiri/Kimishina aus Japan und Hafner/Rebsamen aus der Schweiz Platz 1 und 3 tauschten. Sehr stark in Szene setzte sich die Reichelsheimerin Anna Köhler, die für den BSC Winterberg startet. Mit ihrer Anschieberin Sarah Noll (WSV Königssee) belegte sie in beiden Rennen Rang 2 und überraschte damit Trainer und Betreuer. 


Mit Bennet Buchmüller (BSC Winterberg) als Pilot starteten Issam Ammour und Laurenz Costa (beide TuS Wiesbaden) im 2. Lauf des Europa-Cups im Vierer. Nach gutem Start mit zweitbester Zeit verloren sie in der Bahn etwas an Boden und belegten in der Endabrechnung Platz 7, wobei sie allerdings in Schlagweite der Mannschaften auf den Rängen 4 – 6 waren. Gewonnen wurde dieses Rennen vom russischen Team um Nikita Ruszakharov. 


Im 3. Europa-Cup der Vierer-Bobs verlief das Rennen in ähnlichen Strukturen obwohl Costa durch Benedict Hertel ersetzt worden war. Auch diesem Quartett reichte es bei etwas schwächeren Startzeiten zum 7. Rang wobei dieses Mal Christoph Hafer (Deutschland) die Nase vorn hatte.

 

Mit dem guten Abschneiden bei den Deutschen Meisterschaften im Zweierbob bestätigte  Costa Laurenz  (TuS Wiesbaden) den guten Eindruck, den er bei den ersten Leistungstests des deutschen Verbandes gezeigt hatte.  In der Eisarena Königssee startete er als Anschieber von Pablo Nolte (BSC Winterberg) und die beiden zeigten, dass sie in dieser Saison durchaus vorne mitmischen können. Mit zwei gleichmäßig sicheren Abfahrten legten sie den Grundstein für den Platz auf dem Treppchen. Wie schon im letzten Winter fuhr Johannes Lochner (RG Stuttgart/Königssee), dieses Mal mit Christian Rasp auf der Bremse, alles in Grund und Boden und siegte mit klarem Vorsprung vor der Renngemeinschaft Nico Walther/Kevin Kuske (Oberbärenburg/Potsdam). Alle anderen Teams lagen schon deutlich hinter diesen 3 Mannschaften und nun hofft Erica Fischbach, Präsidentin des hessischen Verbandes,  dass Laurenz diese gute Frühform über den ganzen Winter konservieren kann. 

Im Vierer-Bob reichte es für die beiden, deren Team mit Peter Adjany und K. Reichenberger ergänzt wurde,  noch auf den 5. Platz, wobei erkennbar war, dass sie in dieser Zusammensetzung kaum gemeinsame Erfahrungen hatten. Auch in diesem Wettbewerb fuhr Lochner mit seinem Team vorneweg. 

Issam Ammour (Wiesbaden) feierte mit seinem Piloten Bennet Buchmüller (Winterberg) ebenfalls einen gelungenen Start in die neue Europa-Cup Saison. Auf ihrer Heimatbahn in Sigulda fuhren 2 lettische Teams, die auch schon im Weltcup gestartet sind, mit großem Abstand an die Spitze  und ließen ihren ausländischen Konkurrenten keinen Stich.   Mit guten Startzeiten legten Ammour/Buchmüller die Basis um in der Endabrechnung  unter 21 Teams Rang 6 zu belegen.

 

Ein Rodel Camp für sportbegeisterte Kinder von 8 – 11 Jahren veranstaltet die Rodelabteilung des KSV Reichelsheim vom 20. – 22. Oktober  2016. Unterstützt wird das Team um Stefan Meister und Markus Seibert dabei von Helfern des TSV Grasellenbach und durch eine Kooperation mit dem BRC Michelstadt. Jeder der sich mal diese rasante Sportart im Fernsehen angeschaut hat und davon fasziniert ist hat nun die besten Chancen, sein Können selbst einmal auszuprobieren. Auch die beiden Reichelsheimer Rodel-Junioren Calvin Meister und Hendrik Seibert haben bei einer solchen Veranstaltung Freude an dieser schnellen Sportart gefunden und starteten im vergangenen Winter für Deutschland im Jugend-Weltcup.
 Das Programm beginnt jeweils um 9.00 Uhr und endet gegen 16.00 Uhr. Es umfasst ein Starttraining auf der Anschubanlage in Grasellenbach, Rollentraining auf Sommerschlitten sowie leichtes Athletiktraining im Freien und in der Halle in Reichelsheim. Damit Spiel und Spaß nicht zu kurz kommen ist der Besuch auf einer Sommerrodelbahn sowie eines Kletterparks eingeplant und in einem Fahrradparcours kann jeder Teilnehmer seine Geschicklichkeit unter Beweis stellen. An Kosten entstehen 65,-- Euro, in denen Getränke, Verpflegung und einiges mehr enthalten sind. Nähere Informationen gibt es unter www.ksv-reichelsheim.de/abteilungen/bob-und-schlittensport oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Hier sind auch Anmeldungen bis zum 15. Oktober möglich.

In diesen Tagen fand in Reichelsheim der jährliche bundesweite Athletiktest für die Jugend B Sportler  des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland (BSD) statt.  Aufgrund der hervorragenden  Organisation  im Vorjahr war die Rodelabteilung des KSV Reichelsheim unter Führung von Abteilungsleiter Markus Seibert erneut  um die Ausrichtung gebeten worden.  Dies gelang der kleinen aber sehr rührigen Abteilung, die von Dagmar Lode von der KSV-Turnabteilung sowie dem TSV Grasellenbach unterstützt wurde, auch in dieses Jahr zu aller Zufriedenheit.
Der BSD Athletiktest  zählt neben den beiden Rennen um die Deutsche Meisterschaft und dem Deutschen Cup zur Ermittlung der nationalen Rangliste, die für die Nominierung zur Jugendnationalmannschaft ausschlaggebend ist.


Bereits am Vortag reisten die Sportler der einzelnen Landesverbände an, um  ausgeruht und optimal vorbereitet in den Wettkampf gehen zu können. Sportwart Stefan Meister bedauerte sehr, dass unter den 41 Jungen und Mädchen kein hessischer Aktiver am Start war. Aber der Jugendbereich befinde sich erneut im Umbruch und die einzige ernsthaft  in Frage gekommene  Sportlerin hat zum Bedauern des hessischen Verbandes  vor kurzem mit dem Rodelsport aufgehört.
Am Wettkampftag in der Reichelsheimer Schulsporthalle begrüßte Sachsens Landestrainer und gleichzeitig  Verantwortlicher des deutschen D/C Kaders Steffen Meyer alle Sportler, Trainer und Betreuer.  In 7 verschiedenen Disziplinen mussten die Nachwuchssportler ihre Leistungsstärke zeigen, bevor der Test mit einem 2000 m Lauf endete. Über Bodenturnen, Hüftbeweglichkeit und Fußstreckfähigkeit ging es zum Medizinballwurf und Standweitsprung. Viel  Kraft forderte eine Übung mit einem Rollbrett,  das auf einer Bank am Reck befestigt  war und mit Armkraft  nach oben gezogen werden musste. Den Abschluss in der Halle bildete ein Gewandtheitsparcours  über Bänke, Kästen und Turnböcke, der  schnellstmöglich durchlaufen werden musste. Am Ende der strapazierenden Übungen hatten Martin Nankow (RT Suhl) und bei den Mädchen Enola Brünner (RT RRC Altenburg) die Nase vorn.
Bei der abschließenden Siegerehrung bedankte sich Meyer im Namen aller teilnehmenden Sportlerinnen und Sportler sowie der  Trainer bei den Organisatoren, die nicht nur die Halle hervorragend vorbereitet hatten, sondern auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt hatten. Gleichzeitig machte er deutlich, dass er gerne im nächsten Jahr wieder Gast beim BSD-Athletiktest im Odenwald wäre,  wozu das Team um Seibert schon gerne seine grundsätzliche Bereitschaft signalisierte.

Links auf dem Foto Markus Seibert

Beim ersten Leistungstest des deutschen Bob- und Schlittensportverbandes in Oberhof zeigten die hessischen Frauen und Männer, dass sie in den Sommermonaten eifrig an ihrer Form gearbeitet haben. Für eine ganz große Überraschung sorgte der 23-  jährige Issam Ammour aus Gießen, der sich nach Umstellung seines Trainings nachdrücklich für einen Platz auf der Anschieberposition empfohlen hat.  Bei 2 von 3 Leistungstests mit unterschiedlichem Gerät belegte er zwei Mal einen ausgezeichneten 3. Platz und wurde einmal Siebter. Mit seiner  Größe von  nur 1,71 m liegt er deutlich unter dem Gardemaß seiner Konkurrenten, kann dennoch auf Grund seiner hervorragenden Leistungen auf einen Platz im Weltcupteam des deutschen Verbandes hoffen  und erwartet nun Anfragen der Bobpiloten. Überzeugen konnte auch Costa Laurenz (Wiesbaden), der erst seit wenigen Monaten im Bobsport aktiv ist und daher noch leichte technische Defizite  hat. Dies sollte allerdings nach Meinung des hessischen Bobwartes Tim Restle durch weiteres intensives Training in absehbarer Zeit besser werden. Mit Rang 21 unter 43 Athleten schnitt Laurenz recht  gut ab und ließ weitaus routiniertere  Anschieber  hinter sich.

Gut in Szene setzte sich bei den Damen Ann Christin Strack im Wettbewerb der Anschieberin, da sie unter 20 Konkurrentinnen beide Mal hinter den Topathletinnen Annika  Drazek und Lisa Buckwitz (beide deutscher A –Kader) und mit deutlichem Vorsprung vor den Nächstplatzierten Rang 3 belegte. Maureen Zimmer hat sich ebenfalls deutlich verbessert und belegte die Plätze 6 und 7. Nicht an diesem Leistungstest teilnehmen konnte Pilotin Kim Kalicki. Erica Fischbach, Präsidentin des hessischen Verbandes, ist mit dem Abschneiden ihres Teams zufrieden und meint, dass bei den Frauen noch etwas Luft nach oben ist und auch die Männer noch ein Quäntchen  drauf packen können.