Nach langer pandemiebedingter Pause nahm auch Calvin Meister (KSV Reichelsheim) wieder einmal an einen Rodel-Wettbewerb teil. Aus beruflichen Gründen hatte er dem Leistungssport „ade“ gesagt und geht nun bei Rennen im Rahmen der deutschen Breitensportveranstaltungen an den Start. Allerdings halten sich auch da seine Möglichkeiten in engem Rahmen, der durch seinen Beruf abgesteckt ist. Erstmals bot sich ihm eine Gelegenheit bei den Thüringer Meisterschaften, die in Oberhof ausgefahren wurden. Von seinen ehemaligen und neuen Konkurrenten wurde er mit Freude aber auch Respekt begrüßt. Vor allem wurde teilweise bedauert, dass er seine erfolgversprechende Karriere nach ersten Erfolgen im Junioren-Bereich beendete.
Dass er nichts verlernt hat und auch ohne regelmäßiges Training problemlos vorne mithalten kann, stellte er im Thüringer Eiskanal eindrucksvoll unter Beweis. Schon vom Start weg übernahm er in beiden Läufen die Führung und baute sie bis ins Ziel kontinuierlich aus. Mit mehr als eine Sekunde lag er vor seinem schärfsten Konkurrenten Niklas Pietsch aus Blankenburg und auch der Dritte Paul Hepper (Altenburg) konnte kein Paroli bieten. „Ich bin mit einem ein bisschen mulmigem Gefühl in den Thüringer Wald gefahren“ bekannte Meister nach dem Rennen. „Schließlich habe ich eine sehr lange Zeit keine Bahn mehr gesehen, geschweige denn betreten. Aber schon mit der ersten Trainingsfahrt war es fast wie in alten Zeiten. Ich habe sofort gespürt, dass ich es noch gut draufhabe und da ich locker ohne Leistungsdruck runter bin hat es so richtig Spaß gemacht.“


Foto: Stefan Meister