Unter nicht ganz leichten Bedingungen starteten die Zweierbobs der Männer in Sigulda, denn der Raureif im lettischen Eiskanal stellte hohen Anforderungen an Anschieber und Piloten. Der Gießener Adam Ammour hatte dieses Mal wieder seinen Vereinskameraden Benedikt Hertel (beide BRC Thüringen) auf der Bremserposition.
Schon in der ersten Fuhre zeigten die Zwei, dass sie sich sehr viel vorgenommen hatten. Sie legten mit der zweitbesten Startzeit ordentlich was vor und eroberten im Ziel mit 7/100 Sekunden Vorsprung die Spitze vor Johannes Lochner (BC Stuttgart Solitude) /Georg Fleischhauer (SC Potsdam). Im zweiten Lauf schoben sie mit 4,82 Sekunden die Tagesbestzeit beim Start, hatten im Gegensatz zu Lauf 1 keine kleineren Fehler mehr und rauschten auch mit Tageslaufbestzeit durchs Ziel. Dieser erste Weltcupsieg wurde von den beiden natürlich lautstark bejubelt, denn sie hatten zum ersten Mal nicht nur die Weltelite, sondern auch die beiden „großen“ Teams des deutschen Verbandes hinter sich gelassen. Etwas überraschend belegten im Endklassement die Schweizer Michael Vogt/Sandro Michel mit 12/100 Rückstand den Silber-Platz. Nur hauchdünn dahinter beendeten Francesco Friedrich (BSC Sachsen Oberbärenburg) /Matthias Sommer (BSC Winterberg) das Rennen auf Platz 3. Mit dem 4. Rang mussten sich die erfolgsgewohnten Johannes Lochner / Georg Fleischhauer zufriedengeben und Lochner haderte vor allem mit seiner Leistung im oberen Streckendrittel. Überragender Sieg von den beiden mit einer grandiosen Leistung meinte Bundestrainer zu diesem Meisterstück Ammours und sprach von einem wirklich verdienten Erfolg.


Foto: Viesturs Lacis / Laura Lakovica