Maureen Zimmer unter den besten sechs


Bei ihrem zweiten Weltcup-Einsatz im Monobob in Sigulda schlug sich Maureen Zimmer (BSC Sachsen Oberbärenburg/Eintracht Frankfurt) noch einen Tick besser als bei ihrem Debüt in Lillehammer. Es waren 15 Schlitten aus 11 Nationen am Start die nicht nur um Weltcup-Punkte sondern auch um den Titel einer Europa-Meisterin kämpften Nach Titel und Medaillen griffen außer Zimmer auch die deutschen Athletinnen Laura Nolte (BSC Winterberg) und Lisa Buckwitz (BRC Thüringen).

Bei Halbzeit gab an der Spitze eine kleine Überraschung, da keine der favorisierten deutschen Damen vorne lag. Die Rumänin Andreea Grecu hatte zwar schon mehrfach durch gute Leistungen auf sich aufmerksam gemacht aber ganz vorne hatte sie wohl niemand auf der Rechnung. Das deutsche Trio legte sich im ersten Lauf ebenfalls ordentlich ins Zeug. Insbesondere Zimmer fegte mit der besten Startzeit los wie die Feuerwehr und lag nur hauchdünn hinter dem Spitzenplatz auf Rang 2. Buckwitz und Nolte rangierten zu diesem Zeitpunkt dicht beieinander dahinter.
Mit dem zweiten Lauf wurden allerdings die Machtverhältnisse wieder etwas zurechtgerückt. Mit Startrekord im zweiten Lauf katapultierte sich Buckwitz an die Spitze und ließ sich von den nachfolgenden Konkurrentinnen nicht mehr verdrängen. Weltcup-Sieg und der Titel als Europa-Meisterin waren der verdiente Lohn für diese couragierte Leistung. Für Grecu blieben aber immerhin noch die Silber-Medaillen und Bronze in beiden Wertungen sicherte sich Nolte zeitgleich mit Elana Meyers Taylor (USA). Das Gegenstück zu Buckwitz lieferte Zimmer, die den zweiten Lauf mit der zwölfbesten Zeit total verkorkste. Trotz dieser Misere war sie leidlich zufrieden, hatte sie ihr Top-Sechs-Ziel hinter der Amerikanerin Kaysha Love (5.) knapp erreicht und in der Europa-Meisterschaftswertung die 4. Position erreicht. Bundestrainer René Spieß und Landestrainer Tim Restle stuften Zimmers Leistung trotz der Fehler im zweiten Lauf als zufriedenstellend ein, wobei Reste meinte, dass sie sich ihren Platz im Olympia-Kader des deutschen Verbandes redlich verdient habe.
HBSV Präsidentin Erica Fischbach freute sich ebenfalls über diesen Erfolg und meinte, das Zimmer sich mit dieser guten Leistung in der Weltcup-Rangliste etabliert habe und ihr weiterhin vordere Plätze zu zuzutrauen wären.

Foto: BSD