„Unsere Sportlerinnen und Sportler sind ja mit gewissen Hoffnungen nach Winterberg gefahren“ meinte HBSV-Präsidentin Erica Fischbach,“ aber dass wir in allen 4 Wettbewerben so gut auf dem Treppchen vertreten sind hätten wir nicht unbedingt erwartet.“
Am ersten Tag gingen bei den deutschen Meisterschaften die Monobobs bei den Frauen und Zweierbobs bei den Herren ins Rennen. Die Starterfelder waren zwar überschaubar aber bei den Monobobs war doch die deutsche Elite am Start zumal neben den Meisterschaftsehren auch eine Selektionswertung auf dem Programm stand. Maureen Zimmer (BSC Sachsen Oberbärenburg/Eintracht Frankfurt) legte im ersten Lauf am Start die beste Zeit hin verlor aber im unteren Drittel die Ideallinie und fand sich auf dem zweiten Platz wieder. Im zweiten Lauf lief es noch besser, sie war Zeitschnellste konnte aber den Rückstand nicht mehr ganz verkürzen und wurde hinter Laura Nolte (BSC Winterberg) deutsche Vize-Meisterin. Allerdings konnte sie Lisa Buckwitz (BRC Thüringen) und Kim Kalicki (TuS Eintracht Wiesbaden) deutlich hinter sich lassen.
Bei den Männern erwiesen sich die Brüder Adam (startet für BRC Thüringen) und Issam Ammour (Eintracht Frankfurt) aus Gießen als unschlagbar. Nachdem sie nach dem ersten Lauf hauchdünn führten, setzten sie in der zweiten Abfahrt noch eins drauf und gewannen sicher vor Maximilian Illmann (BSC Sachsen Oberbärenburg) und Costa Laurenz (TuS Eintracht Wiesbaden). Den dritten Platz erkämpfte Christoph Hafer (Eintracht Frankfurt/BC Bad Feilnbach) mit seinem Anschieber Matthias Sommer (BSC Winterberg).
Auch am zweiten Tag lief es für die Hessen in der Veltins-Eisarena hervorragend. Zwar war im Zweierbob Laura Nolte, die Neele Schuten (TV Gladbeck) als Anschieberin dabei hatte, erneut nicht zu schlagen. Aber mit zweimal Startbestzeit errangen Maureen Zimmer/Lauryn Siebert (BSC Winterberg) einen starken zweiten Platz. Cynthia Kwofie (Eintracht Frankfurt) schob ihre Pilotin Charlotte Candrix (BSC Winterberg) auch etwas überraschend auf den Bronze-Rang.
Im Viererbob der Männer waren die Brüder Ammour erneut das Maß aller Dinge und fuhren mit Benedikt Hertel (BRC Thüringen) und Rupert Schenk (SC Potsdam) unangefochten zum deutschen Meistertitel. Nach einem verkorksten ersten Lauf erzielte Christoph Hafer im zweiten Lauf Bestzeit und konnte sich damit auf den Silber-Rang verbessern. Angeschoben wurde er von Christian Hammers (Eintracht Frankfurt), Michael Salzer (BC Stuttgart Solitude) und Matthias Sommer. Dritte wurde das Team von Nico Semmler (BRC Ilsenburg).
Landestrainer Tim Restle konstatierte nach diesen zwei Tagen eine durchwachsene Bilanz, obwohl es für Issam Ammour top und für Maureen Zimmer vor allem im Monobob gut gelaufen sei. Ansonsten allerdings seien nicht alle Erwartungen erfüllt worden.
Da das Team um Adam und Issam Ammour auch die zweiten Selektionsrennen siegreich gestalten konnte werden sie in den nächsten Weltcup-Rennen am Start stehen.

Foto von links: Maureen Zimmer, Lauryn Siebert, Laura Nolte, Neele Schuten, Charlotte Candrix, Cynthia Kwofie
Foto: Tim Restle