Einladung zur Jahreshauptversammlung 2016 in Reichelsheim

Zur 75. ordentlichen Jahreshauptversammlung des hessischen Bob- und Schlittensportverbandes am Donnerstag, dem 21.Juli 2016 um 18.30 Uhr  im Vereinsheim des KSV Reichelsheim, An der Ruh, 64385 Reichelsheim, werden alle Vereine und Vereinsabteilungen des Verbandes herzlich eingeladen.

Nach Begrüßung und Feststellung der Stimmverhältnisse sowie der Beschlussfähigkeit erfolgen die Berichte von Präsidentin Erica Fischbach und  Vize – Präsident Bernd Hasenzahl. Danach wird Schatzmeister Klaus – Dieter Neumann den Kassenbericht mit Rechnungslegung vortragen. Den Berichten der Sportwarte Bob, Rodel und Schlittenhunde sowie des Jugendwartes folgt nach der Aussprache der Bericht der Kassenprüfer. Hierbei ist die Entlastung des Vorstandes vorgesehen. Danach steht die Wahl des Vorstandes sowie der Kassenprüfer auf der Tagesordnung .Anschließend wird der Haushaltsvorschlag 2016/2017 eingebracht und zur Abstimmung gestellt. Bevor dann unter einem weiteren Tagesordnungspunkt Anfragen und Mitteilungen erfolgen wird der Lehrgang- und Wettkampfterminkalender 2016/2017 bekannt gegeben, soweit bis dahin Termine festgelegt sind. 

Der Vorstand des HBSV würde sich freuen,  wenn an dieser Versammlung viele Vereine, Aktive, Freunde und Gönner des Verbandes teilnehmen würden.  

 

Freude über neue Bobabteilung

 

Mit einer weiteren Sportabteilung betritt TuS Eintracht Wiesbaden neues Terrain, denn als 11. Abteilung wurde eine Bobsportabteilung ins Leben gerufen  und damit kann in diesem Verein zukünftig auch Wintersport betrieben werden. Neben dem seit Jahrzehnten etablierten 1. SC Kohlheck besitzt Wiesbaden nun einen weiteren Verein, der sich dieser rasanten Sportart verschrieben hat. Den wenigsten Bürgern der Stadt wird noch in Erinnerung sein, dass es vor vielen Jahren bis in die sechziger Jahre an der Hohen Wurzel eine Natureisbahn gab, auf der zahlreiche Kinder und Jugendliche Kontakt zu den Kufensportarten  Bob und Rodeln bekommen haben, wobei Rodeln sogar als  Schulsport angeboten worden war.  Immerhin brachten es in dieser Zeit einige Talente zu Erfolgen bis hin in die deutsche und europäische Spitze.

 

 Hervorgegangen ist die neu gegründete Abteilung aus der Leichtathletiksparte der Eintracht. Hier begannen vor wenigen Monaten einige Leichtathletinnen Gefallen am Bobsport zu finden und haben sich unter Führung  und Betreuung von Tim Restle in kürzester Zeit zu Sportlerinnen gemausert, die auf deutscher und europäischer Ebene vorne mitmischen. Mittlerweile schlossen sich auch einige junge Männer an, sodass die Gründung einer eigenständigen Abteilung ins Auge gefasst wurde. Zwischenzeitlich funktioniert auch die Zusammenarbeit mit dem Nordrhein-Westfälischen Verband recht gut, sodass gemeinsam am Bundesstützpunkt Nordrhein-Westfalen/Hessen in Winterberg trainiert wird und teilweise Renngemeinschaften an den Start gehen. Wiesbaden genießt mittlerweile sogar den Status eines Athletikstützpunktes, der vom hessischen  Bob-Landestrainer Restle geleitet wird. Erica Fischbach, Präsidentin des HBSV und selbst Wiesbadenerin, hatte sich im Vorfeld der Abteilungsgründung mächtig für die jungen Bobathleten ins Zeug gelegt und maßgeblichen Anteil an der raschen Entwicklung der neuen Frauen- und Männerteams um Pilotin Kim Kalicki. Daher war es für sie auch eine Selbstverständlichkeit, in der neu gegründeten Abwicklung trotz hoher beruflicher und ehrenamtlicher Belastungen das Amt der Stellvertretung des Abteilungsleiters zu übernehmen. Restle selbst wird neben seiner Trainertätigkeit die Abteilung leiten und der aktive Bobsportler Issam Ammour ist als Kassenwart für die finanziellen Dinge verantwortlich.

 

Resümee 2015/16 und Weichenstellung 2017

Nach einem überaus erfolgreichen Winter bei den Rodlern als auch den Bobsportlern erfolgte nun bei einer  HBSV- Präsidiumssitzung, bei  der die Aktiven durch Kim Kalicki vertreten waren, eine Bestandsaufnahme sowie eine erste Grobplanung für die kommenden Monate, für die ja mit dem Sommertraining schon die Grundlagen für spätere gute Leistungen in den Eiskanälen gelegt werden.  Sowohl Rodeltrainer Stefan Meister als auch Bob-Athletiktrainer Tim Restle ließen die abgelaufene Saison noch einmal Revue passieren und konnten über kaum erwartete hervorragende Leistungen der Sportler berichten, die auch auf internationaler Ebene für Aufhorchen sorgten. Dabei stand der Vize-Weltmeistertitel der Juniorinnen im Zweierbob von Kalicki/Strack und die Starts im Europa-Cup von Männern und Frauen des hessischen Teams sowie die Teilnahme im Junioren-Weltcup und der Jugend – World - Challenge der Rodler Meister/Seibert im Doppel im Mittelpunkt. Jugendwart Markus Seibert war ebenfalls zufrieden, bedauerte allerdings das Abwandern von Marie Köhler ins Boblager, ist aber zuversichtlich, dass diese Lücke bald ausgefüllt werden kann. Für den nächsten Winter bestehen bei beiden Sparten durchaus Chancen, dass weitere Sportler in die BSD Kader aufgenommen werden. Daher hoffen alle, dass die Aktiven verletzungsfrei bleiben. Präsidentin Erica Fischbach ist angesichts dieser Erfolge sehr zuversichtlich, dass die Suche nach den notwendigen Sponsoren etwas leichter sein dürfte als in der Vergangenheit und hofft auf weitere Unterstützung durch den LSBH, wobei sie dessen finanzielles Engagement lobend hervorhob. Dies wurde durch Schatzmeister Klaus-Dieter Neumann bestätigt, der momentan von einer guten Kassenlage berichten konnte, wobei jedoch nach wie vor sparsames Wirtschaften erforderlich ist. Außerplanmäßige Ausgaben konnten aus den Rücklagen bzw. Sponsorenzuwendungen gedeckt werden. Vize-Präsident Bernd Hasenzahl berichtete zudem von seinen Aktivitäten während der abgelaufenen Saison. Über die sportlichen Belange hinaus wurden unter Leitung von Fischbach abschließend über die personelle Zusammensetzung von Präsidium und Trainerstab sowie die anstehenden Aufgaben beraten.


Foto von links nach rechts: Erica Fischbach, Kim Kalicki, Bernd Hasenzahl, Tim Restle, Markus Seibert, Stefan Meister

2. Platz rundet erfolgreiche Saison der Rodler ab

Zum Abschluss der Saison nahm das Doppel Seibert/Meister (KSV Reichelsheim) am Fuße des Patscherkofels am größten internationalen Rennen außerhalb der Jugendweltcup Serie teil.  173 Teilnehmer, verteilt auf 5 Altersklassen, konnten noch mal ihr Können auf der Innsbrucker Olympiabahn zeigen.
In nur 6 Trainingsläufen musste sich das Reichelsheimer Doppel auf diesen Eiskanal einstellen. Zwar waren beide schon als Einzelfahrer vor Ort, aber gemeinsam war die Bahn  Neuland für die Beiden. Bereits nach den Trainingsläufen war festzustellen, dass alle 5 teilnehmenden Doppel so ziemlich auf einem Niveau unterwegs waren und es dann beim Rennen eine enge Kiste werden würde wie es Rodelwart Stefan Meister (Reichelsheim) einschätzte.
Nach Lauf 1 wurde dies dann auch durch die Laufzeiten bestätigt, die ersten 3 Doppel trennten gerade einmal 3/10 sec. Seibert/Meister lagen hierbei auf Platz 3 hinter den sächsischen Dauerrivalen Dietrich/Müller und dem Doppel Vavercak/Zmij aus der Slowakei. Hinter den Odenwäldern, mit bereits einer halben Sekunde Rückstand, reihten sich das österreichische Paar Schmid/Gatt, 7. der Jugend Olympiade, und das bayerische Doppel  Zern /Jänicke ein.
In umgekehrter Reihenfolge der Platzierung wurde dann der 2. Lauf ausgefahren. Zwar konnten die beide Doppel, die hinter Seibert/Meister lagen, ihre Zeiten aus dem 1. Lauf verbessern, doch die beiden Odenwälder machten mit einer persönlichen Startbestzeit deutlich, dass sie den Platz auf dem Siegerpodest nicht abgeben wollen. Ein kleiner Fahrfehler vor der letzten Zwischenzeit machte zwar eine persönliche Bestzeit zunichte, doch der Vorsprung aus Lauf 1 reichte aus, um vor den beiden abschließenden Schlitten in Führung zu gehen.
Als nächstes waren dann die beiden Slowaken, 6. der Jugend Olympiade, an der Reihe. Mit Startbestzeit und auch in Führung liegend bei den Zwischenzeiten sollten sie sich eigentlich vor dem Odenwälder  Doppel einreihen können, doch riskierten die Beiden im Schlussteil der Bahn zu viel und kamen quer durchs Ziel. Dies kostete so viel Zeit, dass sie sogar noch hinter die Österreicher zurückfielen.
Zum Abschluss  waren die führenden Dietrich/Müller am Start, fuhren ohne große Probleme souverän ihren Lauf in Ziel und konnten sich über Platz 1 freuen. Der 2. Rang ging damit in den Odenwald, wobei  Seibert/Meister mit den Betreuern um Jugendwart Markus Seibert  einen hervorragenden Abschluss der Saison feiern konnten.
Jetzt heißt es erst Mal sich von dem anstrengenden Winter zu erholen, bevor dann ab April wieder die Vorbereitung auf die neue Saison beginnt. Denn, wie heißt es so schön beim Rodeln, im Sommer werden die Sieger des kommenden Winters gemacht.

Fischer/Deneke bestes hessisches Team in Innsbruck

Eine kleine Überraschung gab es bei der 36. Auflage des Europapokals der Senioren im Zweier-Bob in Igls durch die Renngemeinschaft Martin Fischer/ Volker Deneke (BC Fürth/BRC Michelstadt). Die beiden hatten in der Vergangenheit etwas im Schatten der anderen Teams gestanden, zeigten sich aber dieses Mal in guter Form und schnitten mit Platz 11 in der Gesamtwertung als bestes hessisches  und zweitbestes deutsches Team ab. Im ersten Lauf rangierten sie noch auf Rang 9, fielen aber dann noch etwas zurück. Ein Missgeschick, das unerklärlicherweise fast allen Mannschaften aus dem Odenwald unterlief, die im zweiten Lauf zum Teil deutlich schwächer waren. Auf Rang 12 unter 21 Mannschaften fanden sich daher im Endklassement Peter Hinz/Thorsten Dauth wieder, die noch mit guten Startzeiten aufhorchen ließen. Hingegen verbesserten sich im zweiten Lauf Thomas Lang/Rainer Liebau (BRC Michelstadt) noch auf den 15. Platz und ließen damit den ehemaligen Europa-Meister und Weltcupstarter Matthias Benesch hinter sich. Uwe Hurych (BC Fürth) trat erstmals mit Mike Sehr auf der Bremse an und diese neue Kombination schlug sich mit Platz 17  recht achtbar. Mit zwei gleich guten Abfahrten schaffte es der Michelstädter  Senior Jürgen Pfrommer mit Martin Reuck (BRC Michelstadt) unter den Augen von HBSV Vize-Präsident Bernd Hasenzahl auf den 19. Platz. Auch in der Alterswertung verpassten die Hessen dieses Mal knapp das Podium. Fischer/Deneke belegten als bestes deutsches Team Rang  5 vor Hinz/Dauth, Lang/Liebau wurden 8, Hurych/Sehr 10 und Pfrommer/Reuck wurden zwölfte. Wie stark die Konkurrenz mittlerweile geworden ist zeigte sich durch den Sieg von Wolfgang Stampfer/Jürgen Mayer, die noch vor kurzem als bestes österreichisches Team am Weltcup teilgenommen haben und durch die Dominanz der Schweizer Mannschaften, die materialmäßig hervorragend ausgestattet sind. Daher sind die hessischen Bobfahrer vom Abschneiden auch nicht enttäuscht, obwohl die Spitzenplätze der vergangenen Jahre nicht erreicht werden konnten.

Toller Einstand bei westdeutscher Meisterschaft

Die erst vor wenigen Wochen in den Rodelsport eingestiegene Anica Lorenz (KSV Reichelsheim) überraschte bei ihrer zweiten Teilnahme an einem Rennen Trainer und Betreuer. Nach Meinung von Stefan Meister (Sportwart Rodeln beim HBSV) hat sie damit ihr Talent bewiesen und außerdem gezeigt, dass sie ihr unbefriedigendes Abschneiden bei der deutschen Meisterschaft ohne Motivationsverlust überwunden hat. „Natürlich werden wir diesen Erfolg nicht überbewerten, denn eine Schwalbe macht noch keinen Sommer“ meinte er, „aber sie hat das Zeug dazu in die Fußstapfen von Marie Köhler zu treten.“  Bei den westdeutschen Meisterschaften der Jugend C auf der quasi hessischen „ Heimbahn“ in Winterberg hatte Lorenz mit der besten Startzeit im ersten Lauf den Grundstein für den Sieg gelegt und sich gleich an die Spitze gesetzt. Ihren Vorsprung konnte sie dann nervenstark im zweiten Lauf noch erheblich ausbauen und gewann mit 0,402 Sekunden deutlich vor der Lokalmatadorin Amanda Nosal. Den 3. Rang erreichte Melina Cielaszyk vom BRC Hallenberg. Nach diesem erfreulichen Saisonabschluss für den Rodelneuling hoffen nun die Betreuer um Jugendwart Markus Seibert dass sich diese Entwicklung im Sommertraining fortsetzt und in der nächsten Saison wieder eine Odenwälderin in ihrer Altersklasse vorne mitmischen kann.

Doppel bei Junioren B auf Platz 3

Auf den dritten Platz sind die beiden Nachwuchsrodler Calvin Meister und Hendrik Seibert (beide KSV Reichelsheim) zum Ende dieser Saison fixiert. Bei der letzten nationalen Entscheidung in diesem Winter starteten die beiden bei der Deutschen  Meisterschaft Junioren B im Doppel und schafften erneut den begehrten Platz auf dem Siegerpodium. Allerdings hielt sich die Freude über diese Platzierung angesichts geringer Konkurrenz in Grenzen, zumal ein besserer Platz nach den Trainingsleistungen durchaus im Bereich der Möglichkeiten lag. Nicht zu schlagen war am Königssee erneut das Doppel Heinze/Illmann, aber mit den anderen Gegnern lag man auf Augenhöhe.
Aber leider machte bereits im 1. Lauf eine schlechte Einfahrt in die Gerade alle Hoffnungen auf eine bessere Platzierung zu Nichte.  Da auch das Doppel Dietrich/Müller keinen perfekten 1. Lauf hatte, war dies aus Sicht von Sportwart Stefan Meister besonders ärgerlich.
Im 2. Lauf wollten die Beiden dann noch mal zeigen, dass sie die Bahn eigentlich im Griff haben, doch wiederum klappte die Einfahrt zur Geraden nicht  perfekt und die Endzeit war daher weit von dem entfernt, was normalerweise von den  Zweien zu erwarten ist und in keiner Weise dem wahren Leistungsvermögen entspricht.
Nach einer sehr anstrengenden,  aber auch recht erfolgreichen Saison für die Beiden steht jetzt noch die World Jugend Challenge in Innsbruck/Igls auf dem Programm.  Hierfür gilt es nach Meinung von Jugendwart Markus Seibert nochmals alle Kräfte zu mobilisieren und eine hervorragende Saison mit einem guten Abschluss zu krönen. Leicht wird es allerdings nicht werden, denn in Österreich wird man erneut auf starke internationale Konkurrenz stoßen.  (Foto: Stefan Meister)

Deutsche Meisterschaft der Jugend C am Königssee

Nachdem mit Marie Köhler (KSV Reichelsheim) ein  Aushängeschild des Rodelnachwuchses ins Boblager abgewandert ist gilt es nun für Trainer und Betreuer  möglichst schnell auch wieder ein Mädchen an die deutsche Spitze heranzuführen. Mit Anica Lorenz haben die Odenwälder dabei ein  heißes Eisen im Feuer. Bei ihrer ersten Deutschen Meisterschaft am Königssee musste sie erwartungsgemäß aber erst einmal Lehrgeld zahlen. Mit Platz 17 von 30 Teilnehmern war daher bei ihr die Enttäuschung groß.
Nach den Trainingsläufen war durchaus eine Platzierung unter den ersten 8 zu erwarten, doch konnte sie diese Hoffnungen im Rennen nicht ganz erfüllen. Im ersten Lauf lag sie nach den ersten Zwischenzeiten noch auf Platz 3, doch nach dem Kreisel und der berüchtigten Echowand 8 schlichen sich einige kleine Fahrfehler ein, sodass im Ziel nur der 14. Rang heraussprang.
Als 2. Starterin in Lauf 2, es wurde von Platz 15 bis Platz 1 des ersten Laufes gestartet, griff sie noch mal an, um zumindest eine Top 10 Platzierung zu erzielen. Doch bereits der schwierige Kreisel passte überhaupt nicht und sie konnte mit viel Geschick gerade noch einen Sturz vermeiden. Durch diesen Geschwindigkeitsverlust kam dann am Ende nur die 19. Laufzeit heraus, was in der Endabrechnung den 17. Platz bedeutete.
Trotzdem waren Trainer und Betreuer mit ihrer Leistung über die gesamte Woche zufrieden. Sie hatte gerade einmal 2 Trainingslehrgänge auf dieser schwierigen Bahn absolvieren können. „ Es ist halt doch ein Unterschied zwischen Training und Wettkampf“  sagte Betreuer Stefan Meister (Reichelsheim), „ gerade bei den Anfängern spielt die Nervosität eine sehr große Rolle und selbst kleinste Fehler werden gnadenlos bestraft.“
Landestrainerin Carolin  Theelke ist sich ebenfalls sicher, dass man an Lorenz noch viel Freude haben wird und sie nach dem Abgang von Marie Köhler mit ihrem Talent schnell die Lücke bei den Mädels wieder auffüllen kann.
Beim abschließenden Mannschaftswettbewerb startete Lorenz dann mit der gemischten Mannschaft Hessen /Nordrhein-Westfalen, wobei das Team jeweils 2 Jungs und 2 Mädels umfasst und am Ende deren 4 Zeiten addiert werden. Hier konnte die Renngemeinschaft bei 8 startenden Mannschaften den 5. Platz erreichen.
Ein dickes Sonderlob gab es von Theelke für  Doppelfahrer Calvin Meister, denn er unterstützte sie im Training und Rennen tatkräftig beim Korrigieren der Sportler sowie bei der Schlittenpräparierung.

Rodelnachwuchs beim Deutschen Cup der Junioren B auf dem Podium

Im Altenberger Eiskanal fand in dieser Saison einer der letzten Wettbewerbe für die jungen Rodler aus Reichelsheim statt.  Beim deutschen Cup der Junioren B liebäugelten Hendrik Seibert/Calvin Meister und ihre Betreuer bei  Abwesenheit der Jugend  Olympiade Teilnehmer Orlamünder/Gubitz  schon insgeheim mit dem 2. Platz in diesem Wettkampf. Bei nur 3 Teilnehmern ging das Doppel Heinze/Illmann (ESV Lok Zwickau) als kaum zu schlagender Favorit in das Rennen und die beiden  bestätigten ihre Vormachtstellung mit zweimal Laufbestzeit. 
Dass es um den 2. Platz ein Kopf an Kopf Rennen mit Dietrich/Müller (Zwickau/WSV Thüringen) geben würde, zeigten schon die Ergebnisse der Trainingsläufe. So sah es dann auch im Rennen aus, denn nach dem 1. Lauf lag das Odenwälder Doppel mit 1/10 Sekunde Vorsprung auf Platz 2. Im zweiten Lauf legte dann das ostdeutsche Renngemeinschaftsdoppel mit einem soliden Lauf kräftig vor und die Reichelsheimer hätten schon persönliche Bestzeit fahren müssen um den 2. Platz zu verteidigen.
Schon nach dem Start lagen Seibert/Meister 1/10 Sekunde im Rückstand, aber bis zur vorletzten Kurve verloren sie keine weitere Zeit auf das Konkurrenzdoppel und jeder ging davon aus, dass die Entscheidung um Platz 2 und 3 im 1000tel Bereich liegen wird.
Doch dann kam alles ganz anders als gedacht- Ohne einen Fahrfehler zu erkennen, lag das Reichelsheimer Doppel kurzfristig auf der Seite. Mit einer akrobatischen Glanzleistung konnten die beiden ihren Schlitten zwar wieder aufrichten und die Ziellinie überqueren, aber dieses Malheur kostete  so viel Zeit, dass sie keine Chance mehr auf den erhofften 2. Platz hatten.
Trotzdem waren Trainer und Betreuer mit den Leistungen zufrieden. „ Wenn man bedenkt, dass die anderen Doppel im Schnitt alle 1 - 2 Jahre älter und auf ihrer Heimbahn gefahren sind, haben die beiden ihre Sache richtig gut gemacht“ lobte der hessische Rodelwart Stefan Meister. Für die nun noch anstehende deutsche Meisterschaft rechnen die Odenwälder mit einer ähnlich spannenden Entscheidung.
Seibert startete darüber hinaus noch im  Einzel bei der Jugend A. Nach dem ersten Lauf lag er noch auf einem guten 6. Platz unter 16 Teilnehmern und man war zuversichtlich, dass er diese Platzierung halten könnte. Doch ein Sturz im zweiten Lauf machte die Hoffnungen schnell zunichte. Nach Einschätzung von Jugendbetreuer Markus Seibert merkte man halt doch, dass in dieser Saison das Hauptaugenmerk im Training auf das Doppel gerichtet worden und nach einer langen erfolgreichen Saison war wohl auch ein bisschen die Luft raus war.

Erfreulicher Europa - Cup Abschluss in der Schweiz

 

Zum Abschluss des Europa - Cup Wettbewerbes zeigte Kim Kalicki  (BRC Michelstadt), dass sie zu Recht schon nach kürzester Zeit in den deutschen C/D Kader aufgenommen und für die Teilnahme an hochkarätigen Wettkämpfen nominiert wurde. Auf der sehr anspruchsvollen Bahn in St. Moritz (Schweiz) startete sie mit Maureen Zimmer als eines von 4 deutschen Teams. Kalicki hatte ihre gute Form aus der Junioren-Weltmeisterschaft konserviert und fand sich auf der für sie neuen und ungewöhnlichen Naturbahn gut zurecht. Allerdings ging sie etwas verhalten ans Werk, um ihr verletzungsgefährdetes Knie nicht zu sehr zu beanspruchen. Diese Zurückhaltung zeigte sich auch beim Start zum ersten Lauf, den sie auf Platz 14. beendete. Was an diesem Tag möglich gewesen wäre, bewies sie dann bei erhöhtem Risiko in der letzten Abfahrt. Völlig unerwartet lieferte sie die viertbeste Zeit im 2. Lauf und konnte sich somit noch auf den 10. Rang verbessern.  Diese Platzierung sicherte ihr bei ihrer ersten Saison im Europa-Cup den 6. Platz in der Endabrechnung, obwohl sie nicht an allen Rennen teilnehmen konnte. Nicht zu schlagen war in der Schweiz das amerikanische Team Elana Meyers Taylor/Terra Evans, das außer Konkurrenz vor 2 russischen Damenteams gewann. Erneut überraschte Sabrina Duljevic mit ihrer Anschieberin Julia Schiller alle Experten um Europa-Cup Cheftrainer Matthias Höpfner, denn mit Platz 5. schnitten sie als bestes deutsches Team ab.  Anna Köhler (Reichelsheim) war dieses Mal mit Anschieberin Vanessa Mark am Start und belegte Platz 12 unter 19 gestarteten Konkurrenten.
Auch der Männerwettbewerb fand mit hessischer Beteiligung statt, denn Laurenz Costa Tonga, der ebenfalls zum Landesstützpunkt Wiesbaden gehört, erlebte sein Debüt im Europa-Cup. Er kommt aus der Leichtathletik, hat nach dreijähriger Pause erst vor kurzem mit dem Bobsport begonnen und einen erfolgversprechenden Eindruck hinterlassen. Trotz geringer Erfahrung im Eiskanal vertraute Bennet Buchmüller (Winterberg) dem Neuling und wurde nicht enttäuscht. Beide harmonierten am Start noch nicht perfekt, aber dank der guten fahrerischen Leistung von Buchmüller belegten sie unter 36 gestarteten Teams einen hervorragenden 7. Platz. Dieses tolle Ergebnis ist umso beachtlicher als auch einige Weltcups-Teilnehmer wie der Gewinner Beat Hefti (Schweiz) am Start waren. Für den Winterberger bedeutete dies in der Europa-Cup Endabrechnung einen guten 11. Platz bei 56 gemeldeten Teams.
Viel Zufriedenheit strahlte daher Landestrainer Tim Restle (Wiesbaden) aus, denn er konnte für sein Team eine recht erfolgreiche Saison bilanzieren. °Mit einem solchen Durchstarten unserer jungen Mannschaft habe ich beim besten Willen nicht gerechnet“ meinte er, „ nun gilt es, im Sommertraining den Grundstein für die nächsten Fortschritte zu legen und vor allem verletzungsfrei zu bleiben:“  HBSV Präsidentin Erica Fischbach ist zuversichtlich, dass die sich nun herumsprechenden Erfolge für weiteres Interesse am hessischen Bob – und Rodelsport sorgen werden.

 

Seibert/Meister schneiden auch international gut ab

 

Sehr zufriedene Gesichter gab es beim Reichelsheimer Rodelnachwuchs am Ende des Jugend A – Weltcups in Oberhof. Hendrik Seibert und Calvin Meister behaupteten sich unter den 12 Teams  besser als in Altenberg und überraschten in der Endabrechnung mit dem  8. Platz. In dem ausgeglichenen Starterfeld konnten sie sich mit einem starken zweiten Lauf noch um einen Platz verbessern und erfüllten damit die Erwartungen von BSD Nachwuchstrainer Steffen Wöller voll und ganz. Nach seiner Meinung hätten die beiden das kleine Stimmungstief wegen des Abschneidens in Altenberg gut weggesteckt und zurück in die Erfolgsspur gefunden. Wie eng die Leistungsdichte bei diesem Wettbewerb aussieht zeigt sich nicht zuletzt daran, dass es nur zwei Teams gelang, das Ergebnis der Vorwoche zu wiederholen. Daher beurteilte HBSV Rodelwart Stefan Meister das Resultat mit Zufriedenheit: „Die beiden haben beim zweiten internationalen Auftreten bewiesen, dass sie sich nicht zu verstecken brauchen und auch mit den erfahreneren älteren Teams mithalten können. Nach der kurzen Zeit des gemeinsamen Trainierens fehlt es natürlich noch etwas an der Feinabstimmung, was sich zum Beispiel an den Startzeiten erkennen lässt. Da beide athletisch und gewichtsmäßig noch zulegen können besteht sicherlich weiter Luft nach oben.“ Seine Aufgabe und die von Jugendwart Markus Seibert wird es nun sein, die angefachte Begeisterung und Motivation der beiden hoch zu halten, damit sie in den anstehenden Rennen die bisherigen Leistungen bestätigen und in den Sommermonaten ihr Trainingspensum wie seither erfüllen. Klaus-Dieter Neumann, Mitglied des HBSV Präsidiums, war mit einem kleinen Fanclub nach Oberhof gefahren und zeigte sich ebenfalls von der guten Leistung des Odenwälder Rodelnachwuchses sehr angetan und ist zuversichtlich, dass Seibert und Meister auch in Zukunft mit respektablen Ergebnissen aufwarten werden.