Einen starken Eindruck hinterließen die hessischen Bob-Oldies beim 40. Europapokal und den 2. Internationalen Deutschen Meisterschaften der Senioren, die in einer Veranstaltung traditionell in der Bobbahn von Innsbruck/Igls ausgetragen wurden. Obwohl dieses Mal nur mit zwei Schlitten vertreten, waren beide Teams hochmotiviert an den Start gegangen und platzierten sich weit vorne. In ganz hervorragender Form präsentierte sich das Duo Peter Hinz/Peer Jöchel, das in beiden Läufen schon mit den besten Startzeiten aufhorchen ließ und in der Bahn bewies der Pilot vom BC Fürth, dass er nichts verlernt hat. Seine Zeiten unter 55 Sekunden wurden von keinem anderen Team erreicht, sodass sie mit deutlichem Vorsprung vor den Vorjahressiegern Christoph Gaisreiter/Max Amereller den deutschen Titel eroberten.
Sehr gut in Szene setzte sich auch die Kombination Martin Fischer/Kai-Uwe Kohlert (BC Fürth) die ebenfalls mit guten Starts die Voraussetzung für zwei sehr solide Abfahrten legten und wie im Vorjahr den 3. Platz erkämpften. Damit waren die beiden mehr als zufrieden, da sie ihr Potenzial ausgereizt und die Hoffnungen erfüllt hatten.
Mit dieser starken Leistung sicherten sich Hinz/Jöchel auch den Sieg beim Europapokal in der AK 3 (ab 50 Jahren). Hierbei verwiesen sie ihre Dauerrivalen Andy Zeidler/Roland Tanner aus der Schweiz sicher auf den 2. Rang, die wiederum deutlich vor den Schweizern Niki Albrecht/Philipp Juncker lagen. Fischer/Kohlert rangierten bei dieser Wertung auf Platz 4 und waren unter den 9 Startern zweitbestes deutsches Team.
In der Gesamtwertung des Rennens, an dem 32 Teams teilnahmen, lag ganz überraschend die polnische Paarung Dawid Kupczyk/Jakub Havlin vorne. Da unter den weiteren Teilnehmern zahlreiche Piloten aus der Schweiz, Lettland, Österreich und Monaco unterwegs waren, die noch vor kurzem im Weltcup an den Start gingen, war der 10. Platz für Hinz/Jöchel eine große Überraschung, mit der die Zielsetzung der beiden übertroffen wurde. Fischer/Kohlert beendeten das Rennen auf Rang 20 und ließen damit zahlreiche Konkurrenten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz hinter sich.
Dieses hervorragende Ergebnis der „Masters“ schließt sich nahtlos an die tolle Saison der hessischen Damen und Männer an, die auf nationaler und internationaler Ebene Meisterschaftsehren und zahlreiche Podestplätze errungen haben. “ Für unsere Sportler, die ja weitab von Bob- und Rodelbahnen wohnen und trainieren war dieser Winter ein absolutes high light“ resümierte HBSV – Präsidentin Erica Fischbach aus Wiesbaden. Neben diesen erfolgreichen Athleten gebe es ja darüber hinaus noch einige erfolgreiche Kadermitglieder im deutschen Verband, die ihre ersten Schritte im Bob- und Rodelsport in Hessen gemacht hatten und nun für andere Vereine erfolgreich unterwegs sind.