Den gewohnt relativ kleinen Kreis begrüßte Präsidentin Erica Fischbach bei der Jahreshauptversammlung des Verbandes in Monsheim.“ Möglicherweise liegt dies daran, dass es an dem Verlauf des vergangenen Jahres nichts zu kritisieren gibt“ schmunzelte sie bei ihrer Begrüßung, “allerdings stehen andererseits keine Wahlen oder sonstige wichtige Entscheidungen auf der Tagesordnung.“
Nach Erledigung der Regularien nahm bei ihrem Bericht die überaus erfolgreiche Rennsaison der Bobsportler einen großen Raum ein, die trotz der guten Ergebnisse der Vorjahre die erfolgreichste des hessischen Verbandes gewesen sei. Gekrönt wurden die zahlreichen Topergebnisse bei Weltmeisterschaften sowie im Welt- und Europacup durch den Titel im Zweierbob für Kim Kalicki (Wiesbaden). Aber auch der Nachwuchsathletin Maureen Zimmer (Frankfurt), die als zweifache Junioren-Weltmeisterin brillierte, galt ein ganz besonderes Lob. Fischbach konstatierte, dass der Wechsel des Leistungsstützpunktes nach Frankfurt in jeder Hinsicht eine Punktlandung war und dem hessischen Team nochmals einen großen Schub verpasst hat. „Im Boot der SG Eintracht Frankfurt zu sitzen hat unsere Arbeit erheblich erleichtert“ meinte sie, „wir werden hervorragend unterstützt und gefördert.“ Neben den sportlichen Herausforderungen steht die Herstellung einer Anschubanlage auf der Agenda und hat schon erste Hürden genommen. Bei dieser Gelegenheit bedankte sie sich nicht nur beim Verein aus der Mainmetropole sondern auch beim Hessischen Ministerium des Inneren und für Sport sowie dem lsb h für die langjährige große Unterstützung. Fischbach sieht nicht durch die rosarote Brille, ist aber sehr zuversichtlich und optimistisch für die nächste Zeit, und ist sicher, dass mit den Erfolgen der jüngsten Vergangenheit, der HBSV ganz anders und eher auf Augenhöhe beim deutschen Verband wahrgenommen wird.
Ihr besonderer Dank galt Landestrainer Tim Restle, der für die hessischen Sportler und Sportlerinnen über sein Training und der Betreuung an der Bahn hinaus individuelle Trainingspläne erstellt hatte und ein hervorragendes Coaching betrieben habe.

Nachwuchssuche bei den Rodlern
Dem Bericht des Rodelsportwartes Stefan Meister war zu entnehmen, dass es auch im abgelaufenen Jahr nicht möglich war, Nachwuchs an die hohen Anforderungen des deutschen Rodelsports heranzuführen. „Da nur noch Calvin Meister, allerdings sehr auf Sparflamme, aktiv fährt fehlen uns die lokalen Zugpferde “ erklärte er, „wir bemühen uns aktuell einen Schnuppertag auf die Beine zubringen, der von den Vereinen KSV Reichelsheim und TSV Grasellenbach organisiert werden soll.“

Solide Finanzlage
Der Kassenbericht des Schatzmeisters Klaus-Dieter Neumann war zufriedenstellend, wies er doch trotz gestiegener Kosten eine tragfähige Finanzbasis aus. Dennoch sei auch zukünftig auf sparsame Haushaltsführung und Ausgabendisziplin zu achten. Diese Einschätzung wurde von den Kassenprüfern Jürgen Göttmann und Melanie Lauser geteilt, die dem Schatzmeister eine einwandfreie Kassenführung testierten und daher der Versammlung die Entlastung des Vorstandes vorschlugen. Dieser Antrag wurde einstimmig angenommen.

Der vorgelegte Haushaltsentwurf wurde nach kurzer Aussprache ebenfalls einstimmig genehmigt, da gegenüber dem Vorjahr keine allzu großen Veränderungen erforderlich waren. Lediglich die Rücklagen für Materialbeschaffungen und Baumaßnahmen wurden deutlich erhöht.