Fünf Mal am Start, fünf Mal auf dem Treppchen - viel besser hätte die Saison für Maureen Zimmer (BSC Sachsen Oberbärenburg/Eintracht Frankfurt) eigentlich nicht anfangen können. Obwohl die Veranstaltung mit 5 Rennen in kurzer Zeit ein anstrengender Kraftakt mit viel Stress war, zeigte sich Zimmer mit den Ergebnissen überglücklich. „Maureen hat in allen Rennen trotz kleiner Wackler eine sehr überzeugende Leistung gezeigt “ freute sich Landestrainer Tim Restle. “Ihre Starts sind ja schon immer überragend und auch in der Bahn ist es fast perfekt gelaufen.“
In Lillehammer hieß es für die Damen gleich drei Mal mit dem Monobob an den Start zu gehen. Neben Zimmer waren Diana Filipszki (WSV Königssee) und Charlotte Candrix (TuS Hachenburg) für die deutschen Farben am Start, die sich aber in den recht großen Teilnehmerfeldern mit Plätzen im Mittelfeld zufriedengeben mussten. Zimmer hingegen lieferte sich mit Andreea Grecu (Rumänien), ihrer Dauerrivalen aus dem Vorjahr, einen packenden Zweikampf, den die Rumänin mit zweimaliger Laufbestzeit für sich entscheiden konnte.
Im zweiten Rennen drehte Zimmer den Spieß um, legt bei beiden Abfahrten die besten Zeiten hin und besiegte Grecu mit einem hauchdünnen Vorsprung
Auch im dritten Rennen übernahm Zimmer nach dem ersten Lauf die Führung und sah auch in der zweiten Abfahrt wie die sichere Siegerin aus. Dann allerdings verlor sie die Ideallinie, fiel mit ihrer Endzeit deutlich zurück und wurde überraschend von der Schweizerin Inola Blatty auf den zweiten Rang verwiesen.
Ebenfalls in Lillehammer dabei war Cyntia Kwofie (Eintracht Frankfurt), die mit Pilotin Charlotte Candrix im Zweierbob im ersten von drei Rennen an den Start ging. Mit Startbestzeit im ersten Lauf lieferten die beiden einen guten Einstand, konnten aber auf der zweiten Hälfte der Strecke nicht mehr mithalten und wurde 6. Diesen Platz behaupteten sie auch nach dem zweiten Lauf und wussten dann nicht so recht, wie sie dieses Ergebnis einordnen sollten. Die ersten drei Plätze waren beim Sieg der Österreicherinnen Katrin Beierl/Anna Schenk in weiter Ferne, aber schließlich befanden sich auf den vorderen Plätzen Teams, die Weltcuperfahrungen besitzen.
Maureen Zimmer, die am ersten Rennen nicht teilgenommen hatte, ging beim zweiten Rennen mit Lauryn Siebert (BSC Winterberg) an den Start. Beide lieferten in beiden Läufen die besten Startzeiten, konnten aber ihren Vorsprung nicht halten und wurden vom Team Beierl/Isabela Indruchova abgefangen, so dass die beiden für Österreich einen zweiten Sieg feiern konnten.
Im dritten Wettbewerb ging Kwofie mit Zimmer an den Start und diese Kombination zeigte eine hervorragende Leistung. Auch dieses Mal legten die beiden zwei Startbestzeiten vor und ließen sich dann nicht mehr die Butter vom Brot nehmen. Zwei Mal Laufbestzeit ergaben einen deutlichen Sieg vor den Österreicherinnen Beierl/Nicola Pichler. HBSV-Präsidentin Erica Fischbach konstatierte nach der Veranstaltung in Norwegen einen sehr respektablen Saisoneinstieg für Zimmer und auch Kwofie werde wohl zufrieden sein.