Mittelfeldplatz für Kalicki im Monobob
Im Eiskanal von Innsbruck- Igls, der als ausgesprochene Starterbahn explosiven Pilotinnen Vorteile verschafft, tat sich Kim Kalicki (Tus Eintracht Wiesbaden) wie so oft im Monobob ziemlich schwer. Außerdem war sie durch eine Erkältung geschwächt und nach dem Weltmeistertitel im Zweier ging wohl auch die Motivation ein wenig dem Bach runter. So hatte sie mit der Vergabe der vorderen Plätze schon nach dem ersten Lauf nichts mehr zu tun und musste den erstmaligen Sieg von Lisa Buckwitz (BRC Thüringen) im kleinen Schlitten aus der Ferne betrachten. Mit Rang 8 war sie dennoch halbwegs zufrieden, zumal die Erwartungen nicht allzu hoch waren. Als dritte deutsche Starterin landete Laura Nolte (BSC Winterberg) auf dem 5. Platz. Landestrainer Tim Restle war demzufolge nicht gar so sehr enttäuscht über die keineswegs einwandfreien Läufe Kalickis wurde doch seine Laune durch eine imponierende Leistung seines Trainingsgruppen Mitgliedes Breeana Walker aus Australien erheblich aufgehellt.
„Breeana war noch nie so dicht an einem Weltcupsieg wie heute und hat mich vor allem durch ihren zweiten Lauf überzeugt, als sie die heranstürmende Kanadierin Cynthia Appiah auf Distanz halten konnte. Sicherlich hat sie ein wenig vom überraschend schwachen Lauf von Kaillie Humphries (USA) profitiert, aber abgerechnet wird halt zum Schluss. Mit ihrer seitherigen tollen Saisonleistung war dieser Silber-Platz einfach hoch verdient.“

Foto Viesturs Lacis: Breeana Walker obere Reihe links

Joshua Tasche erneut im Lochner - Vierer
Eine Woche nach seinem Triumph bei der Weltmeisterschaft war Francesco Friedrich (BSC Sachsen Oberbärenburg) auch in Innsbruck nicht zu schlagen. Mit Candy Bauer (BSC Sachsen Oberbärenburg), Thorsten Margis und Alexander Schüller (beide SV Halle) hatte er seine Gegner jederzeit im Griff, legte mit neuem Bahnrekord im ersten Lauf die Messlatte sehr hoch und für die Mannschaft des Briten Brad Hall blieb nur der zweite Platz.
Nach einigen Fehlern im ersten Lauf verbesserte sich Johannes Lochner (BC Stuttgart Solitude) noch vom 5 Rang auf den dritten Podestplatz. Neben Erec Bruckert (BRC Thüringen) und Florian Bauer (BRC Ohlstadt) saß auch Joshua Tasche (Eintracht Frankfurt) wieder im Schlitten und trug seinen Teil zu diesem guten Ergebnis ein. Er hat sich sehr gut in Lochners Team eingefügt und spielt seine Rolle als Ersatzmann ganz ausgezeichnet meinte HBSV- Präsidentin Erica Fischbach zu ihrem Nachwuchsathleten.
Für die Crew von Christoph Hafer (Eintracht Frankfurt/BC Bad Feilnbach) ging mit dem Rennen in Innsbruck die Saison zu Ende, die im großen Ganzen für ihn zufriedenstellend gelaufen war. Sie haben die Lücke zu den ganz Großen ein Stück weit zu gefahren, meinte Landestrainer Tim Restle. „Vor allem die Startzeiten sind besser geworden und darauf müssen wir weiterhin den Fokus für die nächste Saison richten.“ Beim letzten Wettbewerb leistete sich Hafer in beiden Läufen einige vermeidbare Fehler, sodass im Endeffekt der 6. Rang für ihn, Matthias Sommer (BSC Winterberg), Tobias Schneider (BSC Bad Feilnbach) und Michael Salzer (BC Stuttgart Solitude) das höchste der Gefühle war.

Doppelsieg für deutsche Damen im Zweierbob
Äußerst eng ging es zu beim Rennen im Zweierbob bei den Damen. Sah es nach dem ersten Lauf noch nach einer sicheren Angelegenheit für Kaillie Humphries/ Kaysha Love (USA) aus, „verfuhr“ sich die sonst so souveräne Amerikanerin in der zweiten Abfahrt völlig unerwartet und wurde auf den 4. Platz zurück geworfen. An die Spitze katapultierten sich mit Tagesbestzeit von Platz 4 Laura Nolte (BSC Winterberg) /Neele Schuten und ließen mit dem knappsten aller Vorsprünge Kim Kalicki/Leonie Fiebig (BSC Winterberg) das Nachsehen. Die Weltmeisterin zeigte sich mit diesem Ergebnis einigermaßen zufrieden ärgerte sich allerdings ein bisschen, dass sie mit nur 1/100 Sekunden Rückstand den Sieg verpasste. Der hessische Landestrainer Tim Restle fand es schade, dass es trotz einer deutlichen Zeitverbesserung im zweiten Lauf nicht ganz gereicht habe, zumal beide Fuhren sehr ordentlich verlaufen waren.
Mit auf das Treppchen durfte das Schweizer Dou Melanie Hasler/Nadja Pasternack, das sich in der seitherigen Saison zu einem ernsthaften Konkurrenten gemausert hat. Mit ihrer neuen Anschieberin Marijana Herrmann (SC Potsdam) sicherte sich Lisa Buckwitz (BRC Thüringen) zum Abschluss ihrer Saison den 5. Rang.


Foto Viesturs Lacis: Kim Kalicki rechts